Schorndorf

Durchfahrt verboten: Radler müssen durch Unterführungen schieben

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Seit Anfang März unübersehbar auf den Asphalt gemalt: In der Unterführung ist die Durchfahrt für Radfahrer verboten. © Schneider / ZVW

Schorndorf. Durchfahrt verboten: Das gilt für die Fußgängerunterführungen von der Vorstadtstraße in Richtung Karlsplatz und in Richtung Hammerschlag eigentlich schon lange. Weil dies nicht jeden Radfahrer kümmerte und gleichzeitig die Beschwerden zugenommen haben, ist die Stadt jetzt aktiv geworden und hat das Verbotsschild direkt auf die Fahrbahn pinseln lassen.

Wobei, um eine Fahrbahn handelt es sich genau genommen ja eigentlich gerade nicht: Die Unterführung soll Fußgängern die unterirdische Querung ermöglichen – und zwar, ohne auch noch Gefahr zu laufen, von einem Radfahrer angefahren zu werden. Dass es in den engen Unterführungen schon zu manch’ brenzliger Situation kam, ist unbestritten.

Stadt hat Rechtslage noch einmal deutlich gemacht 

Da sich offenbar immer weniger Radfahrer ans Absteigegebot halten, hat die Stadt Schorndorf jetzt die Rechtslage noch einmal deutlich gemacht: Und die hat sich, wie Anna Schulz als stellvertretende Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung im Verkehrsbeirat betonte, „nicht geändert“.

Maier vom ADFC: „War das wirklich nötig?“

Zur Sprache kam die Sache, weil sich Michael Maier vom ADFC in der Sitzung wunderte, warum der Fahrradclub im Vorfeld nicht über die Markierungsaktion informiert worden war – Maier legte nach: „War das wirklich nötig?“ Warum aus ihrer Sicht überhaupt so viele Radfahrer durch die Unterführung fahren, erklärte Regina Siller-Alsleben, die für den VCD im Verkehrsbeirat sitzt: „Weil es eine schlechte Nord-Süd-Verbindung für Fahrradfahrer gibt.“ Radler, sagte sie in der Sitzung, setzen sich ja nicht aufs Rad, „um dauernd abzusteigen“.

Arnold-Brücke als Verbindung

Stadtplanerisches Ziel, erklärt Manfred Beier, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, ist: eine volltaugliche und fahrradfähige Unterführung. Ein Ziel, das womöglich mit der Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs erreicht werden kann. Allen Radfahrern, die nicht so lange warten und nicht dauernd absteigen wollen, empfiehlt Beier, die Walter-Arnold-Brücke als Nord-Süd-Verbindung zu nutzen.

Seit Anfang März unübersehbar auf den Asphalt gemalt: In der Unterführung ist die Durchfahrt für Radfahrer verboten. Bild: Schneider