Schorndorf

Endlich wieder: Gemeinsam Sport treiben beim TV Weiler

Coronafreizeitsport
Mit Sicherheitsabstand und auf der eigenen Matte: Freizeitsport im Freien. © Gaby Schneider

Natürlich waren sie in der Corona-Zwangspause aktiv, manche waren regelmäßig Rad fahren, andere sind gejoggt oder gewandert. Die ganz Motivierten haben sogar daheim Gymnastik gemacht. Doch Sporttreiben in der geselligen Gruppe, das hat den Freizeitsportlern des TV Weiler in den vergangenen zehn Wochen allen gefehlt. Darum kann Wolfram Vogel, der als Vorsitzender des TV Weiler auch zur Freizeitsportler-Runde gehört, am Freitagabend auf dem Kunstrasenplatz auch nur „in strahlende Gesichter“ blicken. Endlich wieder in Gemeinschaft Sport treiben – um bei diesem Angebot, das die Corona-Verordnung des Landes vom 10. Mai möglich macht, dabei sein zu können, haben sich 16 Herren im Vorfeld extra bei Abteilungsleiter Heiner Thomä per E-Mail angemeldet.

„Schongymnastik“: Ganz schön heftig nach zehn Wochen Pause

Da die Obergrenze bei fünf Personen pro 1000 Quadratmeter liegt, dürfen sich auf dem Kunstrasenplatz nicht mehr als 20 Sportler aufhalten. Desinfektionsmittelflaschen stehen auf einer Bank am Spielfeldrand bereit. Und da Sicherheitsabstände von eineinhalb Metern eingehalten werden müssen, verteilen die Freizeitsportler ihre mitgebrachten Matten im großen Kreis vor Trainer Gerd Leuker, der trotz seiner 73 Jahre in der Corona-Pause überhaupt nicht eingerostet ist. Weil er aber weiß, dass manche nach zehn Wochen Pause nicht mehr in Höchstform sind, konzentriert er sich in der ersten Sportstunde aufs Dehnen und spricht – auch wenn manche Herren zwischendurch ganz schön stöhnen und japsen – von „Schongymnastik“. Großen Applaus bekommt Leuker am Ende trotzdem. Nur das sonst nach der Gymnastikstunde übliche Volleyballspiel muss ausfallen, da Sport mit Körperkontakt verboten ist. Duschen müssen die Herren ebenfalls zu Hause. Doch Hoffnung gibt es für eine für Ende Juni geplante gemeinsame Radausfahrt an den Starnberger See: 20 Freizeitsportler haben sich angemeldet, übernachtet wird im Hotel in Einzelzimmern.

Sport im Freien könnte auch über die Corona-Zeit hinaus Bestand haben

Im 17-köpfigen Hauptausschuss, der eine Woche zuvor in der Bronnbachhalle tagte, hat sich der Verein entschieden, seinen Mitgliedern in Coronazeiten ein Alternativprogramm zu bieten. Jede Abteilung sollte dafür ein Konzept erstellen. Und nach der ersten Freizeitsport-Gymnastikstunde im Freien ist klar, dass das etwas ist, was zumindest bei gutem Wetter über die Coronazeit hinaus Bestand haben könnte: Bei angenehmen Temperaturen, in der frischen Luft und umgeben von abendlichem Vogelgezwitscher ist Sporttreiben ein angenehmer Zeitvertreib – selbst wenn in den Sporthallen tatsächlich nach Pfingsten wieder geöffnet sein sollte.

Natürlich waren sie in der Corona-Zwangspause aktiv, manche waren regelmäßig Rad fahren, andere sind gejoggt oder gewandert. Die ganz Motivierten haben sogar daheim Gymnastik gemacht. Doch Sporttreiben in der geselligen Gruppe, das hat den Freizeitsportlern des TV Weiler in den vergangenen zehn Wochen allen gefehlt. Darum kann Wolfram Vogel, der als Vorsitzender des TV Weiler auch zur Freizeitsportler-Runde gehört, am Freitagabend auf dem Kunstrasenplatz auch nur „in strahlende Gesichter“

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