Schorndorf

Musikschulbetrieb, solange die Inzidenz unter 50 bleibt

Jugendmusikschule Online
Coronakonformer Videodreh für „Jugend musiziert“: Jannik Sutter an der Gitarre. © privat

Endlich wieder Leben und strahlende Gesichter in der Jugendmusikschule: Weil die Inzidenz unter der magischen 50 liegt, kann seit einer Woche wieder Einzelunterricht mit Abstands- und Hygieneregeln stattfinden und in Gruppen wieder mit bis zu fünf Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren musiziert werden. Und auch wenn’s bei steigenden Zahlen ganz schnell wieder vorbei sein kann mit dem Präsenzunterricht, im Moment herrscht große Erleichterung bei allen Beteiligten – schließlich können digitale Formate, das hat sich im Lockdown seit Mitte Dezember wieder gezeigt, den Präsenzunterricht nur sehr bedingt ersetzen.

Orchesterproben sind sogar seit einem Jahr im großen Format gar nicht möglich. Und dabei waren, daran erinnert Musikschulleiter Günther Neher mit Wehmut, die vielen Konzerte bisher immer ein Alleinstellungsmerkmal der Jugendmusikschule mit ihren 85 Lehrkräften und 2600 Schülern: An die 160 Veranstaltungen im Jahr waren’s in Vor-Corona-Zeiten, im vergangenen Jahr gab’s gerade mal 20 Konzerte im kleinen Rahmen und meist unter freiem Himmel.

Die mangelnde Planungssicherheit und die fehlende Perspektive sind dabei das größte Problem: „Wir hangeln uns von Tag zu Tag und hoffen, dass die Inzidenz unter 50 bleibt“, sagt Schulleiter Neher. Diese Unsicherheit spiegelt sich nicht zuletzt auch in den Anmeldezahlen fürs Sommersemester wider: Sind die Elementarkurse auch nahezu ausgebucht, kommt die Jugendmusikschule beim Instrumentalunterricht im Moment gerade mal auf ein Drittel der üblichen Anmeldungen.

Neustart nur in Präsenz

Ein Grund mag auch die abgesagte Instrumentendemo gewesen sein, die als Orientierungsangebot bisher immer sehr gut besucht war. Stattdessen sind auf der Internetseite der Musikschule Videos eingestellt, außerdem gibt es eine telefonische Beratung – und das Angebot: Obwohl eigentlich am Freitag, 12. März, Stichtag war, sind Anmeldungen weiterhin möglich. Und auf eines weist Michael Gern als stellvertretender Schulleiter außerdem hin: Wer sich neu anmeldet, startet in keinem Fall mit Online-Unterricht, sondern erst, wenn Präsenzunterricht wieder möglich ist. Außerdem gibt es eine Probezeit: Nach zwei Monaten kann das Instrument einfach gewechselt werden.

Bisher kaum Abmeldungen

Es ist für Musikschulleiter Neher aber bemerkenswert: Obwohl die Musikschule seit Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr schon zweimal vom Lockdown betroffen war und dann nur Unterricht über Skype oder Zoom anbieten konnte, Abmeldungen gab es bisher kaum:„Das spricht für die Solidarität der Eltern, die auch das Engagement der Musikschullehrkräfte anerkennen“.

Corona hat nicht zuletzt auch Auswirkungen auf die Regional- und Landeswettbewerbe „Jugend musiziert“, die nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden können: Geprobt werden konnte nur zu Hause – und ohne Klavierbegleitung. Statt eines Wettbewerbsvorspiels mussten Videos gedreht und eingeschickt werden. Dieses Prozedere hat nicht alle begeistert: Von ursprünglich 21 Teilnehmern sind in diesem Jahr 17 dabeigeblieben.

Endlich wieder Leben und strahlende Gesichter in der Jugendmusikschule: Weil die Inzidenz unter der magischen 50 liegt, kann seit einer Woche wieder Einzelunterricht mit Abstands- und Hygieneregeln stattfinden und in Gruppen wieder mit bis zu fünf Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren musiziert werden. Und auch wenn’s bei steigenden Zahlen ganz schnell wieder vorbei sein kann mit dem Präsenzunterricht, im Moment herrscht große Erleichterung bei allen Beteiligten – schließlich können

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