Schorndorf

Intimus: Was hinter den Kulissen der SchoWo 2022 läuft

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Rappelvoller Marktplatz beim SchoWo-Konzert des Hofbräu-Regiments. © Gabriel Habermann

Die SchoWo ohne Intimus – undenkbar. Sogar im schlimmen Corona-Jahr 2020 hat er sich pünktlich zum eigentlichen Stadtfest-Start zu Wort gemeldet. Jetzt ist er wieder da und erwartet gespannt die Eröffnung des Fünf-Tage-Festes. Und für die wird seit Tagen kräftig geschafft und gewerkelt. Am Dienstag wurden gleich nach dem Abbau des Wochenmarkts die ersten Container, die Stromkästen, die Zelte und die ersten Kühlwagen angeliefert. Dann ging’s mit dem Aufbau der Marktplatz-Bühne und des Dimido-Karussells weiter. Und am Mittwoch konnte Intimus die fleißigen Schaffer aus den Vereinen – zwischen parkenden Lastwagen und Bierbank-Paletten – beim Aufbau der Stände beobachten. Ob der zwischenzeitliche Ausfall der Telefonanlage, an auch der Intimus hängt, etwas mit den SchoWo-Arbeiten zu tun hatte, ist ungewiss. Klar ist nur: Am Freitagabend, Punkt 18 Uhr, wird die Schorndorfer Woche mit viel Tschingderassabumm, den Schorndorfer Weibern, dem Großen Blasorchester, einem Fassanstich und allem, was bis zur Jubiläums-SchoWo 2019 üblich war, eröffnet.

Erster Fassanstich

Apropos Fassanstich. Hier gibt’s eine entscheidende Änderung: Bernd Hornikel, seit März Oberbürgermeister in Schorndorf, wird den Hammer schwingen. Dass er sich darauf riesig freut, das war von ihm in den vergangenen Wochen wiederholt zu hören. Doch es schwingt, das ist Intimus ebenfalls zu Ohren gekommen, auch etwas Furcht und Zähneklappern mit. Ob ihm der Schlag so gut gelingt wie seinem Vorgänger oder ob er womöglich danebenhaut – Intimus wird es beobachten und natürlich darüber berichten.

OB als Biker

Der OB, das weiß Intimus aus sicherer Quelle, wird am Samstagnachmittag, 16 Uhr, sogar erstmals unter die Biker gehen. Beim Korso der angeblich schönsten Motorräder Süddeutschlands sitzt er im Sattel der Führungsmaschine, einer Harley Davidson Street Glide, Baujahr 2007. So steht’s im SchoWo-Flyer. Ganz korrekt ist das nicht: Hornikel steuert die Maschine nicht selbst, sondern sitzt als Sozius auf dem hinteren Platz. Moderator der kubikstarken Parade ist niemand Geringerer als Dany Basic, Inhaber der Schorndorfer Tattoo-Studios Pimpin Exclusive.

Wermutstropfen Bierpreis

Dass Intimus sich wieder riesig auf die SchoWo freut, daraus will er gar kein Geheimnis machen. Schließlich ist das Schorndorfer Stadtfest der Vereine das schönste weit und breit, und mit fünf Tagen Festdauer eine Ausnahmeerscheinung im ganzen Remstal. Doch es gibt für Intimus auch einen Wermutstropfen: Der Bierpreis, Anfang des Jahres auf vier Euro für den halben Liter festgelegt, ist noch einmal gestiegen. Der Ukraine-Krieg, die explodierenden Gas- und Strompreise, all das ist mittlerweile dazugekommen. Und so steigt der Preis für die Halbe um 40 Cent seit der Jubiläums-SchoWo im Jahr 2019. Zwei Bierpreiserhöhungen, erklärt VG-Sprecher Jürgen Dobler zur Ehrenrettung der SchoWo-Macher, haben sie durch die Corona-Zwangspause verpasst. Im Januar 2022 kletterte der Preis darum zunächst auf vier Euro und im Juni dann auf stolze 4,20 Euro.

SchoWo-Bähnle wird teurer

Mit einer Preiserhöhung müssen sich auch die SchoWo-Bähnle-Fans abfinden. Um jeweils 50 Cent sind die Ticketpreise seit 2019 gestiegen: Damit zahlen Kinder in diesem Jahr für die Zehn-Minuten-Fahrt erstmals zwei Euro, Erwachsene 2,50 Euro. Die große Rundfahrt kostet für alle 3,50 Euro. Start- und Endpunkt ist auf dem Unteren Marktplatz. Doch was soll’s: Intimus wird sich was gönnen, und sich die Fahrt durch Schorndorf bestimmt nicht entgehen lassen.

Toilettenwagen, bye-bye

Und es gibt weitere positive Nachrichten – zumindest für Intimus, seine Kolleginnen in der Redaktion und natürlich für die geplagten Anwohner: Für den Toilettenwagen, der im Gartenschau-Jahr zum ersten Mal anstelle von zehn Dixi-Klos im „Sack“ parkte, wurde in diesem Jahr auf Wunsch der Anwohner ein neuer Standort gefunden. Das lauschige Gässle, das bei Stadtführungen so beliebt ist, wird zur SchoWo mit Gittern abgesperrt sein. Der Toilettenwagen ist in diesem Jahr direkt am Brunnen an der Friedrich-Fischer-Straße zu finden. Im Sack ist nur noch Platz für die Kühlwagen – und die verbreiten ja zum Glück keine üblen Gerüche.

Pack die  Badehose ein

Schreibblock und Stift gehören für Intimus zur Standard-Arbeitsausrüstung. In diesem Jahr packt er für die SchoWo aber auch noch die Badehose, vielleicht sogar den Bikini ein: Schließlich gibt’s, weil am Wochenende hochsommerliche  Temperaturen erwartet werden, auf dem Oberen Marktplatz, auf dem Archivplatz und auch am Ochsenberg Erfrischungsstationen. Dort wird feiner Wassernebel versprüht. Und weil die SchoWo für Intimus sowieso die heißeste Zeit des Jahres ist, wird auch er die Gelegenheit zur Erfrischung nutzen und immer mal wieder unter dem coolen Sprühregen durchspazieren.

Ohren auf: Wird Layla gespielt?

Augen und Ohren auf – das ist eine von Intimus’ Kernaufgaben auf der SchoWo. Und in diesem Jahr gilt es für ihn, besonders gut hinzuhören: Wird der Ballermann-Hit „Layla“, der auf dem Kiliani-Volksfest in Würzburg und auf der Kirmes in Düsseldorf verboten wurde und seit Wochen Platz eins der deutschen Musikcharts belegt, in Schorndorf gespielt? Der Partysong des Duos DJ Robin & Schürze um Puffmama Layla ist sexistisch, geschmacklos und musikalisch eine Nullnummer. Kostprobe gefällig? Besser nicht. Verbieten wollen ihn die SchoWo-Macher aber sowieso nicht: „Wir sehen keinen Anlass, beim Stadtfest eine Festzeltmusik zu verbieten.“ Dieser Meinung ist übrigens auch Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP), der dieser Tage nach der Würzburger Layla- Entscheidung auf Twitter kundgetan hat, dass er von einem behördlichen Verbot des Songs nichts hält.

Ansprechpartner für Informanten

Ansonsten wird Intimus das tun, was er immer tut: Neugierig auf der SchoWo unterwegs sein und sich  ausgiebig ins Festgetümmel stürzen. Schließlich will er möglichst viel von dem erfahren, was an den fünf Festtagen los ist – egal, ob es sich um Lobenswertes oder Kritikwürdiges handelt. Wer irgendetwas mitbekommt und es nicht für sich behalten, sondern öffentlich machen will, kann sich vertrauensvoll an die Lokalredaktion der Schorndorfer Nachrichten wenden. Hier ist Intimus während der SchoWo unter07181/92 75-11 oder -20 zu erreichen. Und wer Intimus lieber eine E-Mail schreiben möchte, auch das ist jederzeit möglich unter schorndorf@zvw.de.

Die SchoWo ohne Intimus – undenkbar. Sogar im schlimmen Corona-Jahr 2020 hat er sich pünktlich zum eigentlichen Stadtfest-Start zu Wort gemeldet. Jetzt ist er wieder da und erwartet gespannt die Eröffnung des Fünf-Tage-Festes. Und für die wird seit Tagen kräftig geschafft und gewerkelt. Am Dienstag wurden gleich nach dem Abbau des Wochenmarkts die ersten Container, die Stromkästen, die Zelte und die ersten Kühlwagen angeliefert. Dann ging’s mit dem Aufbau der Marktplatz-Bühne und des

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