Schorndorf

Handy-App: Kinderrechten mit digitaler Schnitzeljagd auf der Spur

Kinderrechts-Rallye
Die beiden Bildungsreferenten Theresa Fritz und Armin Holp haben die Kinderrechtsrallye ins Leben gerufen. © Benjamin Büttner

Zum Jahresbeginn hat die Bundesregierung einen besonderen Gesetzesentwurf vorgelegt: Kinderrechte sollen in das Grundgesetz aufgenommen werden. Denn: Im Gegensatz zu den Menschenrechten, sind die der Kinder und Jugendlichen größtenteils unbekannt. Theresa Fritz und Armin Holp haben dies zum Anlass genommen, und eine digitale Kinderrechtsrallye entwickelt. Sie soll die Jüngsten unserer Gesellschaft spielerisch auf ihre ganz persönlichen Rechte aufmerksam machen.

Bei dem Angebot handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Weltladens, des Aktionsbündnisses „Schorndorf handelt“ und des Kreisjugendrings. Die Bildungsreferentin des Weltladens, Theresa Fritz, sagt: „Wir wollen Kinder auf ihre eigenen Rechte aufmerksam machen und ihnen verbildlichen, warum es diese überhaupt gibt.“ Dafür hat sie zusammen mit Armin Holp, dem Bildungsreferenten des Kreisjugendrings, die Rallye entworfen. Mit der kostenlosen Handy-App „Actionbound“ können Kinder ab elf Jahren die Inhalte der internationalen Kinderrechtskonvention in rund zwei Stunden kennenlernen.

Eine digitale Schnitzeljagd durch Schorndorf

Dafür können sie zehn Stationen in der Innenstadt anlaufen, die durch die GPS-Funktion des Handys erkannt werden. An diesen sollen die Teilnehmer dann, im Stile einer Schnitzeljagd, jeweils eine Aufgabe erledigen. Der Startpunkt ist der Weltladen El Mundo. Dort müssen die Kinder lediglich einen QR-Code mit dem Handy scannen, um loslegen zu können. „Wir haben besonders auf den Datenschutz geachtet. Kinder dürfen nur mit einer unterschriebenen Einverständniserklärung der Eltern teilnehmen“, sagt Armin Holp.

An den einzelnen Stationen, die allesamt an bekannten Orten der Stadt zu finden sind, soll den Kindern wichtiges Wissen vermittelt werden. Deshalb sind sie abwechslungsreich gestaltet. Theresa Fritz sagt: „Vom Quiz bis zur Tonaufnahme ist alles dabei. Es wird durchaus auch Action geboten.“ Zu viel wollen sie aber nicht verraten. Inhaltlich sind die Aufgaben ebenfalls breitgefächert. Die Kinder sollen ihre zehn Grundrechte nicht nur kennenlernen, sondern auch mehr über deren Geschichte und die Situation in anderen Ländern erfahren.

Da viele Jugendliche beispielsweise ihr Recht auf Bildung eher als lästige Schulpflicht empfinden, soll ihnen der historische Hintergrund aufgezeigt werden. „Wir wollen den Kindern vermitteln, dass die Schulpflicht zu ihrem eigenen Schutz eingeführt wurde. Sie sollte früher nämlich hauptsächlich vor der Kinderarbeit schützen“, sagt Theresa Fritz. Unter anderem werden auch das Recht auf Freizeit, das Recht auf Privatsphäre oder die typischen Geschlechterklischees zwischen Jungen und Mädchen thematisiert.

Die digitale Schnitzeljagd eigne sich gerade in Corona-Zeiten wunderbar für eine Aktivität im Freien, wie Armin Holp sagt: „Das ist das optimale Programm für wärmere Tage und die Osterferien.“

Extra-Angebot für Schulklassen und Gruppen

Die Rallye wird zudem für Vereine und Schulklassen angeboten. Dafür haben Theresa Fritz und Armin Holp extra eine alternative Route entwickelt. Diese dauert genau eine Schulstunde lang. Theresa Fritz bietet für Gruppen zudem eine inhaltliche Einführung sowie eine professionelle Begleitung an. Als kleinen Ansporn wird bei jeder erfolgreich absolvierten Station ein Punkt vergeben. Wer zehn Punkte gesammelt hat, kann sich eine kleine Teilnehmerbelohnung im Weltladen abholen. Nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern können sich bei der Rallye weiterbilden. Denn die Kinderrechte waren, auch wenn man es kaum glauben kann, lange Zeit alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Zum Jahresbeginn hat die Bundesregierung einen besonderen Gesetzesentwurf vorgelegt: Kinderrechte sollen in das Grundgesetz aufgenommen werden. Denn: Im Gegensatz zu den Menschenrechten, sind die der Kinder und Jugendlichen größtenteils unbekannt. Theresa Fritz und Armin Holp haben dies zum Anlass genommen, und eine digitale Kinderrechtsrallye entwickelt. Sie soll die Jüngsten unserer Gesellschaft spielerisch auf ihre ganz persönlichen Rechte aufmerksam machen.

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