Schorndorf

Modelabel Riani: Der Frühling wird retro

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Vanessa Fuchs, Anuthida Ploypetch und Ajsa Selimovic zeigen Rianis luftige Blumenprints. © Ramona Adolf
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Martina Buckenmaier, Nicole Mrosek und Franziska Knuppe beim Fotografieren der Kollektion für den Frühling und Sommer 2016 in Marrakesch. © Patrick Houi
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Franziska Knuppe mit Kamel und Spitzenkleid. © Patrick Houi
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So sehen „kräuterige Neutrals“ aus. Das Riani-Ledertuch. © Patrick Houi

Schorndorf. Jetset-Hippie im Salbei-Kleid, Blumenmädchen mit Lederaccessoires – der Frühling/Sommer 2016 wird retro, aber neu auflegt. Riani spielt mit den Formen der 70er Jahre. Beine und Röcke werden weit, die Muster floral. Die Farben werden pastellig, beim Schorndorfer Modelabel geben sanfte Kräuterfarben den Ton an.

Wenn es in der Stadt schon ein Modelabel gibt, das seine Kreationen über die Catwalks der Fashion Weeks schickt, wollen wir auch wissen, wie der Schorndorfer Vorschlag für die Frühjahrs- und Sommergarderobe aussieht. Riani hat eine einfache Antwort: „kräuterige Neutrals“ und ein wenig Jetset-Hippie. Was sich dahinter versteckt? Farben, die sich im Kräuterbeet wiederfinden und die Frauen dieser Welt frisch und frühlingshaft aussehen lassen sollen. Eine Prise Thymian, etwas Salbei und kräftige Lavendelblüte. Dazu einen Hauch von Hippie und fertig.

Freiheitsgefühl der Hippies in moderne Mode übersetzt

Freiheit, sich sorglos treiben lassen, das Leben genießen. Lässigkeit, sonnengebräunte Haut, große Sonnenbrillen, das Abendglühen im Hintergrund, die Dame dekoriert mit reichlich klimperndem Schmuck. Das Hippie-Gefühl passt einfach gut zum Sommer. Martina Buckenmaier, zweite Geschäftsführerin von Riani, empfiehlt, in ein gutes Kleidungsstück oder Accessoire zu investieren, das im Handumdrehen die vorhandene Garderobe in die neue Saison hebt. Ledertuch, Fransentasche und eine Menge Ketten und große Ohrringe holen ohne viel Aufhebens einen Hauch der wilden 70er Jahre zurück. Weiße Spitze und transparente Kleiderausschnitte wollen ebenfalls den Sommer locken. Weiter fort setzt sich der Hippietrend mit Wildlederkleidern, und -jacken, die bei Riani ebenfalls im Kräuterton zu finden sind. Farbigen Tweed in gerader Linienführung gibt es in der neuen Kollektion des Schorndorfer Modeunternehmens außerdem zu finden. Aber auch Trenchcoats aus Wildleder in Cognac oder Schwarz passen in den neuen Trend. Wer mehr Farbe braucht, um sich wohlzufühlen, könnte in diesem Sommer/Frühjahr auf kräftiges Blau zurückgreifen. Da sind sich die großen Modellabels einig. Bei Riani gibt’s die Farbe gerne auch auf dem flachen Lackschuh.

Die Formen sind den 70ern entsprechend recht geradlinig. Die Beine werden weiter, die Kleider und Blusen ebenfalls. „Und so ein Maxikleid verzeiht viel“, findet Nicole Mrosek, Leiterin der Marketingabteilung. Optimal für den Sommer eben. Schließlich habe jede nach einem 30-Grad-Tag am Abend geschwollene Beine. Rein ins luftig, lange Jetset-Hippie-Kleid und schon sind die dicken Fesseln vergessen, fühlt Frau sich wieder wie eine Elfe. Die Gartenparty kann kommen.

Bei Riani hat man übrigens branchenüblich schon den Herbst/Winter im Blick. Dabei ist eins klar: Aufs weite Bein muss sich die modisch interessierte Dame in jedem Fall einstellen. Und nicht nur das. In der nächsten Saison werden Modeliebhaberinnen vor eine Herausforderung gestellt. So manche weit geschnittene Hose hört ab dem Herbst etwa auf Wadenhöhe auf.

Ansonsten schickt Riani die Damen in der nächsten Saison entlang der Seidenstraße. In der jüngsten Show auf der Berliner Fashion Week präsentierten Franziska Knuppe, Britta Steffen, Olivia Jones, Rebecca Mir und Luisa Hartema dunkle Grüntöne, waden- bis knöchellange Kleider, üppigen Schmuck, glänzende Jacken und Hosen in rotem Blumenmuster, luftig gestrickte Pullover in Rot und Beige, Blumenkleider in Blau, Schwarz und Beige. Fransen, Leder und Ethnomuster gibt es weiterhin, nur in gedeckteren Farben, wie es sich für die dunklere Jahreszeit gehört.

Zauberfaden

Nachdem Raini auf der Berliner Fashion-Week die von der Zauberfaden-Werkstatt genähten Täschchen verschenkt hat und auf durchweg positive Resonanz gestoßen ist, wird die Kooperation fortgeführt.

Das Schorndorfer Unternehmen hat weitere 1500 bunte Sommertäschchen in Auftrag gegeben. Pro Tasche zahlt das Label Riani, das sonst erheblich günstiger in Polen und Ungarn nähen lässt, fünf Euro.

Das zu verarbeitende Material, das zur aktuellen Kollektion passt, bekommen die Zauberfädler meist schon fertig zugeschnitten.

Rianis Schneidermeisterin Corinna Schweissgut hat die Mitarbeiter der Schorndorfer Werkstatt darin eingewiesen, wie die Täschchen zu nähen sind. Immerhin soll die Verarbeitung zu den hochwertigen Stoffen des Labels passen.