Schorndorf

In Schorndorfer Kindergärten ist kein Platz für Systemsprenger

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Fälle von Gewalt und verhaltensauffälligen Kindern nehmen in Kindergärten zu. © Gabriel Habermann

Bei Kindern, die sich im Kindergarten so auffällig verhalten, dass sie den Rahmen und die Möglichkeiten des pädagogischen Auftrags sprengen oder eine starke Belastung für andere Kinder oder die Mitarbeiter/-innen sind, kann die Stadt Schorndorf als Trägerin der Einrichtung die Betreuungszeiten reduzieren oder die Störenfriede dauerhaft ausschließen.

Besonders gewalttätige Kindergartenkindern können künftig sogar fristlos ausgeschlossen werden, wenn eine „unzumutbare Gefährdung der eigenen oder fremden Sicherheit“ vorliegt. Dieser von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Satzungsänderung stimmte der Verwaltungs- und Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zu.

Rückkehr in die Einrichtung ist nicht ausgeschlossen

Mit konkreten Zahlen oder Beispielen kann Fachbereichsleiter Markus Weiß auf Anfrage allerdings nicht dienen. Doch Tim Schopf, SPD-Fraktionsvorsitzender und Geschäftsführer der Awo-Kinder- und Jugendhilfe Rems-Murr, bestätigte: „Auffälliges Verhalten nimmt deutlich zu“ – und nicht erst seit der Corona-Pandemie. Er sieht die Satzungsänderung auch als Signal, „dass wir das Fachpersonal unterstützen“.

Ein Signal will Markus Weiß aber auch an die betroffenen Eltern senden: „Die Rückkehr ist nicht ausgeschlossen.“

Winterbach hat sich für einen anderen Weg entschieden, auf das Phänomen der verhaltensauffälligen Kinder zu reagieren: Die Gemeinde will ihre Erzieher/-innen mit mehr Personal in den Einrichtungen schützen.

Bei Kindern, die sich im Kindergarten so auffällig verhalten, dass sie den Rahmen und die Möglichkeiten des pädagogischen Auftrags sprengen oder eine starke Belastung für andere Kinder oder die Mitarbeiter/-innen sind, kann die Stadt Schorndorf als Trägerin der Einrichtung die Betreuungszeiten reduzieren oder die Störenfriede dauerhaft ausschließen.

Besonders gewalttätige Kindergartenkindern können künftig sogar fristlos ausgeschlossen werden, wenn eine „unzumutbare Gefährdung der

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