Schorndorf

Drei Beschicker sorgen für Adventsflair in der Schorndorfer Innenstadt

Weihnachtshütte
Drei Buden in der Johann-Philipp-Palm Straße nebeneinander: Sie sind nur durch einen Marktstand dazwischen getrennt. © Benjamin Büttner

Kein großer Budenzauber, kein Glühweinausschank – der Schorndorfer Weihnachtsmarkt ist abgesagt. Das gab der Erste Bürgermeister Thorsten Englert am vergangenen Montag bekannt. „Wir wollen keinen Weihnachtsmarkt um jeden Preis“, begründete Englert die Entscheidung, die er in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats gefällt hat (wir berichteten). Lars Scheel hatte zuvor noch die Verpflichtung der Stadt gegenüber den Marktbeschickern, deren Existenz durch eine Absage gefährdet wäre, betont. Doch das Pandemiegeschehen macht auch davor keinen Halt.

Eigentlich hätte der Weihnachtsmarkt am kommenden Samstag 27. November, eröffnet werden sollen. Die Hütten wurden am Dienstag wieder abgebaut. Ebenfalls abgesagt ist der Weihnachtsmarkt der Vereine, der am ersten Adventssonntag, 28. November, auf dem Unteren Marktplatz hätte stattfinden sollen. Aber auf weihnachtliche Stimmung wird dennoch in der Stadt nicht verzichtet: Die Weihnachtsmütze auf dem Rathausdach sitzt, ein großer Weihnachtsbaum ist am Oberen Marktplatz aufgestellt, und kleinere Bäume schmücken die Fußgängerzone. Insgesamt sind 140 Bäume in der Stadt verteilt. 100 davon waren eigentlich für die Gestaltung des Weihnachtsmarktes gedacht, die restlichen Bäume haben die Innenstadtgeschäfte über den Eigenbetrieb Tourismus und Citymanagement auf eigene Rechnung beschafft, heißt es aus dem Rathaus.

Zudem hat die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass drei Beschicker ihre bereits eingekauften Waren in den kommenden Wochen bis Weihnachten in Hütten in der Johann-Philipp-Palm-Straße vor dem alten technischen Rathaus, dem Hirschbrunnen und der Südwestbank verkaufen dürfen: Salvatore Dangelo aus Lucca Sicula mit sizilianischen Spezialitäten, Jacky's Dorfladen mit regionalen und Tiroler Spezialitäten und Süßwaren Maier-Huber mit gebrannten Mandeln, Magenbrot und vielem mehr. Die Beschicker werden zu den üblichen Zeiten des Einzelhandels vor Ort sein. „Zum einen unterstützen wir damit die drei Beschicker, zum anderen gibt es so ein klein wenig Adventsflair in der Stadt“, sagt Lars Scheel, Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs Tourismus und Citymanagement.

Teilnahmegebühr zurückerstattet

Und wie sieht es mit der Entschädigung für die Weihnachtsmarktbeschicker aus, die ihre Buden schon aufgebaut hatten und wieder abbauen durften? Die Umsatzeinbußen durch die Absage der Weihnachtsmärkte allgemein sind für die Händler existenzbedrohend: Personal wurde eingestellt, Waren bestellt. Manche Marktbeschicker sind seit Dezember 2019 ohne Umsätze. Und die angekündigten Hilfen haben bei sehr vielen nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.

„Wir haben den Beschickern die Teilnahmegebühr selbstverständlich in voller Höhe bereits rückerstattet“, so Thorsten Englert, und weiter: „ Weitere finanzielle Entschädigungen sind aktuell – wie in anderen Städten auch – seitens der Stadt nicht vorgesehen. Hier erwarte ich Initiativen und Zusagen der Landesregierung, dass das Land den Beschickern finanziell unter die Arme greift.“

Stadtgutscheine und Geschenke

Trotz der Absage wird es das bereits angekündigte Adventsgewinnspiel „Scho gebongt“ geben, an dem sich die Geschäfte der Innenstadt mit Erlebnis- & Sachpräsenten der besonderen Art beteiligen. Es werden Stadtgutscheine im Wert von über 6000 Euro sowie exklusive Adventsgeschenke der Schorndorfer Geschäfte verlost.

Wer im Zeitraum von 29. November bis 20. Dezember für mindestens 15 Euro in der Innenstadt einkauft oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, ist teilnahmeberechtigt. Für die Teilnahme muss der Kassenbon oder eine Kopie davon zusammen mit der vollständig ausgefüllten Teilnahmekarte in den Briefkasten vor dem Gebäude der Johann-Philipp-Palm-Straße 10 eingeworfen oder über das Online-Formular unter www.schorndorf.de/gebongt hochgeladen werden.

Unter den eingeworfenen Kassenbons finden drei wöchentliche Ziehungen und eine große Weihnachtsziehung mit drei Hauptgewinnen statt. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden per Post oder E-Mail benachrichtigt. Außerdem werden sie immer donnerstags im städtischen Amtsblatt „Schorndorf Aktuell“, den städtischen Social-Media-Kanälen sowie auf der Webseite schorndorf.de/gebongt bekanntgegeben.

Kein großer Budenzauber, kein Glühweinausschank – der Schorndorfer Weihnachtsmarkt ist abgesagt. Das gab der Erste Bürgermeister Thorsten Englert am vergangenen Montag bekannt. „Wir wollen keinen Weihnachtsmarkt um jeden Preis“, begründete Englert die Entscheidung, die er in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats gefällt hat (wir berichteten). Lars Scheel hatte zuvor noch die Verpflichtung der Stadt gegenüber den Marktbeschickern, deren Existenz durch eine Absage gefährdet

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