Schorndorf

Hubschrauber sucht Unfallflüchtigen

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In diesem Auto fand die Polizei einen betrunkenen 31-Jährigen vor, der zunächst einen verwirrten, schockierten Eindruck machte. © SDMG
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe
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Am Mittwochabend (30.08.) prallte ein Skoda-Fahrer auf einem Parkplatz an der B 29 gegen einen Lkw-Anhänger und flüchtete zu Fuß. © Sven Friebe

Plüderhausen. Ein Hubschrauber war im Einsatz, die Polizei ging mit Hunden und Streifenwagen auf die Suche: Ein Unfall auf einem Parkplatz an der B 29 zwischen Plüderhausen und Urbach sorgte am Mittwochabend für reichlich Aufregung. Ein verwirrter, betrunkener Mann saß in einem reichlich lädierten Skoda, ein zweiter Betrunkener war zunächst abgehauen. Unterdessen schlief ein Dritter im Lkw auf dem Parkplatz. Der Skoda hatte dessen Anhänger gerammt.

Bürger hatten sich am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr gefragt, aus welchem Grund ein Hubschrauber in der Gegend Plüderhausen/Schorndorf kreiste. „Unfallflucht“, hieß es bei der Polizei. Womöglich sei jemand verletzt.

Am Morgen danach formten sich erste Bruchstücke zu einer zusammenhängenden Geschichte. Demnach ist gegen 20 Uhr am Mittwoch ein Skoda, der in Richtung Stuttgart unterwegs war, auf besagtem Parkplatz auf den Anhänger eines geparkten Lkws aufgefahren. Die Polizei fand in dem stark beschädigten Fahrzeug einen 31-jährigen Mann vor, der „zunächst einen unverletzten, aber verwirrten, schockierten Eindruck machte“. Zeugen sagten aus, zum Unfallzeitpunkt habe noch eine zweite Person im Auto gesessen, die zu Fuß verschwunden sei. Nun befürchtete die Polizei, der Flüchtige könnte verletzt sein, einen Schock erlitten haben und in eine hilflose Lage geraten sein. Ein Polizeihubschrauber startete, die Polizeihundeführerstaffel schickte Einsatzkräfte los, und die Schorndorfer Polizei erhielt Verstärkung aus Waiblingen und Schwäbisch Gmünd.

Der Flüchtige zog sich in seine Wohnung zurück

Die ausgedehnte Suche endete alsbald an der Wohnungstür des Flüchtigen: Dort traf die Polizei den 29-Jährigen an. Tests ergaben, dass sowohl der Flüchtige als auch der andere Mann im Skoda „deutlich unter Alkoholeinwirkung“ standen, wie die Polizei mitteilt. Beide Männer mussten sich einer Blutentnahme unterziehen.

Wer ist gefahren?

Die Frage ist: Wer ist gefahren? Die Polizei hat den 31-Jährigen im Visier. Sein Führerschein ist beschlagnahmt. Es besteht laut Polizei der Verdacht, dass der Führerschein gefälscht ist.

Der 29-Jährige saß den ersten Ermittlungen zufolge als Beifahrer im Auto. Weshalb er trotzdem abgehauen ist, bleibt offen. Sein Begleiter, der 31-Jährige, hatte jedenfalls behauptet, der Jüngere sei gefahren. Um die Frage abschließend zu klären, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart mittlerweile ein Gutachten angefordert. Der Skoda ist beschlagnahmt, die Spurensicherung noch nicht abgeschlossen.

Lkw-Fahrer blieb unverletzt

Ganz unversehrt hat nur der Mann im geparkten Laster den Unfall überstanden. Er hatte in der Fahrerkabine geschlafen, als der Skoda seinen Anhänger rammte. Die beiden Männer im Skoda haben sich beide verletzt. Sie wurden nach dem Unfall medizinisch versorgt.

Nagelneue Hubschrauberflotte seit 2016

Hubschraubereinsätze sorgen in der Bevölkerung aus verständlichen Gründen regelmäßig für Aufsehen. Menschen wollen wissen, weshalb ein Polizeihubschrauber kreist. Eine Fahndung könnte der Grund sein oder eine Suche nach einer vermissten Person. Immer wieder steigen Hubschrauber etwa dann auf, wenn ein älterer Mensch aus einem Seniorenheim verschwindet und Anlass zur Sorge besteht, er findet allein nicht zurück oder es ist ihm etwas zugestoßen.

Mit Hilfe von hochauflösenden Wärmebildkameras spüren diese Hubschrauber Menschen auch in unwegsamem Gelände oder im Wasser auf. Seit 2016 verfügt die Polizei in Baden-Württemberg über eine nagelneue Hubschrauberflotte. Sechs neue Modelle sind in Stuttgart und Söllingen stationiert. Die Hubschrauber bringen es laut Innenministerium auf eine Höchstgeschwindigkeit von rund 280 Stundenkilometern.

Der Flüchtige hätte womöglich dringend Hilfe gebraucht

Für die Suche nach einem Unfallflüchtigen wie jetzt bei Plüderhausen setzt die Polizei normalerweise nicht gleich einen Hubschrauber ein – das wäre gar nicht möglich, denn täglich hat es die Polizei mit meist mehreren Unfallfluchten zu tun. Im Plüderhäuser Fall forderten die Beamten den Hubschrauber an, weil der Flüchtige womöglich dringend Hilfe gebraucht hätte.

„Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“

Die meisten der zahllosen Unfallfluchten verlaufen natürlich weit weniger spektakulär als jene am Mittwochabend. Der Klassiker: Jemand beschädigt auf einem Parkplatz ein anderes Auto – und macht sich vom Acker. Unter der Überschrift „Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“ hatte die Polizei zuletzt Mitte Juni öffentlich auf die Folgen hingewiesen: „Es handelt sich um eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden kann.“ Unfallbeteiligte müssen am Unfallort bleiben, damit ihre Personalien festgestellt und alles Weitere geklärt werden kann. Sie müssen, sofern sie etwa ein anderes Auto beschädigt haben, eine angemessene Zeit auf den Besitzer warten und gegebenenfalls die Polizei verständigen.


Sachschaden

Nach dem Unfall auf einem Parkplatz an der B 29 am Mittwochabend beziffert die Polizei den wirtschaftlichen Totalschaden am Skoda auf etwa 15 000 Euro. Der Schaden am Lkw-Anhänger, auf den der Skoda aufgefahren war, wird auf etwa 3000 Euro geschätzt.