Schorndorf

"Kiss & Go": Mit Küsschen, aber ansonsten allein zur Schule

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So ist's richtig: Ab dem grünen Schild, das es im Rainbrunnenschulzentrum insgesamt fünfmal gibt, schaffen es Grundschulkinder – mit einem Küsschen – auch alleine bis zur Schule. © Ralph Steinemann Pressefoto

Startet in der kommenden Woche der Regelbetrieb an den Grundschulen, wird es auch diese Szenen wieder geben: Helikoptereltern, die ihre Kinder nicht nur vor die Schule fahren, sondern sie bis zum Eingang begleiten. Darunter gibt es auch immer wieder besonders besorgte Mütter und sicherheitsfanatische Väter, die sich’s nicht nehmen lassen, ihren Töchtern und Söhnen den Schulranzen bis ins Klassenzimmer zu tragen. Dabei schaffen Kinder das auch in der Grundschule schon gut alleine – und wirklich gefährlich ist der Schulweg auch zur Rainbrunnenschule nicht.

Das findet nicht nur Schulleiterin Karola Gross, auch Elternbeiratsvorsitzende Simona Lindacher macht sich seit Monaten dafür stark, dass Eltern ihren Kindern mehr zutrauen. In der Vergangenheit gab es schon „Goldene Sohle“-Auszeichnungen für Kinder, die den Schulweg jeden Tag alleine geschafft haben. Bevor der Schulbetrieb coronabedingt zum Erliegen kam, hat Simona Lindacher außerdem ein halbes Jahr lang morgens vor Schulbeginn Helikoptereltern angesprochen und zu überzeugen versucht, dass Elterntaxis mehr Gefahren bringen als Sicherheit geben: „Das sind zum Teil abenteuerliche Szenen.“

Kein Vorwurf an die Eltern, sondern Ermutigung

Da auch der Bringdienst bis zum Schuleingang oder ins Klassenzimmer zumindest zu einer unerwünschten Unübersichtlichkeit auf dem Schulgelände führt, sich mehr Menschen dort aufhalten, als es der Schulbetrieb verlangt, werden Eltern kurz vor dem Wiedereinstieg ins Schulleben aufgefordert, ihre Kinder bitte schon vorher loszulassen: An fünf Stellen hängen jetzt an den Zugängen zum Schulgelände grüne „Kiss & Go“-Schilder, die daran erinnern, dass Grundschülerinnen und -schüler – mit einem Küsschen auf den Weg – die letzten Meter alleine schaffen können. Und Schulleiterin Karola Gross und Elternbeiratsvorsitzende Simona Lindacher wollen Eltern mit dieser Aktion auch ganz bestimmt keinen Vorwurf machen, sie wollen dazu ermutigen, Kindern und auch Lehrern mehr Vertrauen zu schenken: „Wir wollen“, sagt Karola Gross, „Eltern als verlässliche Partner, aber keine Eltern, die ihre Kinder bis ins Klassenzimmer bringen.“

Startet in der kommenden Woche der Regelbetrieb an den Grundschulen, wird es auch diese Szenen wieder geben: Helikoptereltern, die ihre Kinder nicht nur vor die Schule fahren, sondern sie bis zum Eingang begleiten. Darunter gibt es auch immer wieder besonders besorgte Mütter und sicherheitsfanatische Väter, die sich’s nicht nehmen lassen, ihren Töchtern und Söhnen den Schulranzen bis ins Klassenzimmer zu tragen. Dabei schaffen Kinder das auch in der Grundschule schon gut alleine – und

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