Schorndorf

Einzelhandel in Schorndorf bangt angesichts steigender Zahlen um die Ladenöffnung

Coronashoppingscho
Noch sind in Schorndorf viele Geschäfte geöffnet. © Gaby Schneider

Alle Welt starrt auf die Corona-Inzidenzzahlen. Am Dienstagnachmittag ist der Wert auf die magische Grenze von 50 gestiegen. Jetzt heißt es abwarten, ob die Zahlen auch an diesem Mittwoch und am Donnerstag drüber bleiben. Gehen sie zurück auf 49, beginnt das Zählen von neuem. Einschränkungen für den Einzelhandel wären nach Aussagen des Landratsamtes frühestens am Samstag zu erwarten. Noch sind die Einzelhändler und viele Kunden froh über jeden Tag, an denen die Geschäfte geöffnet sind und eine Art von Normalität in der Innenstadt herrscht. „Ich bin dankbar und zufrieden, dass wir aufhaben können“, sagt Christina Bantel-Wild, Geschäftsführerin beim Kaufhaus Bantel, und spricht damit vielen Kollegen aus dem Herzen. Auch die Kunden, sagt sie, freuten sich sehr, dass das Kaufhaus geöffnet sei. Das soll möglichst so bleiben. Falls die Inzidenz aber dauerhaft auf über 50 bleibt, hat sie für die Öffnung einen Plan B in der Tasche.

Blazer in Frühlingsfarben, leichte Pullis, duftige Blusen. Groß ist das Bedürfnis, nach dem langen Winter und dem Lockdown wieder durch Kaufhäuser und Boutiquen zu gehen und sich von neuer Mode inspirieren zu lassen. Unterwäsche und neue Frühjahrsoutfits sind nach Angaben der Bantel-Chefin besonders gefragt. Aber auch Ostersachen und Deko: „Die Leute wollen es sich schön machen.“ Die Kunden flanieren und shoppen in aller Ruhe und sie tun das mit gebotenem Abstand. Sie tragen Masken, halten sich an die Regeln. Das gilt auch in anderen Geschäften in der Innenstadt wie im Haushaltswarengeschäft Carl Max Meyer am Marktplatz. Auch dort freut sich Juniorchefin Andrea Andresen aktuell über jeden Öffnungstag. Offen sind auch die Buchhandlungen. Anders als der übrige Einzelhandel dürfen sie auch geöffnet bleiben, wenn sich die Inzidenz bei über 50 einpendelt. Im näheren Umkreis lag nur noch der Rems-Murr-Kreis unter 50 und widersetzte sich damit dem Trend. Auch wenn die Corona-Ampel im Kreis auf Rot bleibt, darf noch eingekauft werden – dann aber nach Terminabsprache und mit Angabe der Kundendaten (Click & Meet). In diesem Fall will Christina Bantel-Wild die Termine aber spontan vergeben, die Kunden müssen sich nicht im Voraus anmelden. Geöffnet wird nur noch der Eingang bei der Schmuckabteilung. Dort werden die Daten der Kunden aufgenommen und so viele Kunden eingelassen, bis die maximale Personenzahl von 132 erreicht ist.

Kunden müssen sich nicht festlegen

Um sich einen Überblick zu verschaffen, hat Bantel die Zahlen bereits laufend erhoben. Mit Wartezeiten rechnet die Bantel-Chefin angesichts dieser Zahlen nicht. Mehr als 300 Kunden seien momentan maximal erlaubt, außer Samstag seien immer nur 60 bis 80 Kunden gleichzeitig im Kaufhaus gewesen. „Das Schöne ist“, sagt Christina Bantel-Wild, „die Leute können sich inspirieren lassen, und das wird auch weiter so sein.“ Auf eine bestimmte Uhrzeit sollten sich die Kunden nicht festlegen müssen, und schon gar nicht das Gefühl haben müssen, zu einem Einkauf verpflichtet zu sein. Die Kunden sollten wissen: Auch wenn die Inzidenz überschritten wird, können die Menschen immer noch spontan kommen. Am Eingang werden ihre Daten erfasst. Entscheidend sei die reduzierte Anzahl der Personen im Laden.

Termine für den Schulranzen-Verkauf

Wie halten das andere? Im Lederwaren-Geschäft gegenüber war Inhaber Andreas Uhlig schon Anfang der Woche fest davon ausgegangen, dass die 50er-Marke gerissen werden wird. „Das ist eine Frage der Zeit“, sagt er. Schon jetzt verkauft er seine Schulranzen meist mit Terminvergabe, weil das die meisten Kunden so wollten. „Die meisten kriegen ihn unproblematisch“, sagt Andreas Uhlig. „Wir sind vorbereitet.“

Wie macht es Studio BES?

Auch die Kunden von Barbara Segler von Studio BES Moden sind froh, wieder einkaufen zu können. „Die Wiedereröffnung wurde sehr gut angenommen. Die Leute sind froh, dass sie kommen dürfen“, sagt sie. Wenn die Inzidenz bei 50 bleibt oder weiter steigt, darf sie noch zwei Kunden gleichzeitig in ihr Geschäft in der Johann-Philipp-Palm-Straße einlassen. Wie Bantel will sie spontane Einlasstermine vergeben. „Ich möchte nicht, dass sich die Kunden zum Kauf verpflichtet fühlen“, sagt sie. „Ich bin froh um jeden. Der Kontakt zur Kundin ist das Wichtigste.“ Möglichst unkompliziert soll „Click & Meet“ auch bei Carl Max Meyer umgesetzt werden. Die Kunden können sich anmelden. „Wenn die Höchstzahl im Laden nicht erreicht ist, lasse ich aber weitere Kunden rein“, sagt Andrea Andresen. Schon jetzt bleibt sie freiwillig unter der erlaubten Kundenzahl, weil sich die Leute möglichst wohl fühlen sollen.

Alle Welt starrt auf die Corona-Inzidenzzahlen. Am Dienstagnachmittag ist der Wert auf die magische Grenze von 50 gestiegen. Jetzt heißt es abwarten, ob die Zahlen auch an diesem Mittwoch und am Donnerstag drüber bleiben. Gehen sie zurück auf 49, beginnt das Zählen von neuem. Einschränkungen für den Einzelhandel wären nach Aussagen des Landratsamtes frühestens am Samstag zu erwarten. Noch sind die Einzelhändler und viele Kunden froh über jeden Tag, an denen die Geschäfte geöffnet sind und

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