Schorndorf

Drei Polizeieinsätze im Schorndorfer Ziegeleiseebad

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Das Ziegeleiseebad in Schorndorf. © Laura Edenberger

Schorndorf. Grundsätzlich, sagt Bäderleiter Jörg Bay, ist die Stimmung im Ziegeleiseebad „gut“. Trotzdem musste am brütend heißen Sonntag, als geschätzt fast 6000 Gäste im Schorndorfer Freibad waren, gleich dreimal die Polizei anrücken. Wegen uneinsichtigen Badegästen, die sich partout nicht an die Regeln halten wollten. In einem Fall wird sogar ein Hausverbot ausgesprochen.

Der Polizei war’s nicht mal eine Pressemitteilung wert und auch Jörg Bay ist bemüht, die Sache klein zu halten. Obwohl am Sonntag gleich dreimal die Polizei im Ziegeleisee war und es zu unschönen Szenen kam, mit den Masseneskalationen in den Freibädern in Kehl, Düsseldorf und Untertürkheim sind die Vorfälle nicht zu vergleichen. In einem Fall, berichtet Bay, habe ein Mann mittleren Alters eine Aufsichtsperson so lange mit einem Schwimmtier und dem Ansinnen, auf die gesperrte Seebühne klettern zu wollen, provoziert, bis dieser sich nicht anders zu helfen wusste, als die Polizei zu rufen.

14-Jährigem droht nun Hausverbot

In den beiden anderen Fällen waren es Jugendliche, die sich nicht an die Baderegeln halten wollten: Erst haben sich die 14- bis 18-Jährigen wohl immer wieder – ohne Rücksicht auf andere Badegäste – gegenseitig ins Nichtschwimmerbecken geschubst. Als sie das rücksichtslose Verhalten trotz Aufforderung der Bademeister nicht einstellten, ein „total respektloses Verhalten“ an den Tag legten und die Bademeister auch noch als Rassisten beschimpften, riefen die die Polizei. Doch selbst als eine Streife im Bad erschien, war nicht Schluss. Ein besonders dreister 14-Jähriger kam trotz Platzverweises einfach wieder, machte munter weiter und muss jetzt, weil er bereits mehrfach unangenehm aufgefallen ist, mit einem Hausverbot rechnen.

Für Polizeisprecher Rudolf Bihlmaier indes sind solche Vorfälle in Freibädern, die bei den heißen Temperaturen überquellen, nichts Besonderes: „Das ist unser täglich Brot.“ Und auch für Bäderleiter Bay waren die Vorfälle vom Sonntag „ganz klassisch“: Die Ursache solcher Streitigkeiten sei oftmals eine Lappalie und die Störenfriede Menschen, die sich nicht an Baderegeln halten wollten. Grundsätzlich beschreibt Bay das Ziegeleisee-Publikum aber als „ein sehr ruhiges“. Der See, sagt er, locke gar nicht so viele Jugendliche an. Und für die Mitarbeiter gelte die Devise: Niemand bringt sich in Gefahr, es wird sofort die Polizei gerufen.


Auch im F 3 in Fellbach gab es einen Einsatz

Die Polizei wurde am Sonntagabend gegen 20 Uhr ins Freibad F 3 gerufen, weil dort mehrere Personen in Streit geraten wären und sich schlägern würden. Als die Polizei dort eintraf, konnte nichts dergleichen festgestellt werden. Lediglich ein vermeintlicher Tatbeteiligter wurde angetroffen, der im Gesicht verletzt war. Der 22-jährige Mann konnte sich jedoch an nichts erinnern. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. Die Ermittlungen der Polizei hierzu dauern an.