Schorndorf

Interessensvertreter sollen die Zukunft des Schorndorfer Stadtwalds mitgestalten

Waldfenster
Künftig sollen Vertreter von Vereinen, Verbänden und Organisatoren, der Stadtverwaltung und des Gemeinderats über die Zukunft des Schorndorfer Waldes bestimmen. ZVW-Symbolbild: Habermann © Gabriel Habermann

Wie wird sich der Stadtwald in den kommenden zehn Jahren entwickeln, wie viele Holzernten, Pflege- und Pflanzmaßnahmen sollen bis 2033 stattfinden? Dies alles wird in der Forsteinrichtung geplant. Erstmals sollen die Schwerpunkte mit Bürgerbeteiligung festgelegt werden. Ende Juni war in der Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses noch auch von Einzelpersonen die Rede, die sich in den Workshops einbringen können.

„Aus zeitlichen Gründen“, führt Forstrevierleiter Julian Schmitt auf Anfrage aus, soll es in dem vom Land geförderten Pilotprojekt jetzt aber doch nur eine Stakeholder-Beteiligung geben, es sollen also nur Vertreter von Vereinen, Verbänden und Organisationen gezielt eingeladen werden. Beteiligt sind darüber hinaus auch die Fachbereiche Finanzen, Kindertagesstätten, Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität sowie jeweils ein Vertreter aus jeder Gemeinderatsfraktion.

Externe Dienstleister aus Freiburg helfen bei der Auswahl

Die Auswahl treffen für die Stadt Schorndorf zwei externe Dienstleister der Landesforstverwaltung im Regierungspräsidium Freiburg: „Ö:Konzept“, spezialisiert auf ökologische Kartierungen und Gutachten für Wald und Offenland , sowie das Kommunikationsbüro „Suedlicht“; beide haben ihren Sitz in Freiburg. Möglich, das betont Schmitt ausdrücklich sind aber auch Initiativbewerbungen von Vereinen, Organisationen und Verbänden. Sie sollen bei der Auswahl ebenfalls berücksichtigt werden: „Es wird niemand ausgeschlossen“, so Schmitt weiter.

Mit Abschluss der Betriebsinventur, mittels derer ermittelt wird, wie viel Holzvorrat pro Hektar im Wald steht, wie viel Totholz vorhanden ist, wie die Wildverbisssituation ist und welche Baumarten sich wie verjüngen, sollen noch in diesem Jahr die Workshops beginnen, in denen auch diese Fragen geklärt werden sollen: Welche Schutz-, Nutz-, oder Erholungsfunktion soll in den kommenden zehn Jahren bevorzugt behandelt oder welche Distrikte gesondert beplant werden?

Mehr Interessenskonflikte im Wald

Hintergrund des Pilotprojekts ist: Da die Berührungspunkte und dadurch auch die Konflikte zwischen Waldbesitzern, Waldnutzern und Waldbesuchern im ganzen Land – und auch in Schorndorf – immer mehr zunehmen, hat das Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz nach einem kommunalen Forstrevier gesucht, das bereit ist, die nächste Forsteinrichtung mit einem Pilotprojekt in einem umfassenden Beteiligungsprozess zu beschließen. Geleitet wird das Verfahren von einem externen Moderator mit forstlichem Hintergrund. Das Regierungspräsidium Freiburg und die untere Forstbehörde Rems-Murr unterstützen das Projekt. Ebenso die Stadtverwaltung. Einstimmig zugestimmt hat auch der Verwaltungs- und Sozialausschuss, Gegenstimmen gab es keine.

Wie wird sich der Stadtwald in den kommenden zehn Jahren entwickeln, wie viele Holzernten, Pflege- und Pflanzmaßnahmen sollen bis 2033 stattfinden? Dies alles wird in der Forsteinrichtung geplant. Erstmals sollen die Schwerpunkte mit Bürgerbeteiligung festgelegt werden. Ende Juni war in der Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses noch auch von Einzelpersonen die Rede, die sich in den Workshops einbringen können.

„Aus zeitlichen Gründen“, führt Forstrevierleiter Julian Schmitt

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