Schorndorf

Endspurt auf zwei Schorndorfer Schulbaustellen: Im Rainbrunnen und im Fuchshof

Rainbrunnenschule
Erster Bürgermeister Thorsten Englert, Fachbereichsleiter Klaus Konz und Pressesprecherin Claudia Lösler auf Baustellentour – mit Station an der neuen Rainbrunnengrundschule. © Pienek

Kurz vor Ferienende wird an der Rainbrunnenschule noch kräftig geschafft. Um die Punktlandung zum Schuljahresbeginn hinzubekommen, ist auf der Baustelle am Stöhrerweg Hochbetrieb: Auf dem Schulhof werden Pflastersteine verlegt, drinnen wird noch an der Ausgabetheke der neuen Mensa gearbeitet, die künftig von der Küche in der Grauhalde beliefert werden soll.

Die Ganztagsbetreuungsräume im Erdgeschoss und die Klassenzimmer im oberen Stockwerk sind eingerichtet, die Sitzmöbel für den Lernflur stehen unter Folie schon bereit, nur das Unterrichtsmaterial ist noch nicht aus den Kisten gepackt. Rektorin Karola Gross und Konrektorin Katharina Bühler, mit Erstem Bürgermeister Thorsten Englert, Klaus Konz, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, und Projektleiter Bernhard Gunesch auf Baustellentour, sind mit dem großzügigen Neubau nicht nur zufrieden – „wir sind glücklich“.

Das können sie auch sein: Im Sommer 2020 wurde das marode, fast 50 Jahre alte Schulprovisorium abgerissen. Schon seit Frühjahr 2019 waren die Grundschülerinnen und Grundschüler im Rainbrunnen in einem Containerbau untergebracht, nachdem Eltern wegen des seit Jahren beklagten Schimmelproblems, das die Stadtverwaltung mit Plastikfolien in den Griff bekommen wollte, um den Neubau frühestens im Jahr 2030 realisieren zu müssen, auf die Barrikaden gegangen waren.

Baubeginn für das neue Schulhaus, in dem auch eine Mensa und Betreuungsräume für den Ganztagsbetrieb untergebracht sind, war im Februar 2021. 15 Millionen Euro wurden im Rainbrunnen investiert, mit einer Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro rechnet die Stadt, plus 500.000 Euro für die dezentrale Lüftungsanlage in den Klassen- und Aufenthaltsräumen sowie Fördergeldern für die digitalen Tafeln aus dem Digitalpakt.

Mit zwei Stockwerken und einer Fläche von fast 4000 Quadratmetern ist die neue Grundschule fast doppelt so groß wie die alte. Gemeinsam mit Generalunternehmer Peter Gross Hochbau GmbH aus Stuttgart, mit Architekt Oliver Braun und Projektleiter Gunesch, konnten Schulleitung und Lehrkräfte ihre Vorstellungen für die dreizügige Grundschule entwickeln: Und so gibt es im Erdgeschoss nicht nur einen großzügigen Eingangsbereich, sondern auch eine Mensa mit Außenterrasse, eine Schülerküche, einen Kunst- und einen Musikraum, eine Bücherei, Räume für den Ganztagsbetrieb, für die Verwaltung und den Hausmeister, ein Lehrerzimmer, Schüler- und Lehrer-Toiletten sowie Inklusionsflächen für die Außenklassen der Fröbelschule.

Im ersten Stockwerk sind dann zwölf Klassenzimmer um multifunktionale Flächen angeordnet, die für den Unterricht mitgenutzt werden können. Im ersten Stock wird es ebenfalls WCs geben und in jedem Klassenzimmer ein Waschbecken. An der Fassade, im Erdgeschoss und auf der Treppe dominieren Gelbtöne, im ersten Stockwerk in den beiden Bereichen Grün und Blau.

Fuchshofschule: Erweiterungsbau mit Mensa für den Ganztagsbetrieb

Schweizer Design und Schweizer Technik: Dies wird an der Fuchshofschule mit dem neuen Mensa- und Betreuungspavillon fortgeführt. Und dabei war die Stadt Schorndorf vor ein paar Jahren noch wild entschlossen, die Fuchshofschule samt Turnhalle abzureißen und das freie Grundstück für den Wohnungsbau zu nutzen. Elternproteste halfen nichts, erst als die vom Schweizer Architekten Fritz Stucky Ende der 1960er Jahre konzipierten Fertigbau-Pavillons vom Landesdenkmalamt als Kulturdenkmal eingestuft wurden, war die Fuchshofschule gerettet. Im Zwei-Jahres-Rhythmus soll – vom kommenden Jahr an – ein Pavillon nach dem anderen saniert werden.

Neben den fünf Altbauten steht – nach einem halben Jahr Bauzeit – der Erweiterungsbau, den der Schweizer Generalunternehmer Blumer Lehmann aus Gosau bei St. Gallen in Kooperation mit dem Architekturbüro „Bauart“ mit Sitz in Bern, Neuchâtel und Zürich gebaut hat. 3,5 Millionen Euro investiert die Stadt in den Holzmodulbau, gemeinsam mit der Sanierung der bestehenden Pavillons werden’s in Summe wohl mindestens zehn Millionen Euro werden.

Im neuen Pavillon, in dem außen und innen Holz dominiert, werden aber nicht nur die Räume für den Ganztagsbetrieb an der zweizügigen Fuchshofschule untergebracht, sondern auch eine Mensa, die Grundschul-Förderklasse und ein Außenklassenzimmer im ersten Stock. Für die Barrierefreiheit ist ein Aufzug eingebaut und aufs Dach kommt eine Photovoltaikanlage.

Kurz vor Ferienende herrscht auch auf dieser Baustelle Hochbetrieb: Pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahrs soll der Erweiterungsbau fertig sein. Beim Rundgang mit Bauleiterin Maja Koglin haben sich EBM Englert und Fachbereichsleiter Konz auch von der innovativen Lüftungstechnik ein Bild machen können: Entwickelt von Professor Beat Kegel aus Zürich, wird bei diesem System Luft bei Bedarf mittels Ventilatoren von den Fluren in die Klassenzimmer gepumpt. Innovativ ist auch die Wärmepumpen-Heizung, auch hier wird die Wärme über Lüfter in den Räumen verteilt.

Kurz vor Ferienende wird an der Rainbrunnenschule noch kräftig geschafft. Um die Punktlandung zum Schuljahresbeginn hinzubekommen, ist auf der Baustelle am Stöhrerweg Hochbetrieb: Auf dem Schulhof werden Pflastersteine verlegt, drinnen wird noch an der Ausgabetheke der neuen Mensa gearbeitet, die künftig von der Küche in der Grauhalde beliefert werden soll.

Die Ganztagsbetreuungsräume im Erdgeschoss und die Klassenzimmer im oberen Stockwerk sind eingerichtet, die Sitzmöbel für den

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