Schorndorf

Ins Fitnessstudio ohne Corona-Test: Diese Regeln gelten jetzt

Sportpunkt
Symbolfoto. © ALEXANDRA PALMIZI

Seit vierzehn Tagen ist das Fitnessstudio „Smash“ von Alexandros Stampoulidis wieder geöffnet – zumindest für alle, die vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet waren. Doch der Andrang hielt sich zunächst in Grenzen. Seit Montag ist der Fitnessstudio-Besuch jetzt auch ohne Test möglich. Die Corona-Verordnung wurde Ende vergangener Woche geändert – und auch der Inzidenz-Bereich zwischen 10 und 35 neu geregelt.

  • Die Testpflicht entfällt bei einem Wert unter 35.
  • Weiterhin müssen die Kontaktdaten hinterlassen werden.
  • Und es herrscht Maskenpflicht bis zum Übungsgerät

„Gott sei Dank kam das jetzt rechtzeitig“, sagt Stampoulidis, der auch der Vorsitzende des Landesverbands für Bodybuilding und Fitness ist. Denn so kann er püktlich zum 1. Juli Verträge wieder aktivieren. Während der monatelagen Pause hat der Studiobesitzer nämlich irgendwann aufgehört, Mitgliedsbeiträge einzuziehen. „Wir hatten so viele Kündigungen, dass wir es eingestellt haben.“ Durch den vorübergehenden Verzicht auf Beiträge sei die Kündigungswelle dann drastisch zurückgegangen. Jetzt, da die Beschränkungen für die Studios gelockert werden, kann der Studiobesitzer auch wieder abbuchen.

Der Sommer ist für Fitnesstudios eine magere Zeit

„Ob das so extrem angenommen wird, weiß ich nicht“, sagt Stampoulidis, „mich haben sie jedenfalls nicht gestürmt. Aber es ist auf alle Fälle schön und ich denke, dass es jetzt ein bisschen mehr bergauf gehen wird.“ Indes seien Juni, Juli und August leider die Nebensaison für Studiobetreiber. „Das ist so, als wenn Sie einen Skilift im Sommer betreiben.“ Denn wenn es heiß ist, zieht es für gewöhnlich nicht so viele zum Sportreiben in geschlossene Räume. Doch „wir sind über jegliche Erleichterungen und Lockerungen froh“. Stampoulidis findet: „Man muss optimistisch bleiben, sonst verliert man das Spiel gleich.“

„Die Ketten schlagen jetzt zu“, befürchtet Stampoulidis

Für die Branche insgesamt sei es, trotz der Öffnung, „wahnsinnig schwierig“. Zu dem Geld, das in den vergangenen Monaten fehlte, gesellten sich jetzt noch die steigenden Kosten durch die Studioöffnung, während neue Mitglieder erst einmal fehlen würden. Der durchschnittliche Mitgliederverlust wegen Corona liege laut dem Deutsche Sportstudioverband bei rund 30 Prozent. „Jeder versucht jetzt, Aktionen zu fahren, um neue Mitglieder zu bekommen“, berichtet Stampoulidis.

Aber mit Gratismonaten oder Getränkeflatrates sei nun mal kein Geld verdient. In ein paar Monaten werde es sich dann zeigen, welche Studios endgültig schließen müssen. In der Branche würden bereits die ersten Besitzer wechseln. „Die Ketten schlagen jetzt zu, das ist ihre Chance. inhabergeführte Betriebe haben es schwerer, die Discounter werden profitieren“, prognostiziert der seit 28 Jahren als Studiobesitzer tätige Schorndorfer. (Als Beispiel nennt er "Fitness 4 You" am Bodensee, das gerade von MC Shape übernommen wurde.)

Verständnis für die harten Maßnahmen

Für die lange pandemiebedingte Schließung hat Alexandros Stampoulidis übrigens durchaus Verständnis. Im Winter hätte er auf der Höhe der zweiten Welle, ohne ausreichende Impfungen und mangels Testsstrukturen, sein Studio nicht guten Gewissens öffnen wollen. „Schließlich möchte ich mich selber wohl fühlen und niemand anstecken.“ Für den anstehenden Winter wagt Alexandros Stampoulidis lieber keine Prognose, hat aber schon einmal vorgesorgt und 20.000 Euro in die Lüftungstechnik investiert.

Seit vierzehn Tagen ist das Fitnessstudio „Smash“ von Alexandros Stampoulidis wieder geöffnet – zumindest für alle, die vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet waren. Doch der Andrang hielt sich zunächst in Grenzen. Seit Montag ist der Fitnessstudio-Besuch jetzt auch ohne Test möglich. Die Corona-Verordnung wurde Ende vergangener Woche geändert – und auch der Inzidenz-Bereich zwischen 10 und 35 neu geregelt.

Die Testpflicht entfällt bei einem Wert unter
Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper