Schorndorf

Krämermarkt in Schorndorf abgesagt - was ist mit Frühlingserwachen und Siechenfeldfest?

Krämermarkt
Im November 2021 konnte der Krämermarkt noch stattfinden, seitdem hatten sich die Auflagen geändert und sind nun zu spät für eine Durchführung gelockert worden. © Gabriel Habermann

Auf den ersten Blick verwundert diese Entscheidung der Stadt Schorndorf: Obwohl die neue Fassung der Corona-Verordnung, die diesen Mittwoch, 9. Februar, in Kraft trat, die Bedingungen für Veranstaltungen wie den Krämermarkt vereinfacht, ist er abgesagt. Das liegt schlicht daran, dass die Verantwortlichen bei der Stadt von dieser Entwicklung überrascht wurden und es jetzt zu spät ist, den Markt noch zu organisieren. Für andere Veranstaltungen wie das Frühlingserwachen, das am Sonntag, 27. März, in der Innenstadt stattfinden soll, oder das Siechenfeldfest am 24. April, und die meisten anderen Termine in diesem Jahr sieht es dagegen gut aus. Ungewiss bleibt die Lage für das Fest der Feste, die SchoWo.

„Planen mit einem normalen Jahr“

„Wir planen keine größeren Absagen mehr“, sagt Lars Scheel, der Leiter des Bereichs Tourismus und Citymanagement der Stadt Schorndorf zum Veranstaltungskalender für den Rest des Jahres. Bis auf noch manche Ungewissheit bei SchoWo im Sommer oder auch den Weintagen im Herbst werde seiner Einschätzung nach „alles mehr oder weniger normal durchlaufen“. Natürlich wisse man nie, wie sich Pandemie und Verordnungslage entwickeln, und man müsse immer „auf Sicht fahren“. Aber: „Wir planen mit einem normalen Jahr.“

Wenn das nicht endlich mal gute Nachrichten an der Markt- und Festfront sind. Die Beschicker des Krämermarktes, der am 2. März hätte stattfinden sollen, haben davon allerdings aktuell nichts. Für sie lief alles in höchstem Maße unglücklich.

Noch vergangene Woche habe es vom Land geheißen, man bleibe beim bestehenden Stufenkonzept in der Corona-Verordnung, sagt Lars Scheel. Daraufhin verschickte die Stadt Absagen an die Marktbeschicker. Und kurz darauf kippte das Land die Regelungen. Mit dem verbliebenen Vorlauf sei es dann einfach unmöglich gewesen, den Markt doch noch zu organisieren und durchzuführen. „Für die Beschicker ist das ganz bitter“, sagt Lars Scheel.

3G-Check an 70 Ständen nicht möglich

Beim letzten Termin im November 2021 hatte der Krämermarkt noch stattfinden können, weil da die Regeln der Corona-Verordnung andere waren. Doch nach den noch bis zu diesem Mittwoch, 9. Februar, geltenden Regeln hätten die Händler an ihren Ständen einen 3G-Check bei allen Besuchern durchführen müssen.

„Dafür können wir auf einem Markt mit über 70 Ständen nicht Sorge tragen“, sagt Lars Scheel. „Das war uns zu heiß.“ Im Grunde hätte man den Markt dann abtrennen und einzäunen müssen, um Einlasskontrollen durchzuführen, was einen immensen Aufwand bedeutet hätte. Andere Gemeinden, in denen zuletzt Krämermärkte hätten stattfinden sollen, hätten genauso entschieden, sagt Scheel.

Ab jetzt sind die Aussichten für weitere Veranstaltungen aber besser. Für das Frühlingserwachen ist die Stadt laut Lars Scheel voll in den Planungen. Weil diese Veranstaltung eine andere Kategorie in der Corona-Verordnung hat, wäre sie im Gegensatz zum Krämermarkt sogar unter den strengeren, jetzt nicht mehr geltenden Regeln möglich gewesen.

Frühlingserwachen etwas reduziert

Lars Scheel hofft nun dennoch, dass die Regeln bis zum Termin am 27. März noch etwas weiter gelockert werden. Derzeit geht er davon aus, dass Dinge wie der Kinderrummel oder andere interaktive Elemente eher nicht stattfinden können und das Frühlingserwachen im Umfang etwas reduziert über die Bühne geht, ähnlich dem Stadtmarkt im vergangenen Herbst.

Einen Monat später soll dann das Siechenfeldfest stattfinden. Christoph Sugg, der Chef des Toom-Baumarkts, sagt für die Werbegemeinschaft, die hinter dem Fest steckt: „Wir haben vor, es zu machen. Die finale Entscheidung fällt am 21. März.“ Bis dahin warte man die Entwicklung der Corona-Situation ab.

„Die Weintage und die SchoWo werden noch spannend“, sagt Lars Scheel. Jürgen Dobler, Sprecher der Vereinsgemeinschaft (VG), schätzt die Chancen für das große Stadtfest auf „fifty-fifty“. Die Vorbereitungen haben begonnen. Von Freitag, 15. Juli, bis Dienstag, 19. Juli, würde die SchoWo dann stattfinden.

Auf den ersten Blick verwundert diese Entscheidung der Stadt Schorndorf: Obwohl die neue Fassung der Corona-Verordnung, die diesen Mittwoch, 9. Februar, in Kraft trat, die Bedingungen für Veranstaltungen wie den Krämermarkt vereinfacht, ist er abgesagt. Das liegt schlicht daran, dass die Verantwortlichen bei der Stadt von dieser Entwicklung überrascht wurden und es jetzt zu spät ist, den Markt noch zu organisieren. Für andere Veranstaltungen wie das Frühlingserwachen, das am Sonntag, 27.

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