Schorndorf

In Schorndorf sollen Investoren und Bauträger einfacher günstige Wohnungen bauen können

Wohnraum
Ein Bauprojekt der Stadtbau in der Uferstraße. © Gaby Schneider

Wohnungen sind teuer – und sie fehlen an allen Ecken und Enden. Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat Schorndorf vor drei Jahren ein Wohnraumversorgungs-Konzept auf den Weg gebracht. Dieses war zwar erfolgreich, aber kompliziert für die Investoren und ist deshalb jetzt geändert worden. Das Konzept gilt bei großen Wohnungsbauvorhaben (ab 450 Quadratmetern) mit neu geschaffenen Wohnungen auf privaten oder städtischen Grundstücken, die dafür umgewidmet werden müssen. Die Investoren, die von der Umwidmung des Areals profitieren, tragen die Kosten der Umwidmung. „Die Idee war es, dass sie einen Teil der Wertschöpfung an die Allgemeinheit zurückgeben sollen“, sagt Stadtbau-Chef Martin Schmidt. Und das sind die neuen Regeln:

  • Künftig müssen die Bauherren ein Viertel der Wohnungen oder 20 Prozent der neu geschaffenen Wohngeschossflächen für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Die Stadt erhält für die Wohnflächen ein grundbuchrechtlich gesichertes Belegungsrecht auf Dauer von 20 Jahren für Mieter mit Wohnberechtigungsschein. Dabei darf die Miete maximal 20 Prozent unter dem Mittelwert des Mietspiegels bei der Fertigstellung liegen. Auch die Miete muss im Grundbuch gesichert werden.
  • Bei Mischgebieten, die zu Wohngebieten werden, müssen 20 Prozent der Wohnungen oder 15 Prozent der neu geschaffenen Wohngeschossflächen bezahlbarer Wohnraum werden. Auch hier gilt: Das Belegungsrecht der Stadt für Mieter mit Wohnberechtigungsschein wird für die Dauer von 20 Jahren im Grundbuch gesichert. Die grundbuchrechtlich gesicherte Höchstmiete muss mindestens 20 Prozent unter dem Mittelwert des Schorndorfer Mietspiegels liegen.

Der Gemeinderat hat die neuen Richtlinien einstimmig beschlossen. Ziel des vereinfachten Konzepts ist es nicht nur, den Wohnungsbau anzukurbeln. „Unser Interesse ist es, dass die Stadt mitreden kann, wer mit den Wohnungen versorgt wird“, sagt Gaby Koch, Fachbereichsleiterin Wirtschaftsförderung und Grundstücksverkehr. Vor drei Jahren war das Konzept verabschiedet worden, seitdem habe die Stadt damit gute Erfahrungen gemacht. Entstanden sind mit diesen Maßnahmen seitdem in der Olgastraße 35 Wohnungen, auf dem Breuninger-Areal 21 preisreduzierte und 28 Sozialwohnungen, außerdem 17 Wohnungen in der Carl-Zeiss-Straße. Derzeit sind zwei weitere Verfahren in Vorbereitung.

Aktivitäten der Stadtbau Schorndorf

Auch die Stadtbau Schorndorf hat in den vergangenen Jahren viele bezahlbare Wohnungen geschaffen. Nach Angaben des Geschäftsführers Martin Schmidt wurden 21 Wohnungen gebaut, 60 Wohnungen sind im Bau. Weitere 50 kostengünstige Wohnungen werden geplant. Bei Neubauten wird ein Teil kostengünstig zur Verfügung gestellt. Hier greift die Förderung des Landes.

Wohnungen sind teuer – und sie fehlen an allen Ecken und Enden. Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat Schorndorf vor drei Jahren ein Wohnraumversorgungs-Konzept auf den Weg gebracht. Dieses war zwar erfolgreich, aber kompliziert für die Investoren und ist deshalb jetzt geändert worden. Das Konzept gilt bei großen Wohnungsbauvorhaben (ab 450 Quadratmetern) mit neu geschaffenen Wohnungen auf privaten oder städtischen Grundstücken, die dafür umgewidmet werden müssen. Die Investoren, die von

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