Schorndorf

Landfrauenfest am 11. September in Oberberken: Flachswickel, Kuchen und Tombola

Landfrauen Oberberken
Die Oberberkener Landfrauen beim Flachswickel-Backen. © ALEXANDRA PALMIZI

Eine Gruppe Frauen steht um einen Tisch. Sie wiegen Teig ab, rollen ihn aus, wargeln ihn in Einmachzucker und flechten ihn zu Lachswickeln. Die Vorbereitungen der Oberberkener Landfrauen für ihr Landfrauenfest am 11. September laufen bereits auf Hochtouren. Nach der zweijährigen Corona-Zwangspause findet das „Feschdle“ dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Schulhof der Schurwaldschule statt. Geboten wird den Besucherinnen und Besuchern aber noch mehr als das traditionelle schwäbische Gebäck.

Das Fest findet zum ersten Mal auf dem Schulhof statt

Das Landfrauenfest gibt es  seit 1982. „Früher fand das immer auf dem Hof hinter dem Backhäusle statt“, erzählt die 1. Vorsitzende der Landfrauen, Susanne Wimpf. Deshalb wurde es bisher auch liebevoll „Feschdle hinter dem Backhaus“ genannt. Diesmal wird allerdings auf dem Hof der Schurwaldschule gefeiert. Dafür backen die Landfrauen nicht nur ihre berühmten Flachswickel selbst, sondern versorgen die hungrigen Gäste auch mit Salz-, Zwiebel-, Apfel- und Zwetschgenkuchen direkt aus dem Backhaus.

Das alte Häuschen, das man heutzutage drei Stunden lang für zwei Euro mieten kann, war früher sehr wichtig für alle Oberberkener. „Früher wurde im Backhaus jeden Tag von 6 bis 0 Uhr gebacken, sogar an Heiligabend. Die Leute waren darauf angewiesen“, erinnert sich eine der Landfrauen.

Neben dem frischen Gebäck verkaufen die Vereinsmitglieder auch selbst gemachte Maultaschen und heißen Landschinken.

Und für alle Kinder ist auch etwas geboten: Es gibt ein Kasperletheater und Riesenseifenblasen. Highlight des Festprogramms ist die große Tombola. Dort werden, so erzählt Susanne Wimpf, nur Dinge aus der Küche, dem Haushalt oder dem Garten verlost. Also frisches Brot, Marmelade oder auch Deko-Artikel. Die beliebte Rundfahrt mit der Kutsche findet diesmal allerdings nicht statt, weil sich der Kutscher kurzfristig krankgemeldet hat.

Die Oberberkener Landfrauen sind trotzdem sehr froh, dass ihr traditionelles Fest in diesem Jahr endlich wieder stattfinden kann. Die Vereinsarbeit macht den Frauen sichtlich Spaß. Denn die Landfrauen machen das Jahr über noch viel mehr, als Brot und Flachswickel zu backen.

Vielfältige Bildungsangebote für Frauen

„Im Prinzip sind wir wie eine Volkshochschule, die Frauen im ländlichen Raum fördert“, erklärt Susanne Wimpf. Denn der ursprüngliche Auftrag der Landfrauen-Vereine ist es, Bildung weiterzugeben. Deshalb organisieren die Landfrauen zum Beispiel Vorträge zum nachhaltigen Einkaufen, zum Rosen-Schneiden oder zum Bauen von Wünschelruten.

Einmal im Jahr gestalten die Landfrauen einen Seniorennachmittag in Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung Oberberken.

Der Verein bietet aber auch zahlreiche Sportstunden, darunter Zumba, Gymnastik, Qigong, Mini-Trampolin und vieles mehr. Im Sommer spielen die Frauen außerdem einmal wöchentlich Boule auf dem Asperfeld und treffen sich zum „Schwätzlestreff“ im Dorfladen. Und natürlich machen sie des Öfteren, mindestens einmal im Jahr, zusammen Ausflüge. Dabei soll immer Kultur mit Natur verbunden werden. Auf dem Programm stehen dann zum Beispiel Theaterbesuche, kulturelle Führungen, Betriebsbesichtigungen und vieles mehr. Susanne Wimpf schätzt an den Landfrauen gerade diese Vielseitigkeit. „Es macht Spaß, wir können im Prinzip alles machen.“

Eine Gruppe Frauen steht um einen Tisch. Sie wiegen Teig ab, rollen ihn aus, wargeln ihn in Einmachzucker und flechten ihn zu Lachswickeln. Die Vorbereitungen der Oberberkener Landfrauen für ihr Landfrauenfest am 11. September laufen bereits auf Hochtouren. Nach der zweijährigen Corona-Zwangspause findet das „Feschdle“ dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Schulhof der Schurwaldschule statt. Geboten wird den Besucherinnen und Besuchern aber noch mehr als das traditionelle schwäbische

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