Schorndorf

Lastenräder sind eine Alternative, E-Roller fallen bei den Schorndorfern durch

Schorndorf bringt''s
Sinnvoller Einsatz von E-Lastenrädern: Die Schülerfirma „Schorndorf bringt’s“ transportiert Wochenmarkt-Einkäufe nach Hause. © Gabriel Habermann

„Mikromobilität – nachhaltige Mobilitätslösungen für die Stadt von morgen“ – unter dieser Überschrift wurde von 1. Januar 2020 bis 31. März 2021 ein Konzept für den potenziellen Einsatz von Mikromobilen in Schorndorf ausgearbeitet. Hierbei haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gemeinsam mit Projektpartnern und und Bürgern überlegt, Überlegungen über Einsatzgebiete, Chancen und Risiken von Mikromobilen und notwendige infrastrukturelle Maßnahmen zur praktischen Erprobung in Schorndorf angestellt – und eine konkrete Strategie entwickelt: Initiiert und gefördert hat das Projekt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Ausschreibung „MobilitätsWerkStadt 2025“.

Wenig Begeisterung für E-Scooter

Das Projekt, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit, zeichnete sich durch eine starke Bürgerbeteiligung aus. Zum Einsatz verschiedener Mikromobile hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgende Standpunkte: Elektro-Lastenräder erhielten Zuspruch, E-Scooter wurden kritisch gesehen, jedoch im betrieblichen Mobilitätsmanagement, also für Wege zum Arbeitsplatz, in Erwägung gezogen, dagegen abgelehnt wurden Elektro-Roller (Vespa). Die Erörterung der Potenziale zum Einsatz von Mikromobilen in Schorndorf erfolgte in vier Abschnitten. Los ging’s mit einer Bestandsaufnahme des Stadtverkehrs, darauf folgte das Durchspielen von Mobilitätsszenarien, eine Recherche von verfügbaren Kleinstfahrzeugen auf dem Markt und eine Analyse von Beispielen aus anderen Städten.

Die Einsatzmöglichkeiten von Mikromobilen in Schorndorf wurden mit den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen eines Mobilitätsworkshops entwickelt. Dieser fand am 8. Juli 2020 im Rathaus statt. Hierbei wurden die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung abgefragt und die Umsetzung, Chancen und Herausforderungen von Mikromobilen diskutiert. In Kleingruppen fanden vertiefte Diskussionen zu den fünf folgenden Kleinstfahrzeugen statt: E-Scooter im öffentlichen Verleih sowie im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements, der Einsatz von E-Lastenrädern sowie der Einsatz von drei- und vierrädrigen Elektro-Leichtfahrzeugen (E-Mikro-Autos) und E-Rollern (Vespas). Die Nutzung des jeweiligen Kleinstfahrzeugs wurde hinsichtlich der Kriterien Anwendbarkeit, Nutzergruppen, Wegestrecken, Probleme sowie Bedenken und Lösungsvorschläge betrachtet. Am Ende des Workshops wurden die Fallbeispiele von den Teilnehmern bewertet, wobei die Lastenräder den meisten Zuspruch erhielten und der Einsatz von E-Vespas keinerlei Zustimmung fand.

Konzept von Bürgern entwickelt

Das von den Bürgern entwickelte Konzept wurde in einem Vertiefungsworkshop von Experten bestätigt. Somit liegt nun ein gut ausgearbeitetes Konzept für den Einsatz von Mikromobilen in Schorndorf vor. Dieses Konzept kann in Form des Projektabschlussberichtes unter www.schorndorf.de/mikromobilitaet im Detail eingesehen werden.

Fördergeber und Initiator des Projekts ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Projektpartner sind: das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt; die Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg; Lokale Agenda 21 Schorndorf - Untergruppe Verkehr; Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart; Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH; Landeshauptstadt Stuttgart - Referat für Strategische Planung und Nachhaltigkeit; SG Schorndorf; Yorks/Fele GmbH & Co. KG (bis Mai 2020).

„Mikromobilität – nachhaltige Mobilitätslösungen für die Stadt von morgen“ – unter dieser Überschrift wurde von 1. Januar 2020 bis 31. März 2021 ein Konzept für den potenziellen Einsatz von Mikromobilen in Schorndorf ausgearbeitet. Hierbei haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung gemeinsam mit Projektpartnern und und Bürgern überlegt, Überlegungen über Einsatzgebiete, Chancen und Risiken von Mikromobilen und notwendige infrastrukturelle Maßnahmen zur praktischen Erprobung

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