Schorndorf

Livemusik in Schorndorf: „Ziegeleisee live – Kultur am See“ startet am 6. Mai

Kultur am See
Wie hier 2018 soll „Kultur am See“ auch 2022 wieder die Menschen zusammenbringen. © Gabriel Habermann

„Wir haben den Mut aufgebracht, unsere Planungen umzusetzen“, sagt Jürgen Dobler. Seine Agentur für Marketing und Kommunikation hat das Kultur-Konzept „Ziegeleisee live“ vor gut acht Jahren entwickelt. „Im Dezember haben Bäder-Betriebsleiter Jörg Bay und ich uns zusammengesetzt und haben beschlossen: Wir wagen es wieder.“

Acht Jahre „Ziegeleisee live – Kultur am See“ mit durchschnittlich 18 Bands von Anfang Mai bis Mitte September – das war die stolze Bilanz, bis Corona die erfolgreiche – und laut Dobler die bei Schorndorfern beliebte und geschätzte – Veranstaltungsreihe 2020 abrupt unterbrach. „Das war schon heftig“, gibt der Werbemann zu und erinnert sich zurück: „Ende 2019 hatten wir die Planungen für 2020 schon fertig, die Bands waren gebucht. Und dann mussten wir im März 2020 alles stoppen.“ Alle habe man auf 2021 vertröstet, keiner wusste, wie sich alles entwickeln würde. „Für 2021 haben wir natürlich auch ein bisschen blauäugig geplant.“ Auch da war nichts zu machen.

Attraktive Atmosphäre mit Geplätscher im Hintergrund

Umso erfreulicher ist es nun für alle Beteiligten, nach zwei Jahren Zwangspause den Neuanfang zu starten und das Event wieder durchzuführen. Die vergangenen Jahre hatte sich diese Veranstaltung im Kalender der Schorndorfer etabliert. Da hieß es nicht: „Wo gehen wir am Freitag hin?“ Sondern: „Sehen wir uns im Ziegeleiseebad?“ Bewusst solle es eine Veranstaltung für „Nicht-Badegäste“ sein – in „schöner, chilliger Feierabend-Wohlfühlatmosphäre bei Sonnenuntergang mit Livemusik“. Jeden Freitagabend von 18.30 bis 21.30 Uhr, auf dem Areal des Freibads. Es sei eine ganz besondere, attraktive Atmosphäre mit der Musik, in der Abendstimmung, mit einem leckeren Getränk, dazu das Geplätscher des Wassers im Hintergrund, sagen Jörg Bay und Jürgen Dobler. „Eine Beschränkung für die Anzahl der Besucher wird es nicht geben.

Es gibt genug Platz und es kann sich alles gut verteilen“, sagt Jörg Bay. Diejenigen, die tanzen möchten, würden sich eher vor der Bühne aufhalten. Andere, die genüsslich ihre Schorle oder ihren Cocktail trinken möchten, haben genug Sitzmöglichkeiten. „Manche werden sich vermutlich mit ihrem Getränk an den Beckenrand setzen und die Füße ins Wasser hängen lassen“, weiß Jürgen Dobler aus der Erfahrung der vergangenen Jahre.

Bay: „Was die Bands angeht, da sind keine Grenzen gesetzt.“ Man habe natürlich viele Bands auf der Warteliste gehabt, die man nur kontaktieren musste. „Es gibt einige Wiederholungstäter, die immer wieder gerne bei dieser Veranstaltung auftreten.“

Neu in diesem Jahr: „Wir haben im Juni erstmals zwei Abende mit legendären Remstal-DJs im Programm“, wird angekündigt. Das sei zwar keine Livemusik in dem Sinne, aber die „DJs sind live da und legen ihre Platten auf“. Alle Bands und die DJs spielen auch nach Corona ohne Gage – nur deshalb ist die Veranstaltungsserie mit freiem Eintritt möglich.

Auftakt mit der Band "September"

Den Auftakt am ersten Abend, 6. Mai, wird die Band „September“ machen. Dobler: „Das ist schon was Besonderes, eine Perle sozusagen. Die richtige Band für diese ‘Welcome-back-Party’.“ September entwickeln seit mehr als vier Jahrzehnten aus Jazz, Afro, Latin und Rock einen ganz eigenen Stil, getragen von Spielwitz, Spontanität und musikalischem Austausch; einen ganz eigenen Klangkosmos aus afrokubanischen, brasilianischen und rockigen Elementen, virtuos gespielt, im musikalischen Austausch untereinander und mit dem Publikum.

Mit „Neuland“ stellte das Quintett gerade seinen neunten Tonträger vor. Mit Andreas Pastorek, einem Schüler von Dom Um Romao, zählen die „weithin gerühmten Fusionrocker“ einen Weather-Report-Erben seit 1982 zu den Ihren. Der von der Presse schon als „Percussion-Paganini“ bezeichnete Live- und Studiomusiker personifiziert die spezifische Mischung von Jazz, Rock und Latin, denn er hat bereits mit Weltstars wie Roger Chapman, Billy Cobham und Carlos Santana zusammengearbeitet.

Jetzt ist nur noch eines zu hoffen: dass der Wettergott mitspielt. Denn bei Regen fällt die Veranstaltung ersatzlos aus. Das werde dann über die sozialen Medien schnell kommuniziert.

Jörg Bay wird den Wetterbericht im Blick behalten: „Wenn nicht schon im Vorfeld feststeht, dass an den Freitagen schlechtes Wetter herrscht, haben wir uns jeweils den Freitag bis 12 Uhr als Zeitlimit gesetzt. Sollten die Wetteraussichten für den Abend Regen bereithalten, dann sagen wir die Veranstaltung kurzfristig ab.“

„Wir haben den Mut aufgebracht, unsere Planungen umzusetzen“, sagt Jürgen Dobler. Seine Agentur für Marketing und Kommunikation hat das Kultur-Konzept „Ziegeleisee live“ vor gut acht Jahren entwickelt. „Im Dezember haben Bäder-Betriebsleiter Jörg Bay und ich uns zusammengesetzt und haben beschlossen: Wir wagen es wieder.“

Acht Jahre „Ziegeleisee live – Kultur am See“ mit durchschnittlich 18 Bands von Anfang Mai bis Mitte September – das war die stolze Bilanz, bis Corona die

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