Schorndorf

Haubersbronn im Aufbruch: Projekte zur Ortsentwicklung beim Ortsfest vorgestellt

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Ortsfest Haubersbronn Samstag
Früh übt sich. Die Tuba so groß wie der Spieler. Hilfestellung von Jannik Hieber bei der Instrumentenvorstellung des Musikvereins. © ALEXANDRA PALMIZI
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Ortsfest Haubersbronn Samstag
Schülerinnen der Klassen 4a und 4b der Schillerschule beim Waffelbacken. Der Erlös ist für das Schullandheim. © ALEXANDRA PALMIZI
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Ortsfest
Für Kinder gab es ein buntes Programm. © Alexandra Palmizi

Du liebe Güte, denkt man sich, kurz nach der Eröffnung des Ortsfestes am etwas regnerischen Samstagnachmittag die Haubersbronner Festhalle betretend: Das bebt ja geradezu vor Aufbruchsstimmung und engagiertem Neuanfang. Hier will ein Schorndorfer Ortsteil mit wirklich allen Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft in die fantasievoll, tatkräftig eigene Hand nehmen.

Und als Ersten trifft man dort Roland Hieber, den rührigen Vorsitzenden des Musikvereins „Frisch Auf“ Haubersbronn. Der zögert denn auch keine Sekunde, um den Berichterstatter auf den neuesten Stand der Probleme und Visionen der aktuellen Vereinsarbeit mit zurzeit 33 aktiven Musikerinnen und Musikern zu bringen. Erstens: „Es wird immer schwieriger, junge Mitglieder zu finden.“ Ein Problem, das so gut wie alle Vereine haben. Aber kein Verzagen, vermittelt Hieber mit glaubwürdigem Hoffnungsschwung: „Unser Ziel ist es mit der Grundschule eine Bläserklasse einzuführen. Die Gespräche laufen.“

Zusammenarbeit mit der Musikschule

Das Problem? In Haubersbronn werden nur noch die Klassen 1 bis 4 unterrichtet. Spannend für die Entwicklung der Schüler wird es aber erst danach. „Doch dann sind die Schüler nicht mehr in Haubersbronn.“ Hieber lobt aber die Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule in Schorndorf, Mitglieder des Haubersbronner Musikvereins erhalten dort ermäßigtes Unterrichtsgeld.

Attraktion war beim Ortsfest der Instrumentenstand des Vereins, wo man ununterbrochen Kids beim Ausprobieren beobachten konnte. Und oft waren die Instrumente fast größer als sie selbst. Drollige Momente. Mit Hingabe hat sich Jannik Hieber um das Töne-Plustern der Kleinen gekümmert. Dieses anregende Zuwenden, das spürte man hier, das war der besondere Geist dieses Ortsfestes. Nächste Woche, so informiert Roland Hieber, beginnen die Proben für das Weihnachtskonzert, das dann auch hoffentlich stattfinden kann, unter dem neuen Dirigenten Christoph Gehring. Es gibt also erfreuliche Aussichten.

Ideen und Projekte für die Ortsentwicklung sind entstanden

Aussichten auch für die Ortsentwicklung von Haubersbronn. Sabine Brennenstuhl, Stellvertreterin des krankheitsbedingt verhinderten Ortsvorsteher Erich Bühler, drückte es so aus: „Durch gemeinsames Tun einen Klang oder ein Ziel zu erreichen, das ist auch unser Bestreben beim Thema Ortsentwicklung.“ Unterstützt durch ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg hätten sich im vergangenen Jahr viele Ehrenamtliche „reingehängt“. Es seien „Ideen für eine Orts- und Quartiersentwicklung in Haubersbronn“ entstanden.

Vier Projekte wurden den Bürgerinnen und Bürgern dabei vorgestellt. Schon am Start ist das Projekt „Haubersbronn – vernetztes Ortsleben“, das den Ort im Internet präsenter und Informationen besser zugänglicher machen soll. Eine Projektgruppe beschäftigte sich damit, „Begegnungsräume“ zu finden und zu gestalten, zum Beispiel mit der Einrichtung eines „Winter-Cafés“. Außerdem gab es die Gruppen „Ehrenamt und Vernetzung und „Verkehr und Infrastruktur“ mit den Themen Radwege und Nahversorgung durch einen Dorfladen. Und ja, der Laden soll ab Oktober dieses Jahres als „Tante-M-Laden“ eröffnet werden.

Du liebe Güte, denkt man sich, kurz nach der Eröffnung des Ortsfestes am etwas regnerischen Samstagnachmittag die Haubersbronner Festhalle betretend: Das bebt ja geradezu vor Aufbruchsstimmung und engagiertem Neuanfang. Hier will ein Schorndorfer Ortsteil mit wirklich allen Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft in die fantasievoll, tatkräftig eigene Hand nehmen.

Und als Ersten trifft man dort Roland Hieber, den rührigen Vorsitzenden des Musikvereins „Frisch Auf“ Haubersbronn. Der zögert

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