Schorndorf

Die "Zwei Eichen" vergiftet

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Symbolbild. © Christine Tantschinez
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Mit diesem Bohrer sind die zwei Eichen angebohrt worden. © Amolsch / Stadt Schorndorf
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Mit diesem Bohrer sind die zwei Eichen angebohrt worden.

Schorndorf. 

Die Stadt Schorndorf hat wegen der Beschädigung des Naturdenkmals „Zwei Eichen“ im Hegnauhofweg Anzeige gegen unbekannt erstattet. Bei einer Routinekontrolle seitens der Zentralen Dienste war der zuständigen Mitarbeiterin aufgefallen, dass beide Eichen halbseitig nahezu abgestorben waren. „Wir haben zunächst vermutet, dass es sich um eine Alterserscheinung handelt und eine Firma beauftragt, dass sie das Totholz entfernt“, wird Alfred Schmidt, bei den Zentralen Diensten zuständig für das Stadtgrün, in einer städtischen Pressemitteilung zitiert. Die rund 20 und 25 Meter hohen Eichen mit einem Kronendurchmesser von rund zehn Metern sind immerhin schon rund 100 Jahre alt.

Durch Löcher Gift eingespritzt

Was die Firma bei ihren Arbeiten entdeckte, macht Alfred Schmidt fassungslos: Die beiden Stämme waren am sogenannten Wurzelanlauf mit mehreren tiefen Löchern angebohrt. Auch den Bohrer fanden die Arbeiter. Schmidt vermutet, dass durch die Löcher Gift in die Bäume gespritzt wurde. Besonders heimtückisch: Die Bäume sterben so von innen heraus ab, ohne dass dies frühzeitig mit bloßem Auge zu erkennen ist.

„Die Bäume können noch sehr lange grün sein und eigentlich gesund und stark aussehen. Die Folge des innerlichen Absterbens: Die Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und können plötzlich und unvermittelt umstürzen. Dazu muss es dann nicht einmal starken Wind haben“, erklärt Schmidt. Daher werde nun die Standfestigkeit der beiden geschädigten Bäume überprüft. Schließlich befinden sich in unmittelbarer Nähe Kleingärten und ein Spazierweg. Es komme immer wieder vor, dass Menschen Bäume und Sträucher beschädigten, weiß Alfred Schmidt. In diesem Fall macht er allerdings ganz deutlich: Der oder die Täter nehmen in Kauf, dass Menschen unter Umständen schwer verletzt werden oder es zu noch Schlimmerem kommt. Daher gehe die Stadt konsequent gegen solche Beschädigungen vor.