Schorndorf

Im Wohngebiet "Lederer" in Schorndorf entstehen 228 Wohnungen: Blick hinter den Bauzaun

Breuninger02
Großbaustelle für den Wohnungsbau. © Ralph Steinemann Pressefoto

Vor zwei Jahren waren die Abbruch-Bagger zugange, im August 2020 begannen auf dem ehemaligen Breuninger-Areal die Rohbauarbeiten. Inzwischen sind die Arbeiten für das Wohngebiet Lederer weit vorangeschritten. Zwischen 80 und 100 Bauarbeiter und Handwerker sind derzeit auf der Baustelle beschäftigt: außen mit der Wärmedämmung und dem Außenputz, innen mit dem Estrich, dem Innenputz und der technischen Ausstattung für Heizung, Sanitär und Lüftung. „Wir liegen mit den Arbeiten im Zeitplan“, sagt Instone-Projektmanager Helmut Gesell. „Wir hatten Glück, weil der Winter bisher nicht sehr streng war und sich die Ausfälle wegen Corona in Grenzen gehalten haben.“ Ein paar Probleme gab’s wie derzeit auf vielen Baustellen allerdings aufgrund von Lieferschwierigkeiten: Bei der Wärmedämmung, bei Einbauteilen für den Sonnenschutz und Pulverbeschichtungen sei es zu Verzögerungen gekommen. Grundsätzlich ist Gesell aber sehr zufrieden mit dem Verlauf und, wie er sagt, auch mit der Zusammenarbeit mit der Stadt.

Wie berichtet, entstehen in acht Gebäuden 18 000 Quadratmeter Wohnraum – schätzungsweise 600 Menschen werden in den Ein- bis Fünfzimmerwohnungen einmal leben. 49 Wohnungen werden nach dem Schorndorfer Wohnversorgungsmodell öffentlich gefördert und später günstiger vermietet. Um eine Inselbildung zu vermeiden, werden diese laut Gesell überall eingestreut. Die Instone Real Estate Development, die die Wohnblocks baut, hat den Wohnungsbestand an die R&V-Versicherung verkauft. Nach Fertigstellung werden die Wohnungen schlüsselfertig und mit Gewährleistung übergeben.

Hoch und massiv wirken die fünfgeschossigen Gebäuderiegel an der Heinkelstraße, im Zuge der Außengestaltung sollen sie noch verklinkert werden. Nach hinten werden die Gebäude niedriger und haben dort noch drei Geschosse plus das Dachgeschoss. Das Areal wird autofrei. So gedrängt die Bebauung an der Straße auch aussieht – im rückwärtigen Bereich gibt es viel Platz zwischen den Gebäuden. Tief sind die Pfützen an diesem grauen Februartag, matschig der Untergrund. Deshalb braucht es noch viel Fantasie, um sich die Grünanlagen vorzustellen, die dort angelegt werden sollen: Rasenbereiche mit Sträuchern und kleinen Bäumen, Spielplätze für die Kinder und Terrassen und Gärtchen für die Bewohner in den Erdgeschosswohnungen.

In den Gebäuden 30 Kästen für Fledermäuse

Witziges Detail: Im neuen Wohngebiet sollen nicht nur Menschen ein Zuhause finden, sondern auch Fledermäuse. Diese haben früher in der alten Lederfabrik logiert. Als Übergangsquartier wurden für sie am Rande der Neubebauung Fledermauskisten aufgehängt, auf Dauer sollen sie aber ganz modern unterkommen: In den Gebäuden wurden 30 Fledermauskästen eingebaut, die Schlitze sind an den Häusern gut zu sehen. Ob die Fledermäuse dort auch einziehen werden? Instone-Projektentwickler Florian Steuer ist zuversichtlich. „Wir hatten dafür einen Gutachter“, berichtet er. Der habe nicht nur seine Empfehlungen ausgesprochen, sondern werde über das Umsiedlungsprojekt auch dem Landratsamt berichten.

Unterführung wird im Sommer vorübergehend geöffnet

Gearbeitet wird auch in den künftigen Geschäften beziehungsweise Gewerbeflächen entlang der Heinkelstraße. Hier wird auf einer Fläche von 1100 Quadratmeter gerade verputzt und der Estrich verlegt. Im Zuge des Baus des Wohngebiets hatte sich der Bauträger auch verpflichtet, die Bahnunterführung Richtung Vorstadtstraße aufzuweiten und sie über eine Freitreppe ans neue Wohnquartier anzubinden. An der Unterführung wird ein Aufzug gebaut, der Platz mit Stufen ausgestattet. Derzeit ist die Unterführung gesperrt, sie soll aber im Sommer vorübergehend geöffnet und für die finalen Arbeiten dann nochmals geschlossen werden. Die ersten Mieter sollen Ende 2023 einziehen. Für die Bewohner gibt es eine Tiefgarage mit 197 Plätzen, weitere 36 Parkplätze werden oberirdisch angelegt und 469 Fahrradstellplätze gebaut.

Vor zwei Jahren waren die Abbruch-Bagger zugange, im August 2020 begannen auf dem ehemaligen Breuninger-Areal die Rohbauarbeiten. Inzwischen sind die Arbeiten für das Wohngebiet Lederer weit vorangeschritten. Zwischen 80 und 100 Bauarbeiter und Handwerker sind derzeit auf der Baustelle beschäftigt: außen mit der Wärmedämmung und dem Außenputz, innen mit dem Estrich, dem Innenputz und der technischen Ausstattung für Heizung, Sanitär und Lüftung. „Wir liegen mit den Arbeiten im Zeitplan“, sagt

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