Schorndorf

Geradstettener Freibad geschlossen

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Das Freibad in Geradstetten. © Alexander Roth

Remshalden-Geradstetten. Am Samstag musste das Geradstettener Freibad-Team feststellen, dass sich über Nacht die Beckenfolie vom Rand gelöst hatte und sich im Wasser von unten her aufgewölbt hat. Dadurch wird die Beckennutzung für Badegäste unmöglich, das Freibad in Remshalden-Geradstetten muss bis auf weiteres geschlossen bleiben. Eine Fachfirma wurde sofort kontaktiert, meldet die Gemeinde.



Der Einbau der Folie erfolgte nach Ende der Saison 2002. Aktuell ist die Folie also knapp 16 Jahre alt. Die Lebensdauer wird mit bis zu 20 Jahren angegeben. Vor jeder Saison wird die Beckenfolie regelmäßig durch unsere Fachfirma überprüft. Die letzte Überprüfung fand am 12. April 2018, vor Saisonbeginn statt, mit dem Ergebnis, dass die Folie für die kommende Saison freigegeben wurde.

„Eine mehr als ärgerliche Situation in der besten Saisonzeit unseres Freibads“, merkt Bürgermeister Molt nach seiner Ortsbesichtigung unmittelbar am Samstagmorgen an. Gleichzeitig bittet er die Badegäste um Verständnis, dass ein solches Ereignis nicht vorhersehbar war.

Eine Erneuerung der Beckenfolie war für das Jahr 2020 vorgesehen, in der Finanzplanung sind hier auch Mittel eingeplant. In dem Bericht zur Freibadsaison 2017 in der Gemeinderatssitzung vom 16.4.2018 wurde bereits darauf hingewiesen, dass in den nächsten Jahren verstärkt Investitionen in die Technik des Freibads notwendig werden. „An erster Stelle ist hier die Beckenfolie zu nennen. Diese ist in die Jahre gekommen und wird wohl zeitnah ausgetauscht werden müssen, was mit Kosten in sechsstelliger Höhe verbunden sein wird.“

In der aktuellen Saison verzeichnete das Freibad bisher etwas über 40.000 Besucher. Dies sind etwa Zweidrittel der Besucherzahl einer durchschnittlichen Saison. Es wurde versucht mit den umliegenden Freibädern (Winterbach/Schorndorf) Ausweichlösungen zu finden. Diese mussten jedoch aus Kapazitätsgründen absagen. 

Die Gemeindeverwaltung Remshalden bittet die Freibadbesucherinnen und -besucher um Verständnis und wird die Öffentlichkeit wieder informieren sobald es neue Erkenntnisse gibt.