Schorndorf

Konzerttag für Ukraine auf Schorndorfer Marktplatz als Zeichen der Solidarität

Konzerttag
Imponierende Jugendarbeit: Eines von drei Konzerten des GBO spielte am Sonntag das Auftaktblasorchester. © Gabriel Habermann

„Der Anlass für diesen Konzerttag ist ein trauriger“, erklärte OB Bernd Hornikel, der nicht dazu überredet werden musste, die Schirmherrschaft für den Benefiz-Auftritt der drei verschiedenen Kapellen des Großen Blasorchesters Schorndorf (GBO) für die Ukraine-Hilfe zu übernehmen.

„Es ist der 81. Tag des Angriffskrieges“ sagte der OB, der in dem Konzert „ein lautes Zeichen der Solidarität“ sehen wollte. Mit der Ukraine, deren Fahne seit Wochen am Rathaus hängt, und mit den inzwischen in Schorndorf untergekommenen 240 Geflüchteten, darunter 92 Kinder.

Spenden gehen an die Grundausstattung der Schulkinder und die Tafel

Die Spenden sollen zuerst der Grundausstattung von Schulkindern mit Ranzen, Mäppchen und Schulheften zugutekommen. Außerdem der Erstausstattung der Geflüchteten mit dem Nötigen fürs Wohnen. Zudem solle die Tafel beim Kauf dringend benötigter Grundnahrungsmittel unterstützt werden. Hornikel bedankte sich für die Solidarität, die er „jeden Tag aufs Neue durch eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft in der Stadtgemeinschaft“ spüre.

Musik, wünschte sich Hornikel, könne „ein Gefühl der Hoffnung auslösen“ und „selbst in schwierigen Zeiten wie den aktuellen dürfen wir Musik genießen“.

Und dazu war an diesem Tag dann auf einem Marktplatz bei sommerlichen Temperaturen von früh bis in den Abend Gelegenheit. Den Auftakt machte die Blaskapelle „Charivari“ mit ihrer an den Egerländern angelehnten Musik.

Am frühen Nachmittag bestritt der Schorndorfer Singer-Songwriter Luis Zirkelbach mit seinen nachdenklichen Liedern einen bewegend intensiven Solo-Auftritt.

Besonders imponierend immer wieder die Jugendarbeit des Großen Blasorchesters

Und dann holte das GBO ihr im März ausgefallenes Jahreskonzert nach, auf dem Oberen Marktplatz, wo es bisher noch nie in ganzer Stärke aufgetreten ist. Und ein strahlender Vereinsvorsitzender Harald Väth freute sich darüber, und über die spontane Bereitschaft zur Schirmherrschaft des OB besonders: „Es macht mich stolz, und das ist eine große Motivation, in dieser Atmosphäre spielen zu dürfen.“ Auch Dirigent Mathias Mundl zeigte sich begeistert: „Ich freue mich aufs Open Air. Ich liebe das!“

Und so zeigte das GBO dann mit gleich drei Formationen die Früchte seiner Arbeit. Immer wieder imponiert dabei besonders die Jugendarbeit des Vereins. Nicht nur schön zu hören, sondern auch schön zuzusehen, wie konzentriert die ganz jungen Musikerinnen und Musiker im Auftaktblasorchester unter der Leitung von Rita König ihr Programm präsentierten. Mit warm drängendem Aufbruchssound etwa im allerbestens zum Wetter passenden „Frühlingserwachen“ von Vivaldi.

Jugendblasorchester und zum Abschluss das GBO

Danach das Jugendblasorchester, dem man unter der Leitung von Mathias Mundl anhört, wie viel hier schon am Ausdruck und der Ensemble-Intensität gearbeitet worden ist: Mit einem gereift filigranen Orchesterklang war hier etwa ein elegant swingendes „Mamma Mia“ zu hören.

Zum Abschluss des zweistündigen Benefiz-Konzertes dann die Altvorderen des Großen Blasorchesters mit gekonnter rhytmischer Finesse und fast symphonisch ausholenden Stücken wie dem stimmungsvoll nach Irland entführenden „Lord Tullamore“. Das ist ein glanzvoller Sound in wie im Whisky schimmernden Licht.

Ein abwechslungsreiches Frühsommer-Konzert. Zu einem guten Zweck. Musik – ein eher friedliches Medium in kriegerisch aufgewühlten Zeiten. „Wir engagieren uns, wie wir können“, erklärte Mundl. „So trägt jeder dazu bei, das Leid zu lindern.“

„Der Anlass für diesen Konzerttag ist ein trauriger“, erklärte OB Bernd Hornikel, der nicht dazu überredet werden musste, die Schirmherrschaft für den Benefiz-Auftritt der drei verschiedenen Kapellen des Großen Blasorchesters Schorndorf (GBO) für die Ukraine-Hilfe zu übernehmen.

„Es ist der 81. Tag des Angriffskrieges“ sagte der OB, der in dem Konzert „ein lautes Zeichen der Solidarität“ sehen wollte. Mit der Ukraine, deren Fahne seit Wochen am Rathaus hängt, und mit den inzwischen in

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