Schorndorf

Freibad Schorndorf-Weiler: Kioskpächter und Badeaufsichten dringend gesucht

SchlauchbootWeiler
Im Weilermer Bädle ist was los: Hier das Finale 2022 beim Schlauchboot-Wettrennen. © privat

Der Weilermer Bädles-Kiosk ist wieder zu haben. Der Vertrag mit dem Pächter des vergangenen Jahres ist ausgelaufen – ganz dem Wunsch beider Seiten entsprechend. So recht gepasst hatte es nämlich nicht. Die Übernahme des Kiosks war für den Pächter ein Versuch gewesen, künftig in der Gastronomie sein Auskommen zu finden.

Vorerfahrung hatte er in der Branche keine gehabt. „Aber es lief nicht so, wie wir uns das gewünscht haben und auch, nicht wie er sich das erhofft hatte“, erklärt Michael Dürr, der Erste Vorsitzende des Weilermer Bädlesvereins.

Kiosk im Freibad läuft fast von allein: Publikum ist dankbar und durstig

Aktuell ist man also auf der Suche nach einem neuen Pächter, einer neuen Pächterin. „Wenn man das mit reichlich Engagement macht, dann kann man in den vier Monaten, in denen wir geöffnet haben, schon gut Geld verdienen“, macht Dürr Mut. Dazu müsse man aber auch mittels eines guten Services und ansprechenden Angebots Menschen für sich gewinnen, die auch einfach nur zum Essen kommen, ganz ohne Schwimmbadbesuch.

Wer sich dabei geschickt anstelle, treffe in Weiler auf ein durchaus dankbares Publikum. Das hätte die vorletzte Pächterfamilie eindrucksvoll bewiesen. Nicht selten wurde damals der kleine Vorhof des Bädles als Biergärtchen genutzt. Dort trafen sich die Gäste zum Abendessen, Kartenspielen oder Plauschen unterm Sonnenschirm.

Dazu kommt natürlich die Freibadkundschaft: Kinder mit nie endendem Eishunger, Eltern, die nach Kaffee und kühlen Getränken lechzen. Wenn’s dann noch Freibadpommes, Salat, Rote Wurst und andere kleine Leckereien gibt, dann läuft die Sache. „Es hängt extrem vom eigenen Engagement ab.“ Gibt es wieder einen solchen Sommer wie im vergangenen Jahr, „kann man eigentlich nicht so viel falsch machen“, findet Dürr. 84 Öffnungstage gab's.

Trockenheit wirft neue Probleme auf

Sobald der Frühling ins Land zieht, werden die Helferinnen und Helfer des Freibadvereins auch in diesem Jahr wieder die abgeplatzten Stellen des Beckens flicken. Wenn es auch mehr denn je zu reparieren gibt. „Die Trockenheit macht auch uns zu schaffen, jetzt gibt es sogar einen Riss im Kinderbecken“, berichtet Dürr. Entstanden sein könnte der durch Verschiebungen des ausgetrockneten Bodens. Dennoch - auch das werde man hinbekommen, und es werde weitergehen mit dem kleinen Freibad.

Eine Schließung stehe trotz der angespannten Haushaltlage der Stadt nicht an. „Wir kosten aber auch nicht so viel.“ Lediglich Wasser, Chemie und Farbe bekomme der Freibadverein jährlich von der Stadt gesponsert. Das allerdings stellt die Ehrenamtlichen auch immer wieder vor Herausforderungen - und so sucht man schon jetzt Helfer, die während der Öffnungszeiten als Badeaufsichten für die Sicherheit der Gäste sorgen.

Was wird aus der Sanierung

„Im vergangenen Jahr hatten wir sehr viele unterschiedliche Badeaufsichten, was es schwierig gemacht hat, an jedem Tag zu öffnen“, erinnert sich Dürr. Deshalb hoffen die Ehrenamtlichen sehr, dass sich jemand finden lässt, der an mehreren Tagen pro Woche verlässlich die Aufsicht übernehmen kann. So müsste der Verein nur an zwei bis drei Tagen einspringen. Das koste dann zwar mehr, sei die Investition aber sicher wert.

Eigentlich bräuchte man in Weiler aber noch viel mehr. Eigentlich müsste das Bad nämlich grundlegend saniert werden. Dazu gibt’s auch eine Kostenschätzung. Rund 700.000 Euro würde eine nachhaltige Sanierung verschlingen. Ein Gemeinderatsantrag ist dazu längst vorbereitet. Allerdings will man in diesen Zeiten nicht darüber abstimmen. Schließlich wäre klar, dass ein solcher Antrag in Zeiten, in denen Bäderschließungen diskutiert werden, mit großer Sicherheit abgelehnt werden würde.

Und im Winter? Einladung zur Skiausfahrt

Und so versuchen die Weilermer Ehrenamtlichen, ihr kleines, blaues Paradies weiterhin über Wasser zu halten. Rund 13.000 Badegäste werden es ihnen danken, so viele nutzen es im Schnitt jedes Jahr – und das soll noch lange so bleiben. „Der Verein und die Unterstützenden sind eine ziemlich stabile Truppe“, erklärt Michael Dürr zuversichtlich.

Übrigens: Am Samstag, 11. Februar, gehen etliche Freibadfreunde zusammen Skifahren. Einige Plätze sind noch frei, wer mag, kann sich unter info@freibad-weiler.de melden.

Der Weilermer Bädles-Kiosk ist wieder zu haben. Der Vertrag mit dem Pächter des vergangenen Jahres ist ausgelaufen – ganz dem Wunsch beider Seiten entsprechend. So recht gepasst hatte es nämlich nicht. Die Übernahme des Kiosks war für den Pächter ein Versuch gewesen, künftig in der Gastronomie sein Auskommen zu finden.

Vorerfahrung hatte er in der Branche keine gehabt. „Aber es lief nicht so, wie wir uns das gewünscht haben und auch, nicht wie er sich das erhofft hatte“, erklärt

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