Schorndorf

Fifty-fifty-Chance für SchoWo im Juli 2022: Stadtfest in Schorndorf wird geplant

Titel keine Schowo 2020
2019 war die SchoWo-Welt noch in Ordnung: Das Hofbräu-Regiment auf dem rappelvollen Marktplatz. Die Organisatoren hoffen, dass das in diesem Jahr wieder möglich ist. © Gabriel Habermann

Hoffnungsvoll, nicht naiv – so ist Jürgen Doblers Haltung zur SchoWo 2022. Von Freitag, 15. Juli, bis Dienstag, 19. Juli, kündigt der Sprecher der Vereinsgemeinschaft (VG) Schorndorfer Vereine an, soll das große Stadtfest stattfinden. Und da der VG-Vorstand die Chance, dass das nach zwei Jahren Corona-Pause tatsächlich so sein wird, auf „Fifty-fifty“ einschätzt, wurde auch schon mit den Vorbereitungen begonnen.

Drei Bands sind fest optioniert: das Hofbräu-Regiment, die W.I.P.S. und „The Takanaka Club Band“. Bereit für die SchoWo-Bühne sind auch „Cassandra & the Boyz“. Das Kulturforum will wieder dabei sein. Gesetzt ist auch das Jubiläumskonzert der Jugendmusikschule am SchoWo-Freitag in der Künkelinhalle. Außerdem reserviert für das SchoWo-Wochenende: Oliver Schöneks „Light + Soundtechnic“.

Waiblingen, Winnenden, Gmünd – überall wird (vorsichtig) geplant

Es kann natürlich sein, dass sich die Corona-Pandemie so entwickelt, dass die SchoWo zum dritten Mal in Folge wird ausfallen müssen. Doch nichts wäre aus Doblers Sicht fataler als die Situation, dass die SchoWo stattfinden dürfte, „und wir hätten’s nicht vorbereitet“. So halten’s nach Recherchen der Vereinsgemeinschaft auch die anderen Stadtfest-Organisatoren: Die Plüderhäuser Festtage, weiß Dobler von Hartmut Bay, sollen im Festzelt und auf abgesperrtem Gelände mit 2G-Kontrolle stattfinden.

In Waiblingen wird vorsichtig geplant, in Winnenden ebenso und in Schwäbisch Gmünd sogar „unabhängig von der Pandemie-Entwicklung“. Dobler, der auch mit Maximilian Friedrich, dem neuen Backnanger OB, in Kontakt ist, weiß: Dort gibt es bereits einen Plakatwettbewerb zum 50-Jahr-Jubliäum des Stadtfests und offenbar auch einen Plan B, falls die Pandemie kein unbegrenztes Feiern zulässt: Dann soll der Zutritt auf einzelne Veranstaltungsflächen eventuell nur für Geimpfte oder Genesene möglich sein.

Eine solche Alternativplanung gibt es für die SchoWo im Moment nicht: Eine Rund-um-die-Uhr-Kontrolle lässt sich aus Doblers Sicht mit ehrenamtlichen Ordnern und dem städtischen Vollzugsdienst aber sowieso nicht leisten. Für einen Sicherheitsdienst, der im Schichtdienst arbeiten müsste, rechnet Dobler mit Mehrkosten für die Vereine von bis zu 30 000 Euro. Am Montag, 31. Januar, findet die nächste, reguläre Mitgliederversammlung der VG statt. Doch bereits jetzt hat Dobler die Rückmeldung von den Vereinen: Mit derartigen Einschränkungen wird sich die SchoWo vermutlich nicht rechnen.

Und nachdem zur Jubiläums-SchoWo 2019 mit dem Radfahrverein „Wanderer“, der 1. SMTV, dem TSV Haubersbronn und den Fußballern des TSV Schornbach vier Standbetreiber ihren Rückzug verkündet haben, ist jetzt mit der ASCI ein fünfter Verein für die SchoWo verloren gegangen: Der Sportverein der italienischen Jugend findet nicht mehr genügend Helfer für den Standbetrieb auf dem Archivplatz. Diesen Festplatz, das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde mit dem Großen Blasorchester (GBO), den Fußball-Förderern des TV Weiler, der Kolpingfamilie und dem Restaurant Courage, wollen die vier verbleibenden Akteure in Zukunft selbst bespielen – und keinen weiteren Wirt in ihrer Runde aufnehmen. Die vier, so ist die Vereinbarung, werden dann gemeinsam die Mehrkosten tragen, auch weil sie damit rechnen, dass sich der Konsum auf sie verteilen wird. Für Dobler alles in allem: „eine vernünftige Lösung ohne echtes Veranstalterdefizit“.

Eine Rochade soll es auch auf dem Marktplatz geben: Der TSV Miedelsbach rückt von seinem Platz beim Rathaus nach oben auf Höhe der Palm’schen Apotheke; für den bisherigen Platz der Miedelsbacher hat die VG einen Wirt aus dem Raum Göppingen gefunden. Der Platz vor dem Ama Deli, der bisher vom TSV Schornbach besetzt war, wird womöglich von den Café-Betreibern selbst übernommen.

Ehrenamtliche für Organisation und Projektarbeit gesucht

Für die VG und ihren Sprecher Jürgen Dobler geht es mit dem Planungsstart nicht zuletzt darum, Hoffnung zu vermitteln. Zumindest eine Fifty-fifty-Hoffnung. Und die ist, betont Dobler, auch nicht halbherzig, sondern durchaus realistisch. Er selbst jedenfalls hat das Bild schon deutlich vor Augen, wie die Leute wieder raus- und gemeinsam auf der SchoWo feiern dürfen. Denn das gilt es aus Doblers Sicht ja auch zu bedenken: Sollte die SchoWo zum dritten Mal in Folge ausfallen, dann ist eine Tradition in Gefahr. Dann nämlich, vermutet Dobler, werde es immer schwerer, ein solches Großereignis überhaupt noch mal auf die Beine zu stellen: „Irgendwann kann man auf dem Alten nicht mehr aufsetzen und muss wieder von vorne anfangen.“

Nicht allein aus diesem Grund ist es der VG wichtig, weitere Mitstreiter für die Organisation und die Projektarbeit zu gewinnen. Konkret sind Engagierte gesucht für den Internationalen Kulturnachmittag am SchoWo-Montag auf dem Archivplatz und für den Kunsthandwerker-Markt in der Künkelinhalle. Ob die SchoWo 2022 stattfindet oder nicht, diese finale Entscheidung, schätzt Dobler, wird Mitte, Ende Mai fallen müssen - oder spätestens dann, wenn für die Organisatoren tatsächlich Kosten entstehen würden.

Was ist mit „Kultur am See“ und dem Altstadtlauf?

Was in diesem Jahr ebenfalls stattfinden soll, ist „Kultur am See“ im Ziegeleifreibad. Bäderbetriebsleiter Jörg Bay hat Jürgen Doblers Agentur bereits im Dezember mit der Planung beauftragt. Bis auf drei Termine sind die Bands gesetzt. Losgehen soll’s mit den stimmungsvollen Open-Air-Konzerten zum Start der Freibadsaison, also voraussichtlich am Freitag, 6. Mai. Und auch hier herrscht das Prinzip Hoffnung: „Wenn uns Corona und die Landesregierung lassen, dann machen wir’s“, kündigt Jörg Bay an und findet: „Ein bisschen Vorfreude muss sein.“

Bereits abgesagt ist dafür der BdS-Altstadtlauf – zum dritten Mal in Folge: Doch eine Veranstaltung am 24. April können sich die Verantwortlichen angesichts der aktuellen Omikron-Welle nicht vorstellen. Für Dobler, der hier ebenfalls als Organisator im Boot sitzt, ist es aus zeitlichen Gründen undenkbar, mit so kurzem Vorlauf das Programm zu machen und Sponsoren zu finden – und dann gegebenenfalls alles wieder abzusagen.

Hoffnungsvoll, nicht naiv – so ist Jürgen Doblers Haltung zur SchoWo 2022. Von Freitag, 15. Juli, bis Dienstag, 19. Juli, kündigt der Sprecher der Vereinsgemeinschaft (VG) Schorndorfer Vereine an, soll das große Stadtfest stattfinden. Und da der VG-Vorstand die Chance, dass das nach zwei Jahren Corona-Pause tatsächlich so sein wird, auf „Fifty-fifty“ einschätzt, wurde auch schon mit den Vorbereitungen begonnen.

Drei Bands sind fest optioniert: das Hofbräu-Regiment, die W.I.P.S. und

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