Schorndorf

Fitnesstudios und Sportschulen in Schorndorf dürfen seit Dienstag (08.06.) öffnen: Welche Regeln gelten?

Sportpunkt
Die Muskeln können jetzt wieder im Studio trainiert werden. © ALEXANDRA PALMIZI

Mehr als sieben Monate waren die Fitnessstudios geschlossen. Seit Dienstag (08.06.) kann wieder reguläres Training stattfinden – wenn auch unter bestimmten Voraussetzungen. Seit Dienstag, 8. Juni, ist das aufgrund der sinkenden Anzahl an Corona-Neuinfektionen wieder gestattet. Wie gehen die Studios damit um? Und was gilt es dabei zu beachten?

Sports Club Orange will erst kommende Woche öffnen

„Die letzten paar Wochen lief gar nichts mehr“, sagt Uwe Riedel, Inhaber des „Sports Club Orange“ in Haubersbronn. Obwohl er jetzt bereits hätte öffnen können, findet der Neustart seines Studios erst kommende Woche, am Montag, 14. Juni, statt. „Wir kriegen das nicht so schnell gebacken“, sagt Riedel. Denn das seit Wochen nicht mehr genutzte Studio muss erst wieder auf Vordermann gebracht werden. Das sei „eine große Kraftanstrengung.“

Auch bereitet es dem Diplom-Fitnesstrainer Bauchschmerzen, dass er nur noch Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete trainieren lassen darf. Am liebsten würde er für alle öffnen. Vorbereitet hat er sich aber darauf, das demnächst zu überprüfen. Riedel hat sein Personal schulen lassen und wird Tests zur Verfügung stellen. Riedel hofft aber, dass die Testpflicht bald wegfällt.

So schnell werden die Fitnessstudios indes nicht drum herum kommen, die 3-G-Regel zu überprüfen oder selbst zu testen. Denn die aktuelle Corona-Verordnung des Landes sieht noch keinen Öffnungsschritt vor, bei dem die Testpflicht entfällt.

Diese Regeln gelten jetzt

  • Trainieren darf momentan nur, wer einen negativen Coronatest vorweisen kann, genesen oder vollständig geimpft ist.
  • Nur eine bestimmte Anzahl von Personen darf gleichzeitig trainieren: nämlich eine Person pro zehn Quadratmeter
  • Die Kontaktdaten der Trainierenden müssen erfasst werden.
  • Es herrscht Maskenpflicht bis zum Sportgerät.

Riedel hofft, dass die Testpflicht bald passé ist. Sein Unverständnis und seine Wut auf die Corona-Lockdown-Politik sind groß. Die monatelange Schließung sei unverhältnismäßig gewesen, findet er (und ist mit dieser Meinung in der Branche nicht alleine). Und er fürchtet, dass im Herbst erneut der Lockdown droht.

Mitglieder haben dem Fitnesstudio den Rücken gestärkt

Einen großen Lichtblick gab es für den Fitnesstrainer in der Pandemie: Von seinen Kunden sind nämlich nur sehr wenige abgesprungen. „Wir hatten auch nicht das Problem, dass die Leute nicht mehr zahlen wollten. Im Gegenteil: Viele haben uns unterstützt. Wir haben den Rücken gestärkt bekommen durch unsere Mitglieder.“

„Leider haben wir viele Mitglieder verloren“, berichtet hingegen Hans-Jürgen Heinen, der in Schorndorf die Kampfsportschule „Fight and more“ betreibt, in der klassisches Kickboxen, Thaiboxen, aber auch Brazilian Jiu-jitsu unterrichtet wird. Obendrein muss „Fight and more“ bald nach Haubersbronn zu Riedel umziehen. Denn die Räumlichkeiten im Siechenfeld wurden ihm gekündigt. Ab Oktober geht es dort weiter, wo sich bereits der „Sports Club Orange“ befindet. So lange wird das Training noch in Schorndorf stattfinden können. Und das seit Dienstag auch wieder mit Präsenz in der Gruppe.

Untätig war Heinen in den letzten Monaten jedoch nicht. Zum einen gab es für die Schüler Online-Unterricht. Zum anderen hatte er die Chance, Leistungssportler in Schorndorf zu trainieren. Verbandspräsident Klaus Nonnenmacher hat ihn damit beauftragt, Sportler zu sichten, die für das Nationalteam geeignet sind. „Vom Verband haben wir sehr viel Unterstützung bekommen“, sagt Heinen. Und dann gab es im Breitensport auch noch die Möglichkeit, Pärchen in Einzeltrainings kontaktlos zu trainieren. Einige haben das genutzt.

Kampfsport kann wieder stattfinden

Jetzt kann auch wieder in der Gruppe - unter Coronaregeln - unterrichtet werden. Vom letzten Lockdown ist man darauf noch vorbereitet. „Wir haben zwölf Felder, so können wir jeden in seinen Bereich stellen und den Mindestabstand einhalten und mit den Grundtechniken wieder beginnen“, sagt Heinen, der entspannt ist, auch weil sogar der direkte Kontakt wieder erlaubt ist. „Wir arbeiten aber zunächst sehr viel mit der Kondition, die ist nämlich total weg.“

Sorgen, dass wegen der Testpflicht weniger Schüler kommen, macht sich Heinen durchaus. Wobei das weniger für Kinder und Jugendliche gelte, die in der Schule ohnehin getestet werden – und deren Tests jetzt 60 Stunden gültig sind, was Heinen begrüßt. Schwieriger dürfte es bei den Erwachsenes werden. „Die Hürde, sich zu testen, kann recht groß sein.“ Auch den Trainer erwartet Mehraufwand: Muss er doch vor jeder Stunde kontrollieren, ob auch alle geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

„Wir gehen aber sehr zuversichtlich an den Start, wir freuen uns richtig, dass es losgeht. Dass wir die Gruppe sehen, das ist wichtig, das Training ist da erst mal zweitrangig.“ In den letzten Wochen seien zudem vermehrt Anmeldungen zu Probetrainings gekommen, „Das stimmt uns sehr positiv. Das ist ein Anfang.“

Mehr als sieben Monate waren die Fitnessstudios geschlossen. Seit Dienstag (08.06.) kann wieder reguläres Training stattfinden – wenn auch unter bestimmten Voraussetzungen. Seit Dienstag, 8. Juni, ist das aufgrund der sinkenden Anzahl an Corona-Neuinfektionen wieder gestattet. Wie gehen die Studios damit um? Und was gilt es dabei zu beachten?

Sports Club Orange will erst kommende Woche öffnen

„Die letzten paar Wochen lief gar nichts mehr“, sagt Uwe Riedel, Inhaber des „Sports

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