Schorndorf

IBA 2027: Schorndorf lobt Wettbewerb für ein „Quartier der Generationen“ aus

Bauhof Schorndorf IBA 2027
Im Rahmen der Internationalen Bauaustellung (IBA) soll das ehemalige Bauhof-Areal in Schorndorf entwickelt werden. © Stadtbau Schorndorf

Der Startschuss für den städtebaulichen Wettbewerb für die IBA ist gefallen. Gefragt sind die besten Entwürfe von 20 Teams aus Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten für die Gestaltung des alten Bauhofareals, das im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) zu einem urbanen Quartier entwickelt werden soll. Einstimmig hatte der Gemeinderat im Januar 2021 der Entwicklung eines ganz neuen Stadtteils mit energiesparenden Wohnformen, modularer Bauweise sowie innovativen Formen der Mobilität zugestimmt.

Mit dem „Quartier der Generationen“ plant Schorndorf an der Paulinenstraße eine städtebauliche Ergänzung der Vorstadt nördlich des Bahnhofes. Das 1,5 Hektar große, ehemalige Bauhofareal soll bis zum Präsentationsjahr der IBA 2027 zu einem „Quartier der Generationen“ werden. Entstehen soll ein dichtes, lebendiges Viertel, in dem unterschiedliche Generationen in Leben, Arbeiten und Pflege zusammenkommen. Kurze Wege, eine hohe Lebensqualität und ein starkes Gemeinschaftsgefühl sollen im neuen Quartier entstehen. Eine qualitätsvolle Kombination von öffentlichen Räumen und vielfältigen Angeboten der Nahversorgung, Bildung, Freizeit und Kultur soll den Charakter des neuen Quartiers prägen und einen Impuls für das Zusammenleben in der Schorndorfer Vorstadt setzen.

Ein Areal mit wenig Autoverkehr

Dabei legt die Stadt besonderen Wert auf ressourcenschonende und emissionsarme Energie- und Materialkonzepte. Das Areal soll mit wenig Autoverkehr und einem Schwerpunkt auf öffentlichen Nahverkehr sowie Räumen für Sharing-Angebote und Belieferung gestaltet werden. Nach Angaben von IBA-Sprecherin Thea Leisinger wurde das Vorhaben aus Schorndorf in das IBA’27-Netz aufgenommen. Noch sei es aber kein erklärtes IBA-Projekt, sondern befinde sich aktuell dazu noch in einem dreistufigen Verfahren.

Der Wettbewerb wird als anonymer, zweiphasiger städtebaulicher und freiraumplanerischer Wettbewerb durchgeführt. Zwingend ist die Bildung von Teams zwischen Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten. Insgesamt sollen bis zu 20 Teams am Wettbewerb teilnehmen. Sieben werden von der Stadt gesetzt, die den Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der IBA ausgelobt hat, weitere 13 sollen im Bewerbungsverfahren hinzukommen. Sollten mehr als 13 Bewerbungen eingehen, die die Anforderungen erfüllen, entscheidet das Los.

Genossenschaften sind erwünscht

Die Bedürfnisse und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sollen in die Planungen einfließen, weshalb das Verfahren Beteiligungsformate wie beispielsweise die beratende Mitarbeit von Bürgervertretern vorsieht. Auf dem Areal sollen unterschiedliche Träger bauen: Baugesellschaften, Genossenschaften, Gruppen und innovative Wohnprojekte. „Die IBA’27 erhofft sich mutige Impulse für urbane Lebendigkeit und städtisches Selbstbewusstsein im heterogenen Umfeld der Schorndorfer Vorstadt“, sagt IBA-Intendant Andreas Hofer. „Der Wettbewerb soll starke Bilder für einen Quartierteil liefern. Die vorgesehene Vergabe an verschiedene gemeinwohlorientierte Bauträger verspricht Vielfalt und Inklusion im Alltag.“

Abgabefrist für die zweite und finale Phase des Wettbewerbs ist der 27. September 2022. Die entscheidende Tagung der Jury findet Ende Oktober statt. Die Preisträger teilen sich ein Preisgeld von insgesamt 48.000 Euro. Der vollständige Teilnahmeantrag kann hier heruntergeladen werden: https://www.iba27.de/wettbewerb-schorndorf.

Der Startschuss für den städtebaulichen Wettbewerb für die IBA ist gefallen. Gefragt sind die besten Entwürfe von 20 Teams aus Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten für die Gestaltung des alten Bauhofareals, das im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) zu einem urbanen Quartier entwickelt werden soll. Einstimmig hatte der Gemeinderat im Januar 2021 der Entwicklung eines ganz neuen Stadtteils mit energiesparenden Wohnformen, modularer Bauweise sowie innovativen Formen

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