Schorndorf

Elf Menschen im Schorndorfer Marienstift mit Corona infiziert

Marienstift
Im Marienstift sind neun Bewohner und zwei Mitarbeiterinnen mit Corona infiziert. © Gabriel Habermann

Die Corona-Pandemie spitzt sich weiter zu. Im Marienstift sind neun Bewohner und zwei Mitarbeiterinnen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben von Nicola Philipp, Pressesprecherin des Trägers, „Die Zieglerschen“, leben alle infizierten Personen im selben Wohnbereich. Von den neun infizierten Bewohnern hätten zwei leichtes Fieber, sieben seien symptomfrei. „Im Moment sind keine Besuche im Haus möglich“, sagt Nicola Philipp. Das bleibe in Absprache mit dem Gesundheitsamt so bestehen, bis alle anderen Bewohner und Mitarbeiter getestet wurden und die Testergebnisse vorliegen. Die Tests sollen an diesem Samstag stattfinden. „Wenn es dann, und das hoffen wir natürlich sehr, Wohnbereiche gibt, auf denen keine positiven Ergebnisse vorliegen, können Bewohner dieser Wohnbereiche wieder Besucher empfangen.“

Im Karlsstift ist eine infizierte Mitarbeiterin in Quarantäne

Auch im Karlsstift wurde eine Mitarbeiterin positiv auf das Virus getestet. Sie befindet sich in Quarantäne. Alle Bewohner im Karlsstift wurden laut Nicola Philipp getestet, weitere Infektionen seien derzeit nicht bekannt. Einen Verdachtsfall unter den Mitarbeitern gibt es auch im Spittlerstift. „Der Mitarbeiter ist in Quarantäne und wartet auf sein Testergebnis“, sagt Hausdirektorin Michaela Salenbauch. Die Bewohner seien mit Schnelltests getestet worden, bisher seien keine Infektionen festgestellt worden. Spätestens am Montag rechnet Michaela Salenbauch mit dem Ergebnis. Weil der Mitarbeiter nicht direkt in der Pflege eingesetzt war, ist sie zuversichtlich, dass sich kein Bewohner infiziert hat.

Derweil steigt die Zahl der mit Corona infizierten Menschen in Schorndorf immer weiter. Aktuell sind 83 Menschen infiziert – sechs mehr als vor einer Woche. Zurückgegangen ist die Zahl der Menschen in Quarantäne. 299 Personen sind zu Hause isoliert, vor einer Woche waren es 342 Personen. Seit Beginn der Pandemie gab es in Schorndorf 542 infizierte Personen, 438 Personen sind wieder gesund, 21 Menschen verstorben. Zusätzlich gab es am Freitag nach Auskunft der Stadt zwei Fälle von Neuinfizierten, die vom Gesundheitsamt noch nicht bestätigt werden konnten. Laut Pressesprecherin Nicole Amolsch kommt es dort weiter zu größeren Verzögerungen.

Der jüngste Infizierte ist zwei, der älteste 90 Jahre alt

„Im Marienstift ist momentan eine sehr schwierige Situation“, sagt Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Anders als in anderen Kommunen, in denen ein Teil der Erkrankungen auf einzelne Großveranstaltungen zurückgeführt werden konnten, gebe es in Schorndorf aber keine bekannten Hotspots. Auch Reiserückkehrer spielten keine Rolle. Die Infektionen gingen quer durch die Bevölkerung. „Der jüngste Infizierte ist zwei Jahre alt, der älteste 90“, sagt der Oberbürgermeister. Immer wieder gebe es innerhalb eines Haushalts zwei, drei Infizierte, die sich gegenseitig angesteckt haben, aber große Familienfeste seien als Ursache nicht bekannt.

Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Schorndorf bei 176

Seit knapp drei Wochen gelten die verschärften Kontaktbeschränkungen. Der erhoffte durchschlagende Erfolg ist noch nicht in Sicht. In Schorndorf liegt die Sieben-Tage-Inzidenz Stand Freitag bei 176 Neuinfektionen bezogen auf 100 000 Einwohner. Zum Vergleich: Im Rems-Murr-Kreis liegt der Wert aktuell bei 158. Die rund um die Uhr geltende Maskenpflicht in der Verdichtungszone in der Altstadt wurde wieder aufgehoben, noch bevor die Regelung vom Verwaltungsgericht gekippt wurde. Nach der Corona-Verordnung des Landes gilt die Maskenpflicht nur noch dann in den Fußgängerbereichen und auf Gehwegen, wenn der vorgeschriebene Abstand nicht sichergestellt werden kann. Den Erfahrungen von Jörn Rieg, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung, zufolge wird die Maskenpflicht gut eingehalten. Ansonsten werden Maskenmuffel mit 70 Euro zur Kasse gebeten.

Viele Schulklassen wurden nach Hause geschickt

Wegen der Corona-Infektionen mussten zahlreiche Schulklassen und Kindergärten geschlossen werden. Auch aktuell muss eine Reihe von Klassen „vorsorglich“ zu Hause bleiben, weil eins der Kinder Kontakt mit einem positiv getesteten Angehörigen hatte. Betroffen sind nach Angaben der Stadt derzeit die Klasse 3a der Schlosswallschule, die Klassen 3a und 3b der Sommerrainschule, in der Rainbrunnenschule die Klassen 1a und 2b und die Kinder aus den Parallelklassen, die am selben Religionsunterricht teilnehmen, außerdem einzelne Schülerinnen und Schüler der Klassen 5b und 8b am Burg-Gymnasium, die Klasse 9d sowie einzelne Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c der Gottlieb-Daimler-Realschule. Darüber hinaus haben sich auch Kinder und Jugendliche nachweislich mit Corona infiziert. Das hat Folgen für ihre Mitschüler. Aktuell sind einzelne Schülerinnen und Schüler des Kurses WG2C der Johann-Philipp-Palm-Schule (bis 26. November) in Quarantäne. An der Künkelinschule sind es die Klasse 4a, die Ganztagesschüler sowie die Kinder der Sprachförderung der 4b, die drei in der Klasse eingesetzten Lehrerinnen, die Ganztagesbetreuerinnen und Sprachförderkräfte (bis 25. November). An der Schlosswallschule müssen noch bis 26. November die Klasse 1a sowie deren Lehrkraft in Quarantäne bleiben.

„Die Schulen versuchen, mit der Situation gut umzugehen“, stellt Oberbürgermeister Klopfer fest. Um die Situationen in Bussen, Bahnen und in den Schulgängen zu entzerren, hätte er sich allerdings einen gestaffelten Schulbeginn zwischen 7.45 und 10 Uhr gewünscht. Umgesetzt wurde der Vorschlag von den Schulleitern zu Klopfers Bedauern aber nicht. Auswirkungen hat das Virus auch in den Kitas. Der Kindergarten St. Maria ist seit 18. November wieder normal geöffnet. Damit gibt es derzeit nur eine Schließung: Die städtische Kita Stadthaus musste aufgrund einer positiven Covid-Testung eines Kindes geschlossen werden. Von der Schließung sind 33 Kinder betroffen.

Die Corona-Pandemie spitzt sich weiter zu. Im Marienstift sind neun Bewohner und zwei Mitarbeiterinnen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben von Nicola Philipp, Pressesprecherin des Trägers, „Die Zieglerschen“, leben alle infizierten Personen im selben Wohnbereich. Von den neun infizierten Bewohnern hätten zwei leichtes Fieber, sieben seien symptomfrei. „Im Moment sind keine Besuche im Haus möglich“, sagt Nicola Philipp. Das bleibe in Absprache mit dem Gesundheitsamt so bestehen, bis

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