Schorndorf

In Schorndorf kracht ein Baum ohne Vorwarnung auseinander

Baum
Der abgeknickte Baum. © Krug

Ein Teil des großen Walnussbaums im Garten der Hahneschen Mühle ist abgeknickt und hat der Nachbarschaft einen kurzen Schrecken eingejagt. Jochen Hahn, dem das Grundstück gehört, habe im Haus nebenan gerade im Büro gesessen, als er es laut krachen hörte. „Es hat richtig geknallt“, erzählt der Schorndorfer. Er ist froh, dass niemandem etwas passiert ist. Oft spielen hier Kinder, im Baum gab es sogar ein Baumhaus. In wenigen Tagen soll sogar eine Hochzeitsfeier auf dem großen Gartengrundstück gefeiert werden. Hahn ist deshalb froh, dass zum Zeitpunkt des Baumsturzes keiner in der Nähe war. Lediglich ein Sachschaden entstand, weil der Baum auf das nahe gelegene Gartenhäuschen fiel.

Mädchen schauen zu

Mit angesehen, wie der Baum auseinanderbrach, haben zwei Mädchen vom Fenster eines Wohnhauses aus. Die elfjährige Rosalie und ihre zwölf Jahre alte Freundin Emilia standen gerade am Fenster, als es passierte. Sie hätten erst gesehen, wie sich der Baum immer weiter Richtung Haus neigte, bis es schließlich gekracht habe. Sie hätten sich vor allem Sorgen gemacht um die zwei Kaninchen, die im Schuppen unter dem Baum leben. Doch glücklicherweise sei auch ihnen nichts passiert, erzählen die beiden Mädchen aufgeregt. Etwas traurig sind die beiden darüber, dass bei dem Bruch auch das kleine Baumhaus kaputtging. Noch am Abend ist der umgekippte Baum das Gesprächsthema in der Nachbarschaft, einige stehen auf der großen Wiese zusammen und schauen auf den geteilten Baum.

Ein Baumwart habe sich die Situation später angesehen, berichtet Hahn, von außen habe man nicht sehen können, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung war. Schon seit den 1960er Jahren stehe der Baum dort. Inzwischen lässt sich in die vermeintlich fest zusammengewachsenen Äste blicken. Deutlich wird ein dunkler großer Fleck an der Stelle, wo der Baum auseinanderbrach. Offenbar war er also weniger stark verwachsen als angenommen.

Sensibilität schaffen

Hahn habe sich mit seinem Baum an die Zeitung gewand, weil er hofft, so auf die Gefahr von abbrechenden Ästen aufmerksam machen zu können. Die Sensibilität dafür müsse größer werden. Er sägt den abgeknickten Ast nun erst einmal ab. Ob der Baum komplett umgesägt werden muss, könne er noch nicht sagen.