Schorndorf

Eislaufen auf dem Feuersee Schorndorf? So lange dauert es, bis das möglich ist

Feuersee
Schorndorf Feuersee - leicht angefroren, aber natürlich ist das Eis nicht dick genug, damit man es betreten könnte. Foto Gaby Schneider © Gaby Schneider

Auf dem Schorndorfer Feuersee Eislaufen? Ob das wohl bald wieder möglich sein wird? Unvergessen, die seltenen Gelegenheiten, in denen das möglich war. Allerdings – derzeit ist der See noch weit davon entfernt.

Selbst wenn das Gewässer in den kommenden Tagen noch stärker zufrieren sollte, Timo Ratzek, Erster Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Schorndorf, warnt vor Experimenten.

DLRG Schordorf: Immer wieder gibt es Eiseinbrüche

Einzelne Personen trage Eis ab einer Dicke von rund fünf Zentimetern. Sollen ganze Gruppen sicher auf dem Eis sein, müsste es mindestens zehn Zentimeter dick sein, erklärt Ratzek.

„Das haben wir aber noch lange nicht erreicht.“ Die oberste Schicht sei zwar schon angefroren, das „hilft aber maximal, um eine Ente zu tragen“, warnt er.

Mehrere Wochen brauche es Minusgrade, damit die Eisdecke ausreichend stark ist. Sprich: Das dauert noch. Lange. Sehr lange und eine lange Zeit Minusgrade, bis auf dem Feuersee die Schlittschuhe flitzen könnten. 

Die Schorndorfer Ortsgruppe der DLRG ist Teil der Wasserrettung im gesamten Kreis. Immer wieder gibt's im Winter Vorfälle mit Eiseinbrüchen. „Viele nehmen es zu leicht“, berichtet Ratzek. Selbst wenn das Eis knacke, gingen manche Wagemutigen noch auf die Fläche. Ein grober Fehler.

So kann man Eingebrochene retten

Denn selbst wer auf flachem Eis einbricht, läuft Gefahr, auszurutschen und unter die Eisfläche zu gelangen. Und dann sei es fraglich, wie man wieder hochkomme.

Nach einem Einbruch sollte man zunächst versuchen, sein Gewicht möglichst breit auf dem Eis zu verteilen, sich also flach hinzulegen, um sich hochzuschieben und dann möglichst schnell den Weg zurückzurobben, den man gekommen ist.

Bei dünnem Eis könne das aber schwierig werden, weil es immer wieder brechen und die Verunglückten so immer wieder neu zurückfallen könnten.

Hinzu komme eine andere Schwierigkeit: „Das Wasser ist jetzt extrem kalt, das macht dem Körper Probleme.“ Der Körper zentralisiere bei diesen Temperaturen schnell. Arme und Hände werden dann schon nach wenigen Minuten nicht mehr mit warmem Blut versorgt, sind dann nicht mehr beweglich. Dann sei es gar nicht mehr so einfach, den Fuß nach hinten hochzunehmen, um sich aus dem Eis zu schieben. „Die Leute kommen oft gar nicht aus dem Wasser, bevor die Funktion des Zentralisierens einsetzt.“

Hier gibt's die Eistipps

Wer sich unsicher ist, kann auf der Webseite der DLRG (www.dlrg.de) die Eisregeln nachlesen. Wichtig: Nicht alleine aufs Eis gehen, vorher klären, ob das Eis wirklich trägt, beim ersten Knacken das Eis verlassen, bei Rettungsaktionen das Gewicht des zu Rettenden und des Helfers auf möglichst viel Fläche verteilen (robben, einen Schlitten oder Ähnliches zur Rettung verwenden), Geretteten schnell aufwärmen und einen Notarzt rufen.

Aktuell sollten Eislauffreunde also besser auf die Eishallen und offiziellen Eisflächen der Region ausweichen. Hier ist's sicherer und außerdem gibt's wärmenden Glühwein in greifbarer Nähe.

Auf dem Schorndorfer Feuersee Eislaufen? Ob das wohl bald wieder möglich sein wird? Unvergessen, die seltenen Gelegenheiten, in denen das möglich war. Allerdings – derzeit ist der See noch weit davon entfernt.

Selbst wenn das Gewässer in den kommenden Tagen noch stärker zufrieren sollte, Timo Ratzek, Erster Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Schorndorf, warnt vor Experimenten.

DLRG Schordorf: Immer wieder gibt es Eiseinbrüche

Einzelne Personen trage Eis ab einer Dicke

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