Schorndorf

Erneute Schulschließungen wegen Corona? Was Schorndorfs geschäftsführende Schulleiterin davon hält

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So hat Karin Fehrenbach im Fernunterricht während der letzten Schulschließung gearbeitet. © Ralph Steinemann Pressefoto

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann schließt einen allgemeinen Lockdown und erneute Schulschließungen angesichts der dramatischen Corona-Lage nicht mehr aus, wie er am Mittwoch im SWR-Fernsehen sagte. Karin Fehrenbach, Rektorin der Ottfried-Preußler-Grundschule Miedelsbach und geschäftsführende Leiterin für alle Schorndorfer Schulen meint dazu: „Ich denke, wir tun den Kindern nichts Gutes, wenn wir sie zu Hause lassen. Ich möchte mir die Schulschließung gar nicht vorstellen.“

Sie spreche insbesondere für die Grundschulen, sagt Fehrenbach. Man habe mehrfach erlebt, dass die Schulschließungen für die Kinder schädlich seien. „Die brauchen die Sozialkontakte.“

Man habe große Probleme, das normale Sozialverhalten wieder hinzubekommen bei den Schülerinnen und Schülern. Die Lerninhalte seien viel weniger das Problem, das könne man alles mit Fleiß und Engagement auffangen.

Die geschäftsführende Schulleiterin stellt außerdem den Sinn der Schulschließung an sich infrage: „Wir haben dann ja die Notbetreuung“, sagt sie. Das bedeute: Viele Kinder kommen trotzdem in die Schule, weil die Eltern ja arbeiten müssen. „Da kann ich auch gleich normal Unterricht machen“, findet Karin Fehrenbach.

Der Unterricht laufe ja mit verschiedenen Vorsichtsmaßnahmen. Man teste die Schülerinnen und Schüler dreimal in der Woche, bei Verdachtsfällen in der Klasse sogar fünfmal, also jeden Morgen. „Wir schauen auch wirklich, dass die Kinder Abstand halten und Maske tragen.“

Wichtig wäre aus Sicht der Miedelsbacher Rektorin, dass jetzt alle Lehrkräfte und auch die Erzieherinnen und Erzieher an den Kitas schnell zu einer Auffrischungsimpfung kommen, um weiterhin gut gegen eine Covid-19-Erkrankung geschützt zu sein.

„Ich denke, wenn Lehrkräfte und Erzieher ausfallen, dann haben wir ein Problem.“ Dann falle nämlich die Schule aus oder müssten Kitas geschlossen bleiben.

Impfung für Lehrerinnen und Lehrer wichtig

Generell findet es Karin Fehrenbach sehr wichtig für Lehrerinnen und Lehrer, geimpft zu sein. Es werde keiner genötigt oder gezwungen. Aber im Kollegium der Grundschule Miedelsbach seien alle geimpft. „Wir haben einfach festgestellt, wir arbeiten in einem Bereich, wo wir stark den Viren ausgesetzt sind. Und wenn wir uns selbst nicht schützen, dann können wir auch die Kinder nicht schützen. Wir sind an einer zentralen Stelle, deswegen ist die Impfung wichtig.“

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann schließt einen allgemeinen Lockdown und erneute Schulschließungen angesichts der dramatischen Corona-Lage nicht mehr aus, wie er am Mittwoch im SWR-Fernsehen sagte. Karin Fehrenbach, Rektorin der Ottfried-Preußler-Grundschule Miedelsbach und geschäftsführende Leiterin für alle Schorndorfer Schulen meint dazu: „Ich denke, wir tun den Kindern nichts Gutes, wenn wir sie zu Hause lassen. Ich möchte mir die Schulschließung gar

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