Schorndorf

Ja zum Alpinzentrum im Sportpark Rems mit Kletter- und Boulderwänden innen und außen

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Dieser Entwurf zeigt, wie das Alpinzentrum einmal aussehen soll. © bwb Architekten

Das Votum war am Ende eindeutig. Bei nur drei Gegenstimmen gab die große Mehrheit der anwesenden Mitglieder des Deutschen Alpenvereins (DAV) Sektion Schorndorf dem Vorstand grünes Licht für die weitere Planung für den Bau eines Alpinzentrums mit Kletterhalle im Sportpark Rems. Als „die Berghütte in der Stadt“ bezeichnete der Vorsitzende Andreas Link die Anlage bei seiner detaillierten Vorstellung des Projekts während der Mitgliederversammlung.

Die Kletter- und Boulderhalle wurde bereits 2016 von der Stadt in einen Architektenwettbewerb aufgenommen, der auch die inzwischen gebauten Objekte Bewegungskindergarten und Mehrzweckhalle umfasste. Der geplante Bau fügt sich so zu einem zusammenhängend gestalteten Ensemble. Und auf Basis dieser Planungen hatte die Sektion 2019 das Vereinsprojekt „Alpinzentrum“ gestartet.

Eine „Familienhalle“ mit bis zu 16 Meter hohen Kletter- und Boulderbereichen

Zielsetzung dieser Freizeitattraktion im Sportpark zwischen Wieslauf und Rems sei vor allem, so Andreas Link, „die Schaffung eines Treffpunkts für alle Mitglieder“ der Sektion Schorndorf mit der Bezirksgruppe Backnang. In Schorndorf hat der Alpenverein aktuell 3.676 Mitglieder, was ihn zu einem der größten Vereine der Stadt macht.

Herz des Gebäudes werden (innen und an einer Außenwand), mit bis zu 16 Metern Höhe, die Boulder- und Kletterbereiche auf zwei Stockwerken sein. Dabei ziele man, so Link, nicht auf Profisportler. „Es soll eine Familienhalle sein“ mit der man auch nicht in Konkurrenz zu kommerziellen Boulderhallen treten möchte. Außerdem untergebracht werden sollen im neuen Haus die zentrale Geschäftsstelle, ein Schulungs- beziehungsweise Gemeinschaftsraum und ein Empfang mit Aufenthaltsbereich. Draußen im Freigelände um das Gebäude sind zudem eine Theke, eine Grillstelle und ein kleineres Außenboulder vorgesehen.

Auf dem Dach des mit Lärchenholz verschalten Gebäudes wird es eine Begrünung, eine Wärmepumpe und eine Photovoltaik-Anlage geben. Die Belüftung der Halle erfolgt über ein Sched-Dach, das nach Norden ausgerichtet ist (dadurch keine Sonneneinstrahlung) und auch bei Regen ein Öffnen der Fenster möglich macht. Nach Besichtigung mehrerer Kletter- und Boulderhallen habe man sich, erklärte Link, wegen der hohen Folgekosten (Filterwechsel) und des großen Platzbedarfs gegen eine mechanische Belüftung und für eine regelmäßige Querlüftung entschieden.

Über den Finanzierungsplan des Projektes gab Schatzmeister Hans Hutt Auskunft. Da gab es als Voraussetzung zum einen die Initiative der Stadt, die dem DAV eine Kletterbox abkaufte und eine Ausfallbürgschaft gewährte. Zudem gelang es Oberbürgermeister Matthias Klopfer, einen Hauptsponsor zu vermitteln: die Firma Swoboda Technologies aus Schornbach, die das Alpinzentrum mit jährlich 25.000 Euro über zehn Jahre unterstützen will. Insgesamt kämen dem Projekt, so Hutt, Fördermittel aus diversen Töpfen in Höhe von 1,3 Millionen Euro zugute. Etwa 150.000 Euro hat der Verein aus eigenen liquiden Mitteln.

Vorhaben unter Vorbehalt wegen Situation der Alpenrosenhütte

Als „realistische“ jährliche Betriebskosten des Hauses machte Hans Hutt etwa 80.000 Euro aus. Dem stellte er mögliche „realistische“ 120.000 Euro Einnahmen gegenüber. Das ganze Vorhaben aber steht unter dem Vorbehalt, dass, solange die wirtschaftliche Situation der vereinseigenen Alpenrosenhütte in Tirol unklar ist, nicht mit dem Bau des Alpinzentrums begonnen werden darf.

Der Schorndorfer Vorstand des DAV stellte seinen Mitgliedern in über zwei Stunden eine transparente Projektplanung vor. Am Ende wurde natürlich über Geld abgestimmt. Über (jeweils netto) drei Millionen Euro Projektkosten insgesamt, eine Darlehensaufnahme von mehr als zwei Millionen Euro bei einem Finanzierungsaufwand von etwas über 90.000 Euro jährlich mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Bei einer höheren Kostensteigerung als fünf Prozent ist die erneute Zustimmung der Vereinsmitglieder erforderlich.

Als „ Sahnestückchen, um Kinder, Jugend und Sport zusammenzubringen“, bewarb Friedemann Backes vom Stuttgarter Architekturbüro bwb das Projekt. Auf einen „Meilenstein zum Kletterzentrum Schorndorf“ freute sich OB Klopfer. Die DAV-Mitglieder haben dazu nun „Ja“ gesagt. Schon Ende 2022 soll dort gekraxselt werden können.

Das Votum war am Ende eindeutig. Bei nur drei Gegenstimmen gab die große Mehrheit der anwesenden Mitglieder des Deutschen Alpenvereins (DAV) Sektion Schorndorf dem Vorstand grünes Licht für die weitere Planung für den Bau eines Alpinzentrums mit Kletterhalle im Sportpark Rems. Als „die Berghütte in der Stadt“ bezeichnete der Vorsitzende Andreas Link die Anlage bei seiner detaillierten Vorstellung des Projekts während der Mitgliederversammlung.

Die Kletter- und Boulderhalle wurde

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