Schorndorf

Falscher Waffenalarm

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Symbolbild. © Sarah Utz

Schorndorf.

Ein aufwühlendes Gerücht ging diese Woche in Schorndorf um: Ein Zehntklässler, hieß es, habe am Montag im Schorndorfer Burg-Gymnasium eine Waffe bei sich gehabt. Am Donnerstag wurde der Verdacht auch der Polizei zugetragen, die daraufhin ermittelte und bis Freitagnachmittag folgende Aufklärung anbieten konnte: Offenbar hatte tatsächlich ein Schüler entsprechende Andeutungen gemacht – „die Waffe hat aber niemand gesehen“, teilt ein Polizeisprecher mit. Es sehe so aus, als habe sich der Junge eher nur wichtig machen wollen. Die Polizei befragte sowohl den Schüler als auch zwei Kumpels von ihm im Beisein von Eltern. Es stellte sich heraus: Ja, ein gewisses „Waffen-Faible“ gebe es, zwei der Jungen seien auch im Schützenverein. Als die Polizei fragte, ob sie sich in der Wohnung des Zehntklässlers umschauen dürfe, sei die Familie „sehr kooperativ“ gewesen – die Beamten fanden Schreckschuss- und Luftdruck-, aber keine im engeren Sinne scharfen Waffen. Der Junge habe obendrein „glaubhaft“ versichert, dass er in Wahrheit keine Waffe in der Schule dabeigehabt habe. Bei einer Lehrerkonferenz, die am Freitag turnusgemäß sowieso stattfand, informierten die Ermittler die Lehrerkonferenz. Tenor: Es habe „zu keinem Zeitpunkt konkrete Gefahr“ bestanden.