Schorndorf

Flüchtlinge aus der Ukraine: Vorbereitungsklassen in Schorndorf sind schon voll

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Bisher sind an Schorndorfer Schulen 15 Kinder und Jugendliche aus ukrainischen Flüchtlingsfamilien in Vorbereitungs- und Regelklassen untergekommen. © ALEXANDRA PALMIZI

136 Geflüchtete sind seit Ausbruch des Ukraine-Krieges in Schorndorf angekommen. Von den 55 ukrainischen Kindern und Jugendlichen, die bislang bei der Stadt gemeldet sind, konnten 15 auf die bestehenden Vorbereitungs- und Regelklassen verteilt werden.

Damit, sagt Isabelle Kübler als Fachbereichsleiterin Schulen und Vereine, sind die Vorbereitungsklassen (VKL) in der Künkelin-, der Schlosswall-, der Rainbrunnen- und der Gottlieb-Daimler-Realschule aber schon voll belegt. Viele freie Plätze gab es dort aber ohnehin nicht: Schon vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs waren die Klassen im Schnitt mit 17 Schülerinnen und Schülern mit Sprach-Förderbedarf gut gefüllt. Der Klassenteiler liegt, anders als bei Regelklassen, dort bei 24.

Ohne wirklich zu wissen, wie viele Flüchtlinge in den kommenden Wochen und Monaten Schorndorf noch erreichen werden, hat die Stadt beim Staatlichen Schulamt in Backnang Bedarf für weitere VKL-Klassen angemeldet. Positiv findet Isabelle Kübler in der jetzigen Situation, dass das Kultusministerium seinen Vertretungspool online gestellt hat. Darüber, sagt Kübler, könnten sich Lehrkräfte, die Flüchtlingskinder aus der Ukraine unterrichten möchten, sogar gezielt für bestimmte Schulen bewerben.

Aufgefordert, sich zu melden, sind aus Sicht von Isabelle Kübler auch Nichtpädagogen, die fließend Ukrainisch und Deutsch sprechen – „auch die versuchen wir einzubinden“. Sie selbst hat aktuell eine Handvoll Angebote von pensionierten Lehrerinnen und Lehrern oder Pädagogen, die sich in Elternzeit befinden. Bereit steht obendrein der Arbeitskreis Sprachförderung, der weitere Gruppen für Geflüchtete anbieten will. Auch im Zentrum für Ideen und Begegnungen (ZIB) soll es Angebote geben.

Im Moment viel Planungsunsicherheit

Doch wie viele Flüchtlinge aus der Ukraine in Schorndorf ankommen, ob es in der Mehrzahl Mütter und Kinder sein werden – all das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Erst kommende Woche soll die Brühlhalle in Schornbach mit Geflüchteten belegt werden. „Es gibt“, sagt Isabelle Kübler, „im Moment viel Planungsunsicherheit.“ Doch immerhin – so viel ist schon klar: In Schornbach soll es niederschwellige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine geben.

Für viele Kinder wird es wichtig sein, so bald wie möglich in die Schule zu kommen, um auch Sozialkontakte und Normalität zu erleben. Für andere, die am Online-Unterricht aus der Ukraine teilnehmen wollen, hat die Stadt, sagt Isabelle Kübler, „die Halle mit gutem WLAN ausgestattet“. Werden digitale Endgeräte benötigt, auch da könne die Stadt unterstützen, stellt Kübler in Aussicht.

Vom Landkreis wird außerdem täglich ein Sozialarbeiter vor Ort sein. Auch die Mobile Jugend- und Kinderarbeit soll hier aktiv werden. Überhaupt hofft die Stadt, auf bestehende Strukturen im Teilort und engagierte Ortschaftsräte und Vereine zurückgreifen zu können. Der TSV Schornbach jedenfalls, dessen Trainingsmöglichkeit in der Halle auf unbestimmte Zeit belegt ist, hat bereits Hilfe und Unterstützung angeboten.

Und wenn im Moment noch gar nicht klar ist, was tatsächlich alles gebraucht wird, Isabelle Kübler hält es für wichtig, gedanklich auf alles vorbereitet zu sein, um dann zeitnah auf konkrete Bedarfe reagieren zu können. Und: Sie sieht die Stadt – nicht zuletzt mit dem Integrationsmanagement – besser vorbereitet als noch auf die Flüchtlingswelle im Jahr 2015.

136 Geflüchtete sind seit Ausbruch des Ukraine-Krieges in Schorndorf angekommen. Von den 55 ukrainischen Kindern und Jugendlichen, die bislang bei der Stadt gemeldet sind, konnten 15 auf die bestehenden Vorbereitungs- und Regelklassen verteilt werden.

Damit, sagt Isabelle Kübler als Fachbereichsleiterin Schulen und Vereine, sind die Vorbereitungsklassen (VKL) in der Künkelin-, der Schlosswall-, der Rainbrunnen- und der Gottlieb-Daimler-Realschule aber schon voll belegt. Viele freie

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