Schorndorf

Illegale Müllentsorgung: Problem in der Schorndorfer Weststadt

Weststadt Müll
Müllsäcke auf der Straße - kein schöner Anblick. © Benjamin Büttner

Erwünscht waren schöne Ecken mit Rosenbeeten und Grünpflanzen, doch häufig zeigt die Weststadt andere Ansichten: Gefüllte Müllsäcke, leere Getränkedosen und Zigarettenschachteln, Schmutz und Unrat liegen auf den Straßen. „In der Weststadt“, sagte Infrastruktur-Fachbereichsleiter Herbert Schuck im Technischen Ausschuss, „gibt es ein Problem der Grundordnung.“ In der Daimlerstraße und der Römmelgasse störten beispielsweise illegale Müllentsorgungen, der Winterdienst, eigentlich Sache der Anwohner, wird laut Schuck vernachlässigt. Und: „Sauberkeit ist ein Dauerthema.“

Im Zuge der Haushaltsberatungen 2021 hatten die CDU-Fraktion und Stadtrat Andreas Schneider einen Bericht zu diesbezüglichen Problemen in der Weststadt beantragt. Den hat Herbert Schuck nun vorgelegt. Die Zentralen Dienste, also der frühere Bauhof, habe eine Grundreinigung gemacht, „aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen“, erklärte er. Erst vor wenigen Tagen sei ein ausrangiertes Sofa mitten auf einem Grünstreifen gestanden, beim Winterdienst müsse der Bauhof selbst Hand anlegen. Der Fußweg zwischen den Häusern an der Gottlieb-Daimler-Straße 47 und 49 müsste nach Ansicht des Fachbereichs Infrastruktur mittelfristig erneuert werden, ebenso wie die Hintere Römmelgasse, die in einem schlechten Zustand sei. Brach liegen die Rosenbeete, die vor Jahren im Zuge des Projektes „Rosen für die Weststadt“ angelegt worden seien. Einzelne Beete sollen nun abgeräumt werden, andere instandgesetzt werden, so dass sie von Beet-Paten wieder bepflanzt werden können. Zudem plant der Eigenbetrieb Tourismus und Citymanagement zusammen mit Gewerbetreibenden ein Grünprojekt in der Neuen Straße, bei dem die Stadt Pflanzen und Kübel sponsert und die Gewerbetreibenden die Bepflanzung und Pflege übernehmen.

Im Ausschuss stieß der Bericht auf reges Interesse. Die Stadtverwaltung übernehme permanent neue Aufgaben und habe deshalb zu wenig Personal, um die Kernaufgaben zu erledigen, kritisierte Andreas Schneider. Ins selbe Horn stieß Thomas Schaal (CDU), der von der Verwaltung dringend einforderte, den Bestand zu erhalten. Erster Bürgermeister Thorsten Englert erinnerte dagegen an zahlreiche Schulen und Kitas, die in Schorndorf in den vergangenen Jahren gebaut wurden: All das, inklusive Hecken und Rasen, werde mit dem gleichen Personal unterhalten.

Weststadt ist oft menschenleer

„Was fehlt, ist das händische Bearbeiten von Kleinflächen in der Innenstadt“, monierte Werner Neher (GLS). Städtische Mitarbeiter sollten für bestimmte Areale zuständig sein. Anwohner müssten allerdings selbst ihrer Pflicht nachkommen, vor ihrer Haustüre die Straße oder den Gehweg zu kehren. Die Stadt solle auf die Kehrpflicht verweisen und für deren Umsetzung gegebenenfalls auch mit einem Bußgeld sorgen. „Diese Vorschrift muss man publizieren und durchsetzen“, forderte er. Mehr Frequenz in den Straßen würde nach Ansicht von Friederike Köstlin zu mehr Sauberkeit führen. „Die Weststadt ist oft menschenleer“, sagte sie und brachte einen Radweg ins Spiel, der sich aus ihrer Sicht positiv auswirken würde. „Die Sauberkeit wird ein Dauerthema bleiben“, resümierte Herbert Schuck. Er nehme mit, dass die Stadt diesem Ziel auch mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen stärker nachgehen solle.

Erwünscht waren schöne Ecken mit Rosenbeeten und Grünpflanzen, doch häufig zeigt die Weststadt andere Ansichten: Gefüllte Müllsäcke, leere Getränkedosen und Zigarettenschachteln, Schmutz und Unrat liegen auf den Straßen. „In der Weststadt“, sagte Infrastruktur-Fachbereichsleiter Herbert Schuck im Technischen Ausschuss, „gibt es ein Problem der Grundordnung.“ In der Daimlerstraße und der Römmelgasse störten beispielsweise illegale Müllentsorgungen, der Winterdienst, eigentlich Sache der

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