Schorndorf

Geschichte und Geschichten: Neuer Kirchenführer der Schorndorfer Stadtkirche

Stadtkirchenführer
Von links Sabine Reichle, Jürgen Dobler, Dekanin Juliane Baur und Pfarrerin Dorothee Eisrich. Zusammen haben sie den Kirchenführer konzipiert, gestaltet und geschrieben. © Alexandra Palmizi

Die Stadtkirche Schorndorf in Schorndorf ist nicht nur ein architektonisches und historisches Schmuckstück, sondern verbirgt auch viele Geschichten hinter ihren Mauern. Um Geschichte und Geschichten geht es auch im neuen Stadtkirchenführer, der soeben erschienen ist. Auf 98 Seiten haben die Autoren Jürgen Dobler, Sabine Reichle, Pfarrerin Dorothee Eisrich und Dekanin Juliane Baur viel Wissenswertes zusammengetragen: zur Kirche, ihrer Historie und zu den Menschen, die Kirche jetzt und früher prägen und geprägt haben. „Uns war wichtig, über die Geschichte des Gebäudes und dessen historische Entwicklung zu informieren, aber auch die Geschichten der Menschen zu erzählen“, erklärt Dekanin Juliane Baur.

Ein Haus der Stille, aber auch ein Haus voller Musik, Architektur und Kunst

„Was für ein Geist muss gewirkt haben, um eine solche Kirche zu bauen und sie 550 Jahre lang über so viele Generationen hinweg zu erhalten?“, fragen die Autoren. Genau dieser Geist soll auch ein Stück weit im Buch spürbar werden. Bis ins 15. Jahrhundert reichen die Wurzeln der Stadtkirche zurück: 1477 war Baubeginn der dreischiffigen Hallenkirche, die 1634 zu großen Teilen abbrannte und von 1658 an wieder aufgebaut wurde. Heute steht die Stadtkirche im Innern nach ihrer jüngsten Renovierung gut da – und will mehr sein als ein Kirchenhaus. Eine offene Bürgerkirche wünschen sich die Verantwortlichen heute. Die Kirche sei „nicht nur offen für die konfessionellen Gottesdienste der evangelischen Gemeinde und ihrer Gäste“, heißt es dazu im Kirchenführer. Die ganze Woche über seien die Kirchentüren geöffnet. Mitten in der lärmenden Zeit sei die Kirche ein Haus der Stille und des Gebets; ein Haus der Begegnung und eins, das von großen Träumen des Lebens erzähle; ein Haus voller Musik, Architektur und Kunst.

Auf vielen Fotos zeigt das Buch kleine und große Besonderheiten der Kirche, nennt Zahlen und Fakten zum Bau und zur Geschichte – etwa zu den sieben Glocken der Stadtkirche oder auch zu den zehn hingerichteten Anführern des Bauernaufstands Armer Konrad, an die die Skulpturen des Bildhauers Christoph Traub auf dem Vorplatz erinnern. Der Kirchenführer lädt die Leser zu einem interessanten Rundgang durch die ganze Stadtkirche ein. „Wir wurden oft gefragt, wann gibt es den neuen Stadtkirchenführer“, berichtet Pfarrerin Eisrich. Seit der Renovierung habe sich in der Kirche vieles verändert – „auch das Konzept, wie wir die Kirche nutzen wollen“.

„Wir wollten zeigen, was hinter den Dingen steckt“

So wurde denn der alte Kirchenführer weiterentwickelt, sagt Jürgen Dobler. Aber nicht als geschichtliche Abhandlung, sondern mit dem Ziel „zu zeigen, was hinter den Dingen steckt und beachtenswert ist“. Ein lesbares Büchlein sollte es werden, aber auch ein Führer, der die Dinge, die man sonst nicht sieht, auf einen Blick erklären sollte. Mit den Gebäudebeschreibungen seien die gesprochenen Worte verknüpft worden, die die Bürgerkirche erlebbar machen sollten. „Hier kommen Menschen zu Wort, die in der Kirche wirken“, ergänzt Sabine Reichle.

Ein Begleiter durch die Stadtkirche soll das Büchlein sein: für Neubürger und Touristen, aber genauso auch für Schorndorfer, die „ihre“ Stadtkirche längst kennen und trotzdem mehr über sie erfahren wollen. In der Kirche liegt ein Ansichtsexemplar für die Besucher bereit. „Wir hoffen, dass die Menschen danach in die Buchhandlung gehen und das Buch kaufen“, sagt die Dekanin. Aber auch Gemeindemitglieder sollten sich an dem neuen Stadtkirchenführer freuen. Und Leute, die sonst keinen Bezug zur Kirche haben, erkennen, was sich dahinter verbirgt. „Insofern ist es auch eine Möglichkeit, zur Kirche und zum Glauben einen Zugang zu finden“, sagt Juliane Baur.

Eine weitere Zielgruppe nennt Sabine Reichle: „Das Buch richtet sich auch an Menschen, die sich für Geschichte interessieren. Denn die Kirche ist keine Insel, sondern Teil der Stadtgeschichte und der Gegenwart.“

Die Stadtkirche Schorndorf in Schorndorf ist nicht nur ein architektonisches und historisches Schmuckstück, sondern verbirgt auch viele Geschichten hinter ihren Mauern. Um Geschichte und Geschichten geht es auch im neuen Stadtkirchenführer, der soeben erschienen ist. Auf 98 Seiten haben die Autoren Jürgen Dobler, Sabine Reichle, Pfarrerin Dorothee Eisrich und Dekanin Juliane Baur viel Wissenswertes zusammengetragen: zur Kirche, ihrer Historie und zu den Menschen, die Kirche jetzt und früher

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