Schorndorf

Extrem hohe Nachfrage im Schorndorfer Fahrradhandel

FreerideFahrrad
Nikolai Rost, Inhaber von Freeride-Mountain, hat rechtzeitig seine Bestellungen aufgegeben und darum noch immer genug Bikes im Angebot. Fotos: Schneider © Gaby Schneider

Wenn nichts mehr geht, Fahrradfahren geht immer – als Ersatz für die gestrichene Urlaubsreise und als Möglichkeit, sich auch ohne Vereinssport und Fitnessstudio im Lockdown körperlich auszupowern. Und so ist im Fahrradhandel seit Beginn der Corona-Krise, den gesamten Winter hindurch und auch jetzt „die Nachfrage extrem hoch“, sagt Nikolai Rost von Freeride-Mountain in der Nordstadt. Einzig die Frage, ob mit dem aktuellen Öffnungsschritt über „Click & Meet“ ein Besuch im Fahrradgeschäft mit oder ohne negatives Schnelltestergebnis oder Impfnachweis möglich ist, hat Ende vergangener Woche zu einiger Verwirrung geführt. Und konnte auch manchem Kunden ohne Schnelltest, Impf- oder Genesenennachweis kein Einlass gewährt werden, das Geschäft läuft dennoch ausgesprochen gut – auch wenn zuvor wochenlang Beratung nur am Telefon, per E-Mail oder über Online-Meeting und der Verkauf nur per „Click & Collect“ oder im Online-Shop möglich war.

E-Bikes sind nach wie vor der absolute Renner, gefragt sind mittlerweile aber auch wieder klassische Mountainbikes ohne Elektroantrieb, Rennräder und geländetaugliche Gravelbikes – „als Ausgleich für den Sport, der gerade nicht möglich ist“, weiß Rost. Stark nachgefragt sind aktuell aber auch Werkstatttermine – weil mit E-Bikes deutlich mehr Kilometer gemacht werden und der Verschleiß deutlich höher ist. Und mag Freeride-Mountain auch noch nie so viele Fahrräder online verkauft haben wie in der Corona-Krise, kaum war es am vergangenen Freitag wieder möglich, persönlich in den Laden im Konrad-Haußmann-Weg 34 zu kommen, standen die Kunden vor der Tür. Bekleidung, Schuhe und Helme verkaufen sich zwar auch online gut, sagt Rost, „aber im Laden per ,Click & Collect’ wurde das kaum angenommen“.

Frühzeitig reagiert, auf warnende Stimmen gehört und was riskiert

Mussten andere Radhändler ihre Läden wegen der extrem starken Nachfrage in Corona-Zeiten auch schon für ein paar Tage schließen, blieb Freeride-Mountain dieser Schritt erspart: „Wir haben“, sagt Nikolai Rost, „damals sehr frühzeitig auf die ganze Situation reagiert, die warnenden Stimmen der Hersteller gehört und sind sehr stark ins Risiko gegangen“. Dadurch hat der Schorndorfer Fahrradhändler viel Ware bekommen und noch immer ein gut bestücktes Lager – „vor allem im E-Bike Bereich“. Doch auch hier gibt es Modelle, die zwischenzeitlich ausverkauft sind und nicht mehr lieferbar sein werden. „Laut einer Umfrage in einem Fahrradfachmagazin“, weiß Rost, „haben circa 50 Prozent der Händler im ersten Quartal wohl deutlich weniger verkaufen können als vor einem Jahr.“

Um auch für die Saison 2023 rechtzeitig Ware zu bekommen, hat Rost bereits jetzt einen Teil der Vorbestellungen gemacht. Die Bestellung für die Saison 2022 ist praktisch schon komplett für alle Radmarken abgeschlossen. Reichte es vor Corona, im Herbst fürs Folgejahr zu ordern, um rechtzeitig beliefert zu werden, müssen Radhändler jetzt eineinhalb Jahre im Voraus aktiv werden, „damit man dann auch Ware in ausreichenden Stückzahlen und vor allem rechtzeitig bekommt“.

Terminvereinbarung, um Wartezeiten zu vermeiden

Und wer Wert auf persönliche Beratung legt und gerne probefahren möchte, dem empfiehlt Rost dringend, einen Termin zu vereinbaren: So lassen sich lange Schlangen vor dem Laden und Wartezeiten vermeiden.

Richtige Probleme, sagt Rost, gibt es in diesem Jahr auch mit der Lieferung von Ersatz- und Verschleißteilen: Darum haben er und sein Team viele Ersatzteile schon aus dem Onlineshop genommen, um sie für die Servicearbeiten in der Werkstatt zurückzuhalten und im Laden möglichst lange Ware anbieten zu können.

Wenn nichts mehr geht, Fahrradfahren geht immer – als Ersatz für die gestrichene Urlaubsreise und als Möglichkeit, sich auch ohne Vereinssport und Fitnessstudio im Lockdown körperlich auszupowern. Und so ist im Fahrradhandel seit Beginn der Corona-Krise, den gesamten Winter hindurch und auch jetzt „die Nachfrage extrem hoch“, sagt Nikolai Rost von Freeride-Mountain in der Nordstadt. Einzig die Frage, ob mit dem aktuellen Öffnungsschritt über „Click & Meet“ ein Besuch im Fahrradgeschäft

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