Schorndorf

Landfrauen Schorndorf: Wegen Corona weniger Teilnehmerinnen bei Sportkursen

Landfrauenkurs
Eva Fitz (rechts) macht auf dem Mini-Trampolin die Trainingsübungen vor. © Gaby Schneider

Peppige Musik erklingt aus dem Fitnessraum im Schock-Areal. „Okay, laufen wir mal auf der Stelle und mit etwas Schwung. Ja, gut so“ – Eva Fitz steht auf einem Mini-Trampolin mit dem Rücken zur Spiegelwand. Trampolin ist nur was für Kinder? Von wegen! Acht Teilnehmerinnen sind an diesem Tag dabei – viel mehr gehe unter den aktuellen Bedingungen nicht. Vor Eva Fitz wippen die Kursteilnehmerinnen auf ihrem Trampolin und folgen den Anweisungen der Gesundheitstrainerin.

Pandemie hat für starken Einbruch gesorgt

Das Mini-Trampolin-Training ist einer der Sportkurse, den die Landfrauen Schorndorf in ihrem Programm anbieten. Nach langen Pausen zwischendrin wegen Corona versucht man jetzt wieder, die Angebote aufrechtzuerhalten. „Die Corona-Pandemie mit den ständig wechselnden Regelungen und den Lockdowns hat zu einer Begeisterungsflaute bei den Damen geführt“, sagt die Vorsitzende der Landfrauen Schorndorf, Rita Rost. Einige hätten sich sogar ganz abgemeldet.

Das bestätigt auch Eva Fitz. Als Selbstständige kämpft sie mit dem „Teilnehmerschwund“: „Ich habe im Allgemeinen die Hälfte der eigentlichen Teilnehmerzahl, durch die Absagen. Im Moment sind zwei Kurse zusammengelegt.“ Auch wenn Teilnehmerinnen zugesichert hätten, dass sie eventuell im März oder April – wenn sich hoffentlich die Corona-Situation entspannt hat – wieder bei den Kursen mitmachen wollen, habe die Pandemie schon für einen starken Einbruch gesorgt. „Das ist spürbar“, sagt Fitz. Die Gesundheitstrainerin und Kräuterpädagogin widmet sich seit 14 Jahren neben dem Mini-Trampolin-Training noch dem Slings-Training.

Mini-Trampolin-Training für jede Altersklasse geeignet

Rita Rost bedauert, dass viele geplante Veranstaltungen und Ausflüge in den vergangenen Monaten nicht stattfinden konnten, und die aktuelle Corona-Lage auch „gerade keine Planungssicherheit bietet“. Deshalb hofft die Vorsitzende, dass wenigstens die Sportkurse, die unter den Corona-Maßnahmen stattfinden können, neuen Schwung und Elan bringen. Rost: „Ich hoffe, dass es etwas motiviert.“ An Motivation fehlt es im Mini-Trampolin-Kurs mit Eva Fitz nicht. Dieses Training sei für alle Altersklassen geeignet, sagt Fitz, denn „jeder bestimme individuell, wie er die Belastung aushält“. Wer es beispielsweise intensiver trainieren wolle, steige viel stärker in die Trampolinmatte ein.

Nicht wildes Springen ist beim Trampolin-Sport gefragt, sondern eher ein lockeres Auf-und-ab-Hüpfen auf dem weich federnden Sprungtuch. „Nehmt mal den Stab in die Hand, außen anfassen und vor die Brust halten – entspannte Haltung und ein Lächeln auf den Lippen nicht vergessen.“ Die Damen wippen, bleiben im Rhythmus und beobachten genau, was Eva Fitz vormacht. „Jetzt bewegen wir den Stab diagonal und fordern etwas unser Gehirn.“ Es wird weiter auf der Stelle gefedert. Der Oberkörper ist aufgerichtet, die Schultern entspannt. „Drei – zwei – eins – und schön im Rhythmus bleiben.“ Schritte nach links und rechts folgen. Dann wird der Stab wieder in die Diagonale geführt: „So üben wir auch die Koordination.“ Die Kniebeuge wird angekündigt. Der Stand muss auf dem Trampolin ausbalanciert werden.

Eva Fitz zeigt, wie die richtige Bewegung auszusehen hat: „Bei der Kniebeuge den Popo nach hinten schieben, als wolle man sich auf einen kleinen Stuhl setzen, dann bleibt der Rücken gerade.“ Und los: „Tief, hoch, tief, hoch.“ Sich bei den Kniebeugen auf dem wackeligen Untergrund zu halten und die Gelenke zu justieren erfordert Konzentration. Auf einem festen Boden wäre das viel einfacher. „So – und wir schaffen noch acht“, spornt die Trainerin ihre Teilnehmerinnen an. Dann wird der Stab vor die Stirn gehalten und mit den Armen nach oben und wieder nach unten geführt: „Den Wipp-Rhythmus beibehalten. Da werden die Arme schwer.“ Eine der Damen lässt den Stab für einen Moment sinken. Fitz lacht: „Pausen sind natürlich erlaubt.“ Mit einer flotteren Einheit kommen die Teilnehmerinnen etwas ins Schwitzen: leichtes Laufen auf dem Mini-Trampolin, schnelle Schrittkombinationen und – wer es tänzerisch mag, kann auch noch die Arme mitschwingen lassen.

Stabilisierung der Körperhaltung, Training des Gleichgewichts

„Das Training auf dem Mini-Trampolin kombiniert am laufenden Band die Beschleunigung und Verlangsamung des Körpers“, erklärt die Trainerin. Beim Springen auf dem Trampolin werden nahezu alle Körpermuskeln trainiert. Dadurch wird jede Zelle des Körpers, vom Scheitel bis zur Zehenspitze beansprucht, somit wird ein hoher Stoffelwechselreiz erreicht.

„Durch die walkende und rhythmische Bewegung profitieren die Gelenke.“ Vorteile gebe es einige. Fitz zählt sie auf: Verbesserung der Kraft-Ausdauer, Optimierung und Stabilisierung der Körperhaltung, Stressabbau, Förderung der Körperwahrnehmung und Training des Gleichgewichts.

Bevor die Kursstunde vorbei ist, wird es auf dem Mini-Trampolin gemütlich: Entspannung und Dehnung – das tut dem Rücken am Ende gut. „Das Training ist ein effizientes und präventives Ganzkörpertraining“, schließt Eva Fitz ab und fügt hinzu: „Bei der rhythmischen Musik hat es einen hohen Spaßfaktor. Und last, but not least: Die freigesetzten Glückshormone beflügeln, heben die Stimmung und bringen gute Laune in den oft stressigen Alltag.“

Peppige Musik erklingt aus dem Fitnessraum im Schock-Areal. „Okay, laufen wir mal auf der Stelle und mit etwas Schwung. Ja, gut so“ – Eva Fitz steht auf einem Mini-Trampolin mit dem Rücken zur Spiegelwand. Trampolin ist nur was für Kinder? Von wegen! Acht Teilnehmerinnen sind an diesem Tag dabei – viel mehr gehe unter den aktuellen Bedingungen nicht. Vor Eva Fitz wippen die Kursteilnehmerinnen auf ihrem Trampolin und folgen den Anweisungen der Gesundheitstrainerin.

Pandemie hat für

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