Schorndorf

Ein Blitzer am Ortsausgang von Schorndorf-Miedelsbach?

Blitzersäule Göppinger Straße
Ein Blitzer an der Göppinger Straße. © Alexandra Palmizi

Wer aus Miedelsbach Richtung Haubersbronn fährt, sollte am Ortsausgang nicht vorschnell aufs Gas drücken: bis zum Ortsschild gilt Tempo 30 – und dass nicht schneller gefahren wird, soll vielleicht bald auch kontrolliert werden. Damit die Geschwindigkeitsbeschränkung eingehalten wird, fordert der Miedelsbacher Ortschaftsrat, kurz vor dem Ortsausgang eine stationäre Blitzersäule aufzustellen. Seine Begründung: Die Straße Richtung Haubersbronn verlaufe bergauf, die Autofahrer beschleunigten am Berg und seien daher oft weitaus schneller als erlaubt.

In den kommenden Wochen wird der Verkehr gezählt

Die Stadtverwaltung hat angekündigt, den Antrag zu prüfen. Dazu werden in den kommenden Wochen die Verkehrszahlen ermittelt. Eine erste Zählung vor Weihnachten hatte nach Angaben von Jörn Rieg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung, ortsauswärts 6069 Fahrzeuge pro Tag ergeben. Im Rahmen einer Verkehrsschau mit dem Polizeipräsidium Aalen soll die tatsächliche Gefährdung aufgrund der Tempoüberschreitungen ermittelt werden. Ein Fachunternehmen hat den Straßenabschnitt bereits untersucht und den Standort kurz vor der Ausfahrt der Firma Dusyma für grundsätzlich gut befunden. Die Kosten für die Blitzersäule solle mit den Einnahmen der Bußgelder gedeckt werden.

Diese Woche wird in Schornbach ein Blitzer aufgestellt

Angesichts der üppigen Einnahmen, die die bestehenden Blitzer der Stadt bescheren, könnte das durchaus funktionieren. Vier Blitzersäulen gibt es aktuell laut Jörn Rieg: zwei davon an der B 29, eine Säule an der Göppinger Straße sowie eine an der Schlichtener Straße. Eine weitere Blitzersäule in der Weißbucher Straße in Schornbach wird voraussichtlich noch diese Woche aufgestellt.

Wie viel Geld hat die Stadt 2021 mit den Blitzern eingenommen?

Im Jahr 2021 hat die Stadt mit allen Blitzersäulen insgesamt rund 822.000 Euro eingenommen. Allerdings ist nicht jede gewünschte Stelle für die Einrichtung eines Säulenblitzers geeignet. Ob ein Standort aufgrund der örtlichen Gegebenheiten für die Messung passt, wird nach Angaben Riegs deshalb zunächst von einer externen Fachfirma geprüft. Eine Rolle spielt dabei, ob auf den Fotos der Fahrer sowie das Kennzeichen gut erkennbar sind. Kurvenbereiche oder Steigungen beziehungsweise Gefälle könnten sich dabei negativ auswirken. „Darüber hinaus muss geprüft werden, ob Leitungen für Strom und Internet vorhanden sind oder zunächst verlegt werden müssen“, so der Fachbereichsleiter. Neben dieser Untersuchung der örtlichen Gegebenheiten muss das Verkehrsaufkommen ermittelt werden, ob die Stelle tatsächlich gefährlich ist oder auch Anwohnerinnen und Anwohner durch die Lärmemissionen von Autos, Motorrädern und Lastwagen stark beeinträchtigt sind.

Angesichts dieser Voraussetzungen ist der Miedelsbacher Ortsvorsteher Thomas Rösch zuversichtlich, dass die Blitzersäule an der Haubersbronner Straße eingerichtet wird. „Ich glaube, der Blitzer kommt“, sagt er. „Allein die Anzahl der Fahrzeuge rechtfertigt das.“ 16.000 Fahrzeuge seien bei der letzten Verkehrszählung in der Ortsdurchfahrt in beide Richtungen ermittelt worden – eine Riesenzahl, weshalb der Ortschaftsrat seit Jahren auch eine Umgehungsstraße fordert. Gescheitert war nach Angaben Röschs allerdings ein früherer Antrag des Ortschaftsrats, die Blitzersäule auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufzustellen. Immerhin: „Dieses Mal geht die Stadtverwaltung in Prüfung, das ist gut.“

Seit Anfang der 1990er Jahre setzt die Stadt auf die mobile Verkehrsüberwachung, seit 2015 auch auf Säulenblitzer. Diese kosten samt Aufbau und Technik 150.000 Euro, der Unterhalt aller Blitzer kostet die Stadt 30.000 Euro. Die mobilen Messstellen wurden seither fortlaufend erweitert und immer wieder den Bedürfnissen beziehungsweise den Beschwerdelagen angepasst. Derzeit gibt es 141 Messstellen im gesamten Stadtgebiet, allerdings nur ein einziges mobiles Messgerät. Sollte Miedelsbach mit der gewünschten Blitzersäule wieder nicht zum Zug kommen, dann, sagt Thomas Rösch, wäre auch mehr mobile Verkehrsüberwachung hilfreich. Angesichts dessen, dass nur eine einzige mobile Anlage zur Verfügung steht, wäre dem Ortsvorsteher aber ein fester Säulenblitzer deutlich lieber.

Wer aus Miedelsbach Richtung Haubersbronn fährt, sollte am Ortsausgang nicht vorschnell aufs Gas drücken: bis zum Ortsschild gilt Tempo 30 – und dass nicht schneller gefahren wird, soll vielleicht bald auch kontrolliert werden. Damit die Geschwindigkeitsbeschränkung eingehalten wird, fordert der Miedelsbacher Ortschaftsrat, kurz vor dem Ortsausgang eine stationäre Blitzersäule aufzustellen. Seine Begründung: Die Straße Richtung Haubersbronn verlaufe bergauf, die Autofahrer beschleunigten am

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