Schorndorf

Forscherreporter geben Gas

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Eifriges Fragestellen und Notieren, die Nachwuchsjournalisten nehmen ihren Auftrag richtig ernst. © Ramona Adolf

Video: Unsere Nachwuchsreporter freuen sich auf ihren Einsatz.

Schorndorf. Wirklich motiviert waren die Forscherreporter bei ihrem ersten Einsatz. In den nächsten Monaten werden sie die Entwicklung der Schorndorfer Zweigstelle der Experimenta verfolgen. Mit gezücktem Kugelschreiber und Stenoblock im Anschlag lauschten sie zuletzt den ersten Ausführungen von Adelheid Dörling. Sie erklärte, wie groß die Forscherfabrik wird, wie viele Toiletten es gibt und, ob’s da auch was Interessantes für Erwachsene gibt.

Mehr und mehr Fragen fielen den Nachwuchsjournalisten ein, und am Ende war’s eine richtige kleine Pressekonferenz, in der Adelheid Dörling und Nina Bahlo vom Stadtmuseum sowie Nicole Amolsch, Leiterin des Büros des Oberbürgermeisters, Rede und Antwort standen. In jeden Fall haben die zwölf Schülerinnen und Schüler zwischen acht und zwölf Jahren ihren Auftrag als Forscherreporter so richtig ernst genommen. Sie sind so mächtig stolz darauf, dass sie diejenigen sind, die als Erste erfahren, wie sich das neue Experimentierfeld in Schorndorf entwickelt.

Warum sie sich als Reporter engagieren wollen? Katharina will Fotos knipsen und Videos drehen. Und dann muss sie schließlich ihre Brüder informieren. Die wollten nämlich auch eigentlich alle mitmachen bei den Forscherreportern. Aber von 40 interessierten Kindern konnte eben nur ein Dutzend mitmachen. Lewin erklärt: „Ich bin ein richtiger Glückspilz.“ Der Junge hat nach einer Absage einen Nachrückerplatz bekommen. Am liebsten will er Radioreporter werden. Emma hat sich angemeldet, weil sie gerne Zeitung liest. Da findet sie es besonders schön, auch mal als kleine Reporterin aufzutreten.

Das Zeitungsmachen interessiert die Schüler brennend

Jettes Mutter ist selbst Journalistin. Drum weiß das Mädchen mit der bunten Pudelmütze schon längst, was auf sie zukommt. Immerhin schreibt sie auch selbst Geschichten und in der Stuttgarter Ferienbetreuung „Stutengarten“ war sie auch bei der Kinderzeitung. Da durfte sie sogar den echten Polizeipräsidenten interviewen. Bernd hat bei seiner Tante in der Zeitung von dem Projekt gelesen, und nachdem er bei der Auftaktveranstaltung war, wollte er unbedingt dabei sein. Er würde gerne mitentscheiden, wie es in der Forscherfabrik später aussieht. Finn interessiert sich für die bewegten Bilder und will ein Auge auf die besonderen Dinge haben, die ihm bei seiner Tätigkeit als Forscherreporter ins Auge springen. Lea möchte später mal „YouTuberin“ werden und mag als Forscherreporterin schon mal üben, Lara mag gerne anderen Leuten Fragen stellen. Und da hat sie als kleine Reporterin in jedem Fall schon mal ein wichtiges Rüstzeug, ist Neugierde doch quasi die journalistische Kernkompetenz. Marcin freut sich schon heute darauf, dass die Galerie bald von vielen Menschen besucht wird. Da will er von Anfang an mit dabei sein.

Besondere Einblicke

Außer den exklusiven Blicken in die Forscherfabrik dürfen die Kinderreporter auch die Schorndorfer Nachrichten sowie die verschiedenen Projektbeteiligten besuchen – wie beispielsweise Architekten und Planer.

In jeden Fall bekommen sie Einblicke in Lebens- und Arbeitsbereiche, die ihnen sonst verschlossen blieben.