Schorndorf

Mehr als 500 Profis und Amateure bei Spendenlauf für Kindergarten in Oberberken

Spendenlauf
Jens Mergenthaler (links) und Viola Brand (Mitte) haben sich an dem Spendenlauf beteiligt. Niko Kappel (an der Kamera) war auch dabei, konnte aber verletzungsbedingt nicht mitlaufen. © Benjamin Büttner

Die unbestrittenen Helden der Stunde waren am Samstagmittag die sieben Fußballbambini der SG Schorndorf. Unbeeindruckt von der auf sie niederbrennenden Mittagssonne traten sie im Schorndorfer „Sportpark Rems“ um 13 Uhr bei größter Hitze an, um in der Obhut ihrer Trainerinnen Jasmin Oswald und Meryem Kirca gemeinsam ihre zwei Laufrunden über die tausend Meter lange Strecke durch den „Sportpark Rems“ zu absolvieren und so einen Beitrag zu leisten für das gemeinsam von ASV, SG Schorndorf und der AWO organisierte „Laufen für einen guten Zweck“ (für den abgebrannten Kindergarten in Oberberken). Und nachdem der Fußballernachwuchs tapfer seine Runden gedreht und den stürmischen Beifall der Mamas und Papas verdient eingeheimst hatte, gab es zur Belohnung auch noch ein leckeres Eis.

Zahlreiche Sportgrößen unterstützen die Aktion

Keine derartige Belohnung erwartete die circa 50 erwachsenen Läuferinnen und Läufer, die sich die zukünftigen Messis und Ronaldos zum Vorbild genommen und an diesem Nachmittag ebenfalls bei dem virtuellen Spendenlauf für das SOS-Kinderdorf gestartet waren. Unter ihnen befanden sich lokale Sportgrößen wie die Kunstradfahrerin Viola Brand, Radprofi Jannik Steimle, die ASV-Ringer Sedat Sevsay und Oliver Müller, die Leichtathletin Nina Induibisy, der Winnender Topläufer Jens Mergenthaler und Badminton-Bundesligaspieler Marco Weese.

Statt Speiseeis erwartete sie am Ziel zumindest das gute Gefühl, allein schon mit ihrer Teilnahme Solidarität bewiesen und eine gute Tat vollbracht zu haben. Schließlich, betonte Jannik Steimle, sei Schorndorf nicht nur der Ort, in dem er wohne, sondern er sei ihm und seinen Menschen auch aufs Engste verbunden. Dieser Lauf stelle eine gute Gelegenheit dar, dies auch aktiv unter Beweis zu stellen. Dabei gehe es allerdings weniger um eine sportliche Herausforderung, wollte er klargestellt wissen, schließlich seien die Bewegungsabläufe beim Laufen und die beim Rennradfahren einfach zu unterschiedlich. Und der Spaß, der dürfe bei dieser Gelegenheit natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Um den ging es ganz offensichtlich auch ASV-Ringer Jello Krahmer, der über das Laufen hinaus ausgelassen mit Niko Kappel herumalberte. Der Lauf sei eine gute Idee, lobte er. Und wenn es an diesem Samstag gelungen sei, Profisportler zu bewegen, an dieser spontanen Aktion teilzunehmen, so komme dem eine wichtige Symbolik zu. Es stelle eine Einladung dar, mit relativ geringem Aufwand zu einer guten Sache beizutragen und dabei auch noch den sportlichen Aspekt nicht zu vergessen. Auf den verwies auch Benjamin Wahl, der Geschäftsführer der SG Schorndorf. Menschen zu bewegen, sei das, was die SG am besten könne.

Teilnahme noch bis 4. Juli möglich

Sowohl SG wie auch ASV und die Arbeiterwohlfahrt als soziale Einrichtung vereine die Sorge um das Kindeswohl. Bei ihrem Bemühen, durch Sport die Gesundheit der Kinder zu fördern, seien sie auch dem SOS Kinderdorf in Oberberken stets verbunden. Die zehn Euro Startgeld für diesen virtuellen Spendenlauf stellten keine Unsumme dar, aber jeder könne damit einen wichtigen Beitrag leisten. Und mit der Resonanz, auf die der Lauf bisher gestoßen sei, könne man megazufrieden sein. Wer sich anmelden will, kann noch bis zum 4. Juli unter (www.sg-schorndorf.de) und in der Geschäftsstelle der SG seine Startnummer abholen. Die Zeit wird über einen darin integrierten Chip elektronisch gemessen, und jeder Teilnehmer kann sich am Ende eine Urkunde herunterladen.

Am Sonntag bereits mehr als 500 Teilnehmer gezählt

Als am 23. Juni die gemeinsame Aktion startete, hätten die Sportler zunächst auf 300 Teilnehmer gehofft, an diesem Sonntag sei bereits die Schallmauer von 500 durchbrochen worden, und die Zahl steige weiter, freute sich Tim Schopf, seines Zeichens AWO-Vorsitzender, Leiter des Bewegungskindergartens „Kinderhaus Purzelbaum“ und der geistige Vater des Spendenlaufs.

Als am 16. Mai der Kindergarten am Oberberkener Wasserturm Opfer eines Brandes wurde, sei für ihn klar gewesen, dass man dabei nicht untätig bleiben dürfe, sondern helfen müsse.

Über den Erfolg der Aktion freute sich auch die ASV-Vorsitzende Elke Scherer, die vom Rand der Laufstrecke aus das Geschehen mit verfolgte. Sie verwies darauf, dass an dem Spendenlauf auch teilnehmen könne, wer nicht in den Sportpark komme. Jeder dürfe die Daten seiner Läufe auch manuell hochladen. Kindergärten, Schulen und Vereine müssen nicht in den Sportpark kommen, sondern könnten auch auf dem Schulhof ihre Runden für den guten Zweck drehen. So habe zum Beispiel Larissa Thumm ihre Runden in Barcelona gedreht und von dort aus einen Videofilm hochgeladen, mit dem sie ihre Verbundenheit und Solidarität mit Schorndorf unter Beweis stellte.

Und selbstverständlich, betonte Elke Scherer knitz, sei es auch niemandem verwehrt, über die Startgebühr hinaus größere Beträge zu spenden.

Die unbestrittenen Helden der Stunde waren am Samstagmittag die sieben Fußballbambini der SG Schorndorf. Unbeeindruckt von der auf sie niederbrennenden Mittagssonne traten sie im Schorndorfer „Sportpark Rems“ um 13 Uhr bei größter Hitze an, um in der Obhut ihrer Trainerinnen Jasmin Oswald und Meryem Kirca gemeinsam ihre zwei Laufrunden über die tausend Meter lange Strecke durch den „Sportpark Rems“ zu absolvieren und so einen Beitrag zu leisten für das gemeinsam von ASV, SG Schorndorf und

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