Schorndorf

Im Éclat in Schorndorf wird jetzt Vintage-Mode verkauft

Kleider im Eclat
Im November wird im Éclat Vintage-Mode verkauft. Miriam Lehle (rechts) will ihr Lokal im Dezember, wenn möglich, nochmals öffnen. © Palmizi

Wo sonst Espresso und Prosecco getrunken wird, werden derzeit Jacken, Capes und Kleider anprobiert: Aus dem Bistro/ Restaurant Éclat ist vorübergehend ein Geschäft für Vintage-Mode geworden. Betreiberin Miriam Lehle hat aus der Corona-Not eine Tugend gemacht und zusammen mit fünf Freunden den leer gewordenen Platz mit Kleiderständern und ausgefallenen Stücken aus ihrem eigenen Kleiderschrank und den Schränken ihrer Freundinnen gefüllt. Manches ausgefallene Stück hat schon eine glückliche neue Besitzerin gefunden.

Die Heizpilze sind nur geliehen

Im Sommer kam die für viele Gäste traurige Ankündigung: Miriam Lehle und Marius Jentschke werden ihr Restaurant in der Konstanzer-Hof-Gasse schließen. Drei Jahre nach der Eröffnung sollte Schluss für die beiden sein, die, wie sie damals auf Facebook schrieben, schon länger an diesem Standort keine Möglichkeit zur Weiterentwicklung gesehen hatten. Als Designerin und Musiker konnten sie sich aber „ein Leben und Arbeiten ohne die Komponente des Gestaltens“ nicht vorstellen. Bis Ende Januar 2021 sollte das Éclat noch bleiben, vorgenommen hatten sie sich trotz Corona noch einiges an „netten Events“. Dafür hatten sie die Terrasse winterfest gemacht und sich von Freunden Heizpilze besorgt – „zum Glück geliehen und nicht gekauft“,, wie Miriam Lehle heute sagt. Denn dann machte ihnen die zweite Corona-Zwangspause einen Strich durch die Rechnung, und jetzt ist bis Ende November erst mal Schluss. Auch wenn es unsicher ist: Noch hofft Miriam Lehle, im Dezember das Éclat für ihre Gäste nochmals  wiedereröffnen zu können.

Gelernte Modedesignerin mit eigenem Label

Bis dahin sollte das liebevoll gestaltete Restaurant aber nicht leer bleiben. Als gelernte Modedesignerin mit dem eigenen Label „Prose“ kam ihr die Idee, einen Pop-up-Laden mit Vintage-Kleidern zu eröffnen. Ausgefallene Fransenjacken, experimentelle Capes und und farbenfrohe Kleider aus ihrem Label „Prose“ und aus dem Besitz guter Freundinnen, Stiefel, High Heels und Handtaschen wurden in die Konstanzer-Hof-Gasse gebracht. Was zunächst nur für ein paar Tage gedacht war, kam bei den Kundinnen so gut an, dass sich Miriam Lehle entschlossen hat, mit dem Secondhandverkauf noch weiterzumachen. Bis Ende November soll mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr und auf Anfrage geöffnet sein. Danach hofft sie auf eine Wiedereröffnung des Éclats – auch, weil das erzwungene vorzeitige Ende wegen der Corona-Krise aus ihrer Sicht ein unbefriedigender Abschluss wäre. Familienfrühstücke und kleine Events mit Musik hat sie sich für Dezember bereits vorgenommen, bis im Januar endgültig Schluss ist.

Frau mit vielen Fähigkeiten

Mode und Design, Gastronomie und Kreativität: Miriam Lehle ist eine Frau mit vielen Fähigkeiten. In Pforzheim, London und Berlin hat sie Modedesign studiert und sich später mit ihrem Mode-Label „Prose“ (Prosa) selbstständig gemacht. Acht Jahre lang hatte sie ein Atelier in der Lederfabrik, später zog sie mit ihrem Atelier in ihre eigene große Privatwohnung um. Dass sie jetzt viele Stücke aus ihrem Bestand verkauft, kommt für sie genau zum richtigen Zeitpunkt: „Ich will ein Ende sehen, etwas Neues kreieren. Darauf freue ich mich.“

Wo sonst Espresso und Prosecco getrunken wird, werden derzeit Jacken, Capes und Kleider anprobiert: Aus dem Bistro/ Restaurant Éclat ist vorübergehend ein Geschäft für Vintage-Mode geworden. Betreiberin Miriam Lehle hat aus der Corona-Not eine Tugend gemacht und zusammen mit fünf Freunden den leer gewordenen Platz mit Kleiderständern und ausgefallenen Stücken aus ihrem eigenen Kleiderschrank und den Schränken ihrer Freundinnen gefüllt. Manches ausgefallene Stück hat schon eine glückliche

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