Schorndorf

Eisige Kälte in Schorndorf: Kein Schlittschuhlaufen, dafür Punsch und Glühwein

Feuersee
Die Eisschicht auf dem Feuersee war trotz zweistelliger Minusgrade nicht dick genug, um Menschen zu tragen. © Gabriel Habermann

Sonntagvormittag. Strahlend blauer Himmel um eine kraftlose Sonne. Der Wetterbericht zeigt für Schorndorf minus acht Grad an und fügt hinzu: „Gefühlt -13 Grad“. Sehr kalt also, aber doch nicht so, dass der Feuersee ganz zugefroren wäre. Aus den eisfreien Wasserflächen steigen beständig Bläschen an die Oberfläche, als ob am Grund schon ein Weihnachtsbraten bei niederer Temperatur am Schmurgeln wäre.

Nicht möglich: Schlittschuhlaufen auf dem Feuersee wie in vergangenen Jahren

Der Feuersee macht einen auf Spaßbremse. Ganz offensichtlich ist Schlittschuhlaufen, wie in einigen Jahren zuvor, auf ihm nicht möglich. Das wird ihm gerade wohl nicht verziehen. Niemand ist um ihn herum zu dieser Stunde unterwegs.

Anders im nahe gelegenen Schlosspark. Dorthin ist eine Mutter mit ihrem fünfjährigen Sohn unterwegs. Unterm Arm hält sie eine blaue Schlittenwanne. Mit der kann man den Hang am einstigen Wassergraben auf der Südseite des Schlosses hinuntersausen. Ein kleines Stück Wintervergnügen.

„Mit Kindern ist es nicht angenehm, es zu Hause kalt zu haben“

Und kurz hintereinander schieben gleich zwei Väter Kinderwagen durch den Park. „Die Kälte macht mir nichts aus“, versichert der erste, der seine halbjährige Tochter an die frische Luft fährt. Zu Hause wird mit Gas geheizt. Die Zimmertemperaturen aber nicht runtergedreht. „Mit Kindern ist es nicht angenehm, es kalt zu haben.“

Schon erkältet hat sich der zweite Vater und bekennt trotzdem lachend: „Mit Schnee und Eis hab’ ich’s nicht so!“ Gut mit der Kälte zurechtkommend gibt sich ein älteres Paar Spaziergänger. Die Frau versichert: „Wir sind gut eingepackt.“ Diesen Eindruck machen denn auch etliche langsam schlendernde Parkbesucher, die hier ihren Hund Gassi führen und die neuesten Nachrichten schnuppern lassen.

Inzwischen sei die Temperatur auf -5 Grad gestiegen, versichert ein sichtlich gut gelauntes, händchenhaltendes Paar. „Was für ein schöner Tag!“ Sie aus Urbach, er aus Wäschenbeuren, sind sie auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt.

Heiße Getränke auf dem Weihnachtsmarkt genießen

Und dort gibt es noch für die nächsten kalten Tage heißen Punsch und Glühwein. Und an den Weihnachtsfeiertagen in einer Woche soll das Thermometer gar bis auf plus 17 Grad steigen. „Kanarische Verhältnisse“, freut sich darüber der erkältete junge Vater.

In diesem Jahr wird es dann wohl nichts mehr mit dem Schlittschuhlaufen auf dem Feuersee. Wer zu Weihnachten Familie besucht oder verreist, dürfte dann aber auf den Straßen wieder sicherer sein.

Sonntagvormittag. Strahlend blauer Himmel um eine kraftlose Sonne. Der Wetterbericht zeigt für Schorndorf minus acht Grad an und fügt hinzu: „Gefühlt -13 Grad“. Sehr kalt also, aber doch nicht so, dass der Feuersee ganz zugefroren wäre. Aus den eisfreien Wasserflächen steigen beständig Bläschen an die Oberfläche, als ob am Grund schon ein Weihnachtsbraten bei niederer Temperatur am Schmurgeln wäre.

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Nicht möglich: Schlittschuhlaufen auf dem Feuersee wie in vergangenen

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