Schorndorf

Gartenschau-Regelung gilt auch während der SchoWo

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Die Orangerie im Schlosspark. © Ramona Adolf

Es war der ausdrückliche Wunsch der Stadt, dass das wegen Bauarbeiten zunächst aus dem Schlosshof verbannte und im vergangenen Jahr an den Eselsbrunnen umgezogene Kulturforum sein SchoWo-Programm in der Gartenschau-Orangerie im Schlosspark anbietet. Was das Kufo – mit einem im Übrigen von drei auf fünf volle SchoWo-Tage ausgedehnten Programm - auch bereitwillig getan hat – in der Annahme, wie Jürgen Dobler und Kufo-Programmmacher Joe Saling übereinstimmend sagen, dass der Veranstaltungsbereich vom Gartenschaugelände so separiert wird, dass die Besucher freien Zugang haben und für die Bands die für die Gartenschau-Musikabende geltenden Regelungen außer Kraft gesetzt sind.

Davon allerdings ist jetzt nicht mehr die Rede. Erst vor etwa zwei Wochen sind die SchoWo-Verantwortlichen und das Kulturforum darüber informiert worden, dass die üblichen Gartenschauregularien mit Eintrittsgeldern und Musikbeschränkung bis 22 Uhr auch während der SchoWo gelten. Was, so der auf die vielen Gartenschau-Dauerkartenbesitzer verweisende Oberbürgermeister Matthias Klopfer auf Nachfrage, „für das Kufo in Ordnung“ sei.

Ist es aber ganz und gar nicht – zumindest nicht mehr, seit Joe Saling mit den entsprechenden Künstlern Kontakt aufgenommen hat und das eine oder andere weniger erfreuliche Gespräch führen musste, in denen das eine oder andere Engagement durchaus auf der Kippe stand. Wer will schon von 20 Uhr an sein Publikum erst in Stimmung und dann zum Tanzen bringen und dann abrupt aufhören?!

„Wir wollten mit unserem Programm nicht die Gartenschau, sondern das Stadtfest bereichern“, sagt Joe Saling und macht keinen Hehl daraus, dass er das Kulturforum unter diesen Umständen wieder lieber beim Eselsbrunnen gesehen hätte. Was aber so kurzfristig nicht mehr möglich war. Auch Jürgen Dobler bedauert, dass das Kulturforum „jetzt eigentlich ein Gartenschau- und kein SchoWo-Programm mehr“ macht.