Schorndorf

Künftig weniger freie Parkplätze in Schorndorf

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Der Archivplatz in Schorndorf. © Alexander Roth

Schorndorf. Das Parkraumkonzept soll – auch im Hinblick auf die bevorstehende Remstal-Gartenschau – ab 1. März die Parkplatzsituation in Schorndorf verbessern, und dabei wildes Parken und den Suchverkehr eindämmen. Damit verbunden ist eine deutliche Reduzierung der freien Parkplätze. Neu sind außerdem Besucherparkausweise für die Bewohnerparkzonen sowie die Brötchentaste, die 30 Minuten freies Parken möglich macht.

Über ein Parkraumkonzept wird in Schorndorf schon seit Jahren diskutiert. Und mag anfangs eine Verbesserung der Situation rund ums Krankenhaus zentrales Anliegen gewesen sein, betrifft das im September 2018 vom Gemeinderat beschlossene und ab 1. März 2019 gültige Parkraumkonzept nur noch den (erweiterten) Innenstadtbereich. Nachdem die Kreisbau-Gruppe zugesichert hatte, die Situation am Krankenhaus zu verbessern und nach einer Nutzerabfrage die Belegung der vorhandenen Parkplätze mittlerweile auch optimiert hat, sind Bewohnerparkplätze für die Umgebung vom Tisch. Ob irgendwann auch zusätzliche Parkplätze auf dem Klinikgelände angelegt werden, ist noch nicht klar: „Die Kreisbau hat die Entwicklung weiter im Blick“, informiert Martina Keck von der Pressestelle des Landratsamts.


Das neue Parkraumkonzept gibt es hier als PDF zum Download


Dafür werden rund ums Berufschulzentrum an der Olga-, der Bismarck-, Wilhelm- und Vorstadtstraße sowie im Süden der Stadt an der Werder-, der Künkelin-, der Ulrich- und Langen Straße, der Schlichtener- und Teilen der Burgstraße sowie der Archivstraße künftig flächendeckend Parkgebühren fällig. In diesen im nebenstehenden Plan rosa eingezeichneten Mischzonen wird es dann auch Parkscheinautomaten geben – mit einer Parkhöchstdauer von zwei Stunden. In der Werder- und der Schlichtener Straße ist Parken mit Parkscheibe drei Stunden lang erlaubt. Bewohner und Gewerbebetriebe mit einem entsprechenden Ausweis dürfen in diesen Mischparkzonen kostenlos parken – mit Bewohnerparkausweis, für den pro Fahrzeug für zwölf Monate eine Gebühr von 30 Euro fällig ist (sofern kein privater Stellplatz oder eine Garage vorhanden ist).

Reine Bewohnerparkplätze gibt es weiterhin

Reine Bewohnerparkzonen gibt es auch weiterhin: in der Urban- und der Friedrich-Fischer-Straße, der Römmelgasse, am Brünnele und am Ochsenberg sowie auf dem Archivplatz. Für diese Zonen gibt es ab 1. März dann auch Besucherparkausweise für das Teilgebiet des Gastgebers – zum Preis von 18 Euro für sieben Tageskarten und eine Wochenkarte. Außerdem beinhaltet das Parkraumkonzept Kurzparkzonen (im Plan blau), wo während der Betriebszeiten ein Parkschein gelöst werden muss. Die Zone erstreckt sich nördlich der Bahnlinie über die Graben- und Heinkelstraße, im Süden über Rosenstraße, Karlsplatz, Karls- und Schulstraße, Johann-Philipp-Palm- und Gottlieb-Daimler-Straße, Hinter der Burg, den nördlichen Teil der Schlichtener Straße, über die Friedens-, Arnold-, Augusten- und Heinrich-Talmon-Groß-Straße sowie unter der Arnoldbrücke.

Mit dem neuen Parkraumkonzept will die Stadt – weil die Suche nach freien Parkplätzen immer weniger bringt – die Autofahrer dazu bringen, verstärkt die Parkhäuser anzusteuern. Allerdings soll über kurz oder lang das attraktive Vier-Stunden-für-ein-Euro-Angebot im Künkelin-Parkhaus wegfallen, kündigt Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich auf Nachfrage an.

Schorndorf-Chip nur noch bis Ende Februar gültig

Zum 28. Februar wird auch der Schorndorf-Chip auslaufen, der in zahlreichen Geschäften ab einem Einkaufswert von 15 Euro ausgegeben wird und mit dem sich die Parkgebühren um 25 Cent verringern lassen. Stattdessen können an den Parkscheinautomaten die auf der Schorndorf-Card gesammelten Punkte verrechnet werden.

Elf neue Parkscheinautomaten: EC- und kreditkartentauglich

Zu den bestehenden 24 Parkscheinautomaten werden nach Auskunft von Herbert Schuck, Fachbereichsleiter Infrastruktur, elf neue dazu kommen, an denen an besonders frequentierten Parkplätzen dann nicht nur mit Bargeld und mit der Schorndorf-Card, sondern auch mit Kredit- und EC-Karte bezahlt werden kann. Allerdings stellt sich für Schuck in diesem Zusammenhang auch die Frage, wie lange der klassische Parkscheinautomat, auch wenn er auf dem neuesten technischen Stand sein mag, überhaupt noch Zukunft hat:

„Der Trend geht in Richtung App“, sagt Schuck und berichtet, wie er sich in München schon zu freien Parkplätzen lotsen lässt und vom Restaurant aus die Parkzeit auf flexiblen Parkplätzen verlängern kann – was in Schorndorf aber nicht vorgesehen ist. Im Frühjahr wird dafür ein dynamisches Parkleitsystem für Parkhäuser und ausgewählte Parkplätze eingeführt und die Parkplätze „Maier am Tor“ und „An der Mauer“ werden mit Schranken versehen. Zusätzliches Personal stellt die Stadt für die Kontrolle des bewirtschafteten Parkraums allerdings nicht ein. „Es wird stichprobenartige Kontrollen geben“, sagt Hemmerich.


Parkgebühren und Parkausweise

Die Parkgebühr in der Tarifzone 1, südlich und nördlich der Bahnlinie, beträgt für Kurzzeitparker montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr (nachts sowie sonn- und feiertags frei) bei einer Höchstparkdauer von ein bis drei Stunden je angeforderte 15 Minuten Parkzeit ab 30 Minuten, je angeforderte 20 Minuten ab 60 Minuten und je angeforderte 30 Minuten Parkzeit ab 120 Minuten jeweils 50 Cent.

Die Parkgebühr in der Tarifzone 2, beträgt nördlich der Bahnlinie für Langzeitparker an der Heinkelstraße bei einer Höchstparkdauer von einem Monat bis sechs Stunden zwei Euro (Mindestgebühr), bis zwölf Stunden vier Euro, bis zwei Wochen zehn Euro und bis zu einem Monat 20 Euro.

In der Tarifzone 3 werden auf den öffentlichen Parkplätzen am Unteren Marktplatz, am Archivplatz, An der Mauer und Maier am Tor von montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr folgende Parkgebühren fällig: je angeforderte 15 Minuten Parkzeit ab 30 Minuten und je angeforderte 60 Minuten Parkzeit ab 120 Minuten jeweils 50 Cent. Die Mindestgebühr beträgt (ab 30 Minuten) einen Euro. Die ersten 30 Minuten sind – die Brötchentaste macht’s möglich – gebührenfrei.

Parkausweise für Bewohner zum Preis von 30 Euro und für Gewerbebetriebe für 60 Euro für zwölf Monate können ab 1. Februar im Fachbereich Bürgerservice an der „start“-Theke im ersten Obergeschoss, Urbanstraße 24, beantragt werden und gelten ab 1. März 2019. Weitere Informationen, das Antragsformular, die Gemeinderatsdrucksache und einen detaillierten Plan der Teilgebiete gibt’s unter www.schorndorf.de/parkraumkonzept.

Berechtigt, einen Bewohnerparkplatz zu beantragen, sind Anwohner der folgenden Straßen: An der Mauer, Archivstraße, Bahngasse, Bei der Grafenkelter, Beim Brünnele, Bismarck-, Burg-, Friedhof-, Friedrich-Fischer-, Friedrich, Goethe-, Gottlieb-Daimler-, Graben- und Hauffstraße, Hetzelgasse, Hinter der Burg, Hintere Römmelgasse, Hirsch- und Höllgasse, Im Sack, Johann-Philipp-Palm-Straße, Karls- und Kirchplatz, Kirch-, Konstanzer-Hof- und Kronengasse, Künkelin-, Lange- und Marienstraße, Marktplatz, Moser- und Neue Straße, Oberer Marktplatz, Ochsenberg, Olgastraße, Römmelgasse, Rosen-, Schlichtener- , Schloss-, Schul-, Silcher-, Turm-, Ulrich-, Urban-, Vorstadt-, Wall-, Werder-, Wilhelm- und Zeppelinstraße.