Schorndorf

Endspurt bei Vorbereitungen für Remstal-Gartenschau

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Die Welcome-Area auf dem Unteren Marktplatz in Schorndorf. © Laura Edenberger
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Im Werden und fast fertig: das "Prisma" auf dem Grafenberg.
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Am Zulauf des Schornbachs in die Rems wird noch gebaggert.
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Der Leiter des Fachbereichs Infrastruktur, Herbert Schuck, vor dem Abschnitt „Baurenwasen“ des Remsradwegs, der derzeit noch durch Baufahrzeuge blockiert ist. © Gabriel Habermann
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Wo in den vergangenen Tagen noch Gartenschau-Werbung zu sehen war, soll in dieser Woche der Probebetrieb für das neue Parkleitsystem aufgeschaltet werden. © Gaby Schneider

Schorndorf. Es hat so ausgesehen, als wäre der Alte Friedhof die Gartenschau-Baustelle, die wirklich auf den allerletzten Drücker fertig wird. Jetzt gibt’s aber doch noch eine Baustelle, die womöglich über das Gartenschau-Eröffnungswochenende hinaus Bestand haben könnte – mit der Folge, dass der Remsradweg im „Baurenwasen“ noch ein paar Tage lang unterbrochen bliebe.

Oberbürgermeister Matthias Klopfer macht sich, wann immer er sich über die laufenden Gartenschau-Projekte informiert, nichts vor: Die letzten Handgriffe werden nicht am 9. Mai, wie er immer gehofft hat, sondern wahrscheinlich erst am 10. Mai, kurz bevor die Ehrengäste zur großen Eröffnungsfeier eintreffen, erledigt. Alles kein Problem, solange es nur noch um Kleinigkeiten oder kosmetische Eingriffe geht. Und es sieht ja auch gut aus, selbst bei den Projekten, die erst in den letzten Tagen in Angriff genommen worden oder gewachsen sind, wie etwa die Welcome-Area auf dem Unteren Marktplatz oder die ehemals „Weiße Station“ auf dem Grafenberg, die jetzt „Prisma“ heißt und deren Bau mittlerweile so weit fortgeschritten ist, dass im Wesentlichen nur noch die Außenanlagen gerichtet werden müssen.

Wie schnell so ein Gartenschau-Projekt Gestalt annimmt, hat sich zuletzt beim Feuersee gezeigt, der in sattem Grün erstrahlt und zum Verweilen einlädt, seit der Rollrasen verlegt ist und vollends Bänke und Geländer montiert sind. Wenn jetzt noch die schwimmenden Pflanzinseln bestückt sind, kann die Gartenschau und können die Besucher kommen.

Fläche zwischen Friedhof und Heilig-Geist-Kirche muss aufgewertet werden

Blieb nach den bisherigen Eindrücken als letzte Großbaustelle der Alte Friedhof, wo sich die eine oder andere Wegebeziehung noch im Rohzustand befindet und noch der Glättung bedarf. Und auch die Fläche zwischen Friedhof und Heilig-Geist-Kirche muss noch aufgewertet werden, was teilweise mit Kunst und teilweise mit aus dem Blühenden Barock in Ludwigsburg herbeigeschafften Pflanzkästen geschehen soll. Dass das alles klappt und gut wird, davon sind der Oberbürgermeister und sein Team überzeugt. So wie der Oberbürgermeister auch davon überzeugt ist, dass das mit dem Wetter bis zur Eröffnung am Freitag hinhaut: Vorher noch der Regen, den die Pflanzen auch im Stadt- und Schlosspark dringend brauchen, und am Freitag dann (hoffentlich) wenigstens ein bisschen Sonne. „Man braucht nur die richtige Wetter-App“, sagt Klopfer.

Am fischgerechten Umbau des Schornbachs wird noch gearbeitet

Jüngstes Sorgenkind unter den Gartenschauprojekten ist jetzt der „Baurenwasen“, wo die Arbeiten in den letzten Monaten nicht ganz so vorangekommen sind wie geplant. Was keine Auswirkungen auf die Erlebnisbereiche entlang der renaturierten Rems in Richtung Gottlob-Bauknecht-Straße hat, sehr wohl aber welche haben könnte für den Radwegeverkehr auf dem Remstal-Radweg, dem es passieren könnte, dass der Abschnitt im Baurenwasen zwischen der Mittleren Brücke und der Bauknecht-Straße über das Eröffnungswochenende hinweg gesperrt und die direkte Radwege- und Fußgängerverbindung unterbrochen bleibt. Wobei der zuständige Fachbereichsleiter Herbert Schuck die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben hat, dass es mit der Herstellung der Böschungen im Bereich des Zulaufs des Schornbach und dessen fischgerechtem Umbau doch noch klappen könnte – inklusive der Sitzstufen, die in diesem Bereich ebenfalls noch vorgesehen sind.

Wichtig sei, dass die Zugänge zu den Erlebnisbereichen der renaturierten Rems im Baurenwasen nicht beeinträchtigt seien, sagt Schuck, aus dessen Sicht es verschiedene Gründe dafür gibt, dass die Maßnahme an der Rems möglicherweise nicht rechtzeitig fertig wird und Fußgänger und Radfahrer noch ein paar Tage mit Umleitungen – bei den Radlern über die Schlachthausstraße – leben müssen.

Erst habe über die Klage des Wasserrechtenutzers Jochen Hahn entschieden werden müssen, dann sei das Hochwasser dazwischengekommen und schließlich täten die vollen Auftragsbücher der Firmen ein Übriges, damit nicht alle Baumaßnahmen so vorankämen wie gewünscht und geplant. Aber er wolle in dieser schwierigen Situation niemandem den Schwarzen Peter zuschieben, sagt der Fachbereichsleiter, für den die gesamte Renaturierungsmaßnahme im Baurenwasen eines der tatsächlich nachhaltigen Gartenschauprojekte ist, sowohl was die Ökologie als auch den Hochwasserschutz angeht. Das sei auch der Grund dafür, dass diese Maßnahme zu 85 Prozent vom Land bezuschusst worden sei, sagt Herbert Schuck, für den die spannenden Momente für den Baurenwasen dann kommen, wenn sich das Gelände bei unterschiedlichen Wasserständen immer wieder verändern wird.

Nachbesserungen wird es auch im laufenden Betrieb geben müssen

Grundsätzlich ist dem Fachbereichsleiter daran gelegen, dass bis zum Beginn der Gartenschau alle Bagger und Lkw aus dem Stadtbild verschwunden sind. „Alles andere kriegen die Gartenschaubesucher nicht mit“, meint Herbert Schuck mit Blick darauf, dass an der einen oder anderen Stelle noch am Feinschliff gearbeitet werden muss oder noch kleinere Korrekturen und Nachbesserungen vorgenommen werden müssen. Das werde sich im Übrigen auch im laufenden Gartenschaubetrieb nicht immer vermeiden lassen.


Parkleitsystem

Den Anspruch, „die von uns identifizierten Verkehrsströme modern und intelligent zu lenken“, hat der Erste Bürgermeister Edgar Hemmerich an das neue Parkleitsystem, das in dieser Woche getestet werden und zur Gartenschau funktionieren soll.

Das neue System setzt sich zusammen aus fünf großen LED-Tafeln, auf denen die zentralen Parkbereiche beziehungsweise Parkhäuser aufgelistet sind, aus 38 Parkplatzschildern, die Auskunft über die jeweilige Belegung geben und den Verkehr leiten und umleiten und aus 22 statischen Hinweisschildern ohne Zahlen.

Über das System gesteuert werden zwischen 800 und 900 innerstädtische Parkplätze, wobei der Archivplatz mit seiner über eine Schwelle gesteuerten Belegungsanzeige und die Parkplätze „Maier am Tor“ und „An der Mauer“, für die noch die geplanten Schrankenlösungen fehlen, noch nicht einbezogen sind. Und zunächst einmal abgehängt ist der Untere Marktplatz, der während der Gartenschau nicht als Parkplatz zur Verfügung steht.