Schorndorf

Firmen bekommen schnelles Internet

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Remshalden. Mehr als acht Kilometer neue Glasfaserleitungen will die Telekom in der Alfred-Klingele-Straße in Remshalden verlegen, um die Gewerbebetriebe dort mit direkten Anschlüssen ans Hochgeschwindigkeitsnetz zu versorgen. Mindestens 30 Prozent der Unternehmen im Ausbaugebiet müssen mitmachen, damit die Telekom investiert.

Der Telekommunikationskonzern spricht in einer Pressemitteilung von 165 Unternehmen, die die Chance haben, „sich kostenlos ans Gigabit-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom anschließen zu lassen“. Kostenlos, das heißt natürlich nicht, dass sie das schnelle Internet komplett geschenkt bekommen, aber die Kosten für die Verlegung der Glasfaserleitungen und der Anschlüsse übernimmt die Telekom, ohne dass die Firmen dabei mitinvestieren müssen.

Voraussetzung ist, dass sich bis zum 5. Dezember mindestens 30 Prozent der infrage kommenden Firmen entlang der Alfred-Klingele-Straße entscheiden, das Angebot der Telekom anzunehmen (siehe „Infomobil“). Es geht dabei um Anschlüsse, die Bandbreiten von bis 1000 Megabit (ein Gigabit) pro Sekunde, symmetrisch im Down- und Upload, bieten, also bis zu zehnmal schnellere Internetverbindungen, als bisher standardmäßig maximal möglich sind.

Bürgermeister Molt: „Riesenchance“

Bürgermeister Reinhard Molt nennt die Pläne der Telekom eine „Riesenchance“ und sagt: „Ich hoffe, dass sich eine Vielzahl von Unternehmen in der Alfred-Klingele-Straße finden und die kritische Masse überwunden wird, dass der Ausbau beginnen kann.“ Er geht jedoch fest davon aus, dass genug Firmen Interesse haben. „Wir freuen uns, dass die Telekom einsteigt und die Auffassung vertritt, dass der Ausbau in der Alfred-Klingele-Straße wirtschaftlich möglich ist.“

Wann es mit dem Ausbau dann tatsächlich losgeht – sofern denn dann genügend Firmen dabei sind –, das kann die Telekom derzeit noch nicht genau sagen. Die Pressestelle des Konzerns sagt aber auf Nachfrage: „Liegt ausreichendes Interesse vor, wollen wir noch 2019 beginnen und bis Ende des Jahres fertig werden.“

Auch Privathaushalte sollen langfristig profitieren

Größtenteils will die Telekom dabei wohl im sogenannten Micro-Trenching-Verfahren vorgehen. Dabei werden nur sehr schmale und flache Gräben in Straßen oder Gehwegen gefräst, ohne dass große Grabungsarbeiten nötig sind. „Wir werden Tempo machen“, so die Telekom-Pressestelle. Schließlich sei es das Ziel, bis 2025 alle Gewerbegebiete in der Region mit Glasfaser zu versorgen.

So sieht es die Kooperationsvereinbarung zwischen der Telekom und der Region Stuttgart und ihren Landkreisen und Kommunen vor. Der Konzern will 300 Millionen Euro investieren. Für Privathaushalte ist das Ziel: 90 Prozent sollen bis 2030 einen direkten Glasfaseranschluss haben. Bisher haben üblicherweise die Hausanschlüsse eine Kupferkabelverbindung bis zum nächsten Glasfaserknotenpunkt, was die möglichen Bandbreiten stark limitiert.

Stadt macht Telekom Vorschläge für Netzausbau

Wie alle Kommunen in der Region hat auch Remshalden mit der sogenannten „Gigabit-Studie“ untersuchen lassen, was getan werden müsste, um alle Haushalte in der Gemeinde direkt ans Glasfasernetz anzuschließen, und wie dieses Netz aussehen müsste.

Diesen Masterplan habe man der Telekom bereits zur Verfügung gestellt, sagt Bürgermeister Reinhard Molt. Der Landkreis koordiniere die Maßnahmen zum Glasfaser-Ausbau und werde das sicherlich mit der Telekom auch absprechen.

Zu den weiteren Ausbauplänen in Remshalden konnte die Telekom auf Anfrage noch nichts sagen. Sie würden noch konkretisiert, so die Pressestelle, „und dann zuerst mit der Kommune abgesprochen“.


Info-Mobil

Am Mittwoch, 14. November, kommt ein Info-Mobil der Telekom vor Ort nach Remshalden, bei dem sich die Firmen über die Angebote für die neuen Glasfaseranschlüsse informieren können. Es steht laut Pressemitteilung der Telekom von 10 bis 17 Uhr bei der Firma Irmscher in der Günther-Irmscher-Straße 20 bis 22.