Schorndorf

Erweiterungsbau für den Ganztagsbetrieb an der Schorndorfer Fuchshofschule

spatenstich
Gemeinsamer Spatenstich für den Erweiterungsbau der Fuchshofschule. An den Schaufeln: die Stadträte Jochen Schäfer und Silvia Wolz, Schulleiterin Simone Kumordzie-Plott, Erster Bürgermeister Thorsten Englert, Projektleiterin Maja Koglin, Architektin Kathrin Merz, Oberbürgermeister Bernd Hornikel, die Stadträte Ulrich Bußler, Ulrich Kost und Tim Schopf (von links). © Büttner

Vor ein paar Jahren noch war die Stadt Schorndorf wild entschlossen, die Fuchshofschule samt Turnhalle abzureißen und das freie Grundstück für den Wohnungsbau zu nutzen. Elternproteste halfen nichts, erst als die vom Schweizer Architekten Fritz Stucky Ende der 1960er Jahre entwickelten Fertigbau-Pavillons vor vier Jahren vom Landesdenkmalamt als Kulturdenkmal eingestuft wurden, konnte die Fuchshofschule gerettet werden. Im Zwei-Jahres-Rhythmus soll – von September 2023 an – ein Pavillon nach dem anderen saniert werden. Zwei der Pavillons werden dann sogar barrierefrei sein. Doch zunächst ist der Erweiterungsbau dran: Erster Spatenstich war am Dienstagvormittag, Baubeginn Anfang März, Einzug soll bereits im August 2022 sein.

3,5-Millionen-Euro-Projekt mit Schweizer Generalunternehmer

Mit dem Schweizer Generalunternehmer Blumer Lehmann aus Gosau bei St. Gallen und dem Architekturbüro „Bauart“ mit Sitz in Bern, Neuchâtel und Zürich hat die Stadt Schorndorf das 3,5-Millionen-Euro-Projekt auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit der Sanierung der fünf bestehenden Pavillons rechnet Erster Bürgermeister Thorsten Englert mit einer Gesamtinvestition von bis zu zehn Millionen Euro.

Im Erweiterungsbau, der Grundlage für den Ausbau der Fuchshofschule zur Ganztagsschule ist, wird es auf fast 1000 Quadratmetern eine Mensa, einen Musiksaal, Betreuungs- und Förderräume sowie ein Außenklassenzimmer geben. Außerdem, das hat Oberbürgermeister Bernd Hornikel extra bei den Stadtwerken in Erfahrung gebracht, wird das Dach mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet.

Das im Holzmodulbau geplante Gebäude ist zweigeschossig und wird aus einem höheren und einem niedrigeren Baukörper bestehen. Für das Schweizer Bauart-Architekturbüro ist es nicht nur das erste Projekt in Deutschland, sondern auch eines in einem „wertvollen historischen Kontext“, wie Architektin Kathrin Merz betonte: Dass der Erweiterungsbau an das Pavillon-Ensemble des Schweizer Fertigbau-Pioniers Stucky anschließt, ist für das Architekturbüro, das sich seit 30 Jahren mit modularer Bauweise beschäftigt, eine besondere Situation.

Alte Pavillons in erstaunlich gutem Zustand

Und auch wenn sie, wie Schulleiterin Simone Kumordzie-Plott erinnerte, für die neuen Gebäude die Fußballwiese opfern mussten, die 180 Schülerinnen und Schüler der Fuchshofschule freuen sich mit ihren Lehrerinnen ganz offensichtlich auf den Neubau Schweizer Bauart – das kam in einem von Konrektorin Michaela Wirth eigens verfassten Lied zum Ausdruck. Und auch die alten Pavillons werden sich in absehbarer Zeit sehen lassen können: Obwohl es stellenweise reinregnet, die Fenster nicht mehr dicht schließen und es auch schon Schimmelbefall gab, von der Gebäudestruktur her, sagt Klaus Konz, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, sind sie in erstaunlich gutem Zustand.

Vor ein paar Jahren noch war die Stadt Schorndorf wild entschlossen, die Fuchshofschule samt Turnhalle abzureißen und das freie Grundstück für den Wohnungsbau zu nutzen. Elternproteste halfen nichts, erst als die vom Schweizer Architekten Fritz Stucky Ende der 1960er Jahre entwickelten Fertigbau-Pavillons vor vier Jahren vom Landesdenkmalamt als Kulturdenkmal eingestuft wurden, konnte die Fuchshofschule gerettet werden. Im Zwei-Jahres-Rhythmus soll – von September 2023 an – ein Pavillon nach

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